1952-1970
1952
übernahm Prof. Otto Jaag die Spitze der Eawag. Er unterrichtete an der ETH
Zürich neben spezieller Botanik auch Hydrobiologie und Limnologie und
engagierte sich schon früh und nachhaltig für den gesetzlich verankerten
Gewässerschutz. An der Eawag baute Jaag eine Abteilung für Limnologie auf und
stärkte parallel die Beratungstätigkeit sowie die Lehre, vor allem für die
Bauingenieure. 1955 erweiterte er das Institut mit der Abteilung für
Müllforschung, eine Folge der sichtbaren Zusammenhänge zwischen der damaligen
Abfallentsorgung und der Verschmutzung von Gewässern und Grundwasser.
Ab den 1960er Jahren besann sich die Eawag vermehrt auf ihren Auftrag als Forschungsstelle. Es entstanden grundlegende Arbeiten zur Überdüngung der Seen, zur Selbstreinigung von Gewässern oder zur Bemessung biologischer Kläranlagen. Die naturwissenschaftlichen Bereiche wurden 1960 gestärkt, als die Eawag von der Naturforschenden Gesellschaft Luzern das «hydrobiologische Laboratorium» in Kastanienbaum am Vierwaldstättersee übernehmen konnte. Direktor Jaag fand dank seines Netzwerks die nötigen Finanzen für Renovation, Ausbau und moderne Ausstattung dieser Station, die 1969 auch Sitz für die neue Abteilung Fischereiwissenschaften wurde. 1970 wurde die Eawag von einem Institut der ETH Zürich zur Annexanstalt der Eidgenössischen Technischen Hochschulen, und im gleichen Jahr – wenige Monate nach Jaags Pensionierung – konnte der Neubau in Dübendorf bezogen werden.
|
|
Heute
ist eine Strasse in Dübendorf nach ihm benannt. An der ETH Zürich wird jährlich
der Otto-Jaag-Gewässerschutz-Preis für hervorragende Dissertationen und Masterarbeiten auf dem Gebiet des
Gewässerschutzes und der Gewässerkunde verliehen.
|
1936 - 1952 | 1952 - 1970 | 1970 - 1992 | 1992 - 2007 | 2007 - heute |

