Eawag
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Eawag - Aquatic Research
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Umweltteam
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Projekte

Rumba an der Eawag

Die Eawag betreibt seit den 90er Jahren ein Umweltmanagement. Seit 2003 geschieht das nach den Vorgaben von Rumba. Rumba ist das Ressourcen- und Umweltmanagement des ETH-Bereichs und der gesamten Bundesadministration. Rumba ist ein übergeordnetes kontinuierliches Projekt mit jährlichen Massnahmenplänen und Zielen. Diese sind abgestützt auf jährliche Zusammenstellungen von Kennzahlen, die im Rahmen einer Systemanalyse regelmässig erhoben werden.

100 % erneuerbare Energien für die Eawag

Die Direktion hat am 4. Dezember 2006 auf Antrag des Umwelt-Teams neue Energie-Ziele für die Eawag beschlossen:

Die Eawag trifft alle notwendigen Massnahmen, um ihren gesamten Strom- und Wärmebedarf mit erneuerbaren Energien und umweltfreundlich zu decken.

  • Der Stromeinkauf wurde ab 2007 schrittweise auf Ökostrom naturemade star umgestellt und seit 2010 wird der ganze Bedarf der Eawag Dübendorf und seit 2012 auch der Eawag Kastanienbaum damit gedeckt. Das Label naturemade wurde von der Eawag mit entwickelt. Es gewährleistet, dass die Wasserkraftnutzung die ökologischen Rahmenbedingungen einhält und ist generell der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Da in Dübendorf und Kastanienbaum ein direkter Bezug von naturemade star zertifiziertem Strom nicht möglich ist, wird der Umweg über den Einkauf von Zertifikaten beschritten. D.h. anderswo wird in dem Masse wie von uns finanziert Ökostrom zum Preis des Normalstroms eingespeist.
  • Die Eawag deckt ihren Mobilitätsbedarf CO2-neutral. Der CO2-Ausstoss wird nicht nur beim Flugverkehr, sondern beim gesamten Mobilitätsbedarf – ausgenommen ÖV - durch Abgaben und Finanzierung geeigneter Projekte kompensiert.

Die Eawag produziert eigenen Solarstrom. Am 12. Juli 2007 hat die Direktion der Eawag dem weiteren Ausbau der Fotovoltaik zugestimmt. Der Ausbau in Kastanienbaum ist im Herbst 2007 bereits erfolgt. Mit den derzeitigen Anlagen werden 71 MWh Solarstrom für den eigenen Bedarf produziert, davon 65.5 MWh in Dübendorf. In Dübendorf ist eine zusätzliche Anlage auf dem renovierten Bürogebäude vorgesehen und wird Ende 2012 realisiert. In den Jahren 2010 und 2011 wurden rund 2000 MWh Ökostrom naturemade star eingekauft. Das entspricht 100% unseres Stromverbrauchs in Dübendorf abzüglich eigener Produktion. 97.5 % des eingekauften Stroms waren aus den naturemade star zertifizierten Wasserkraftwerken in Thun (AAREwerke), 2.5 % stammten aus einer Windkraftanlage. Per 1. Januar 2011 wechselten wir zu Ökostrom naturemade star der BKW FMB Energie AG, wiederum mit 97.5 % Wasserkraft und 2.5 % Windkraft.
Der Ökostrom naturemade star für Kastanienbaum wird von den Städtischen Werken Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall bezogen (ebenfalls 97.5 % Wasserkraft).

Neben den CO2-Abgaben für Flugreisen (seit 2003) gelten an der Eawag seit den späten 90er Jahren Umweltabgaben für die Autoausleihe bei Dienstfahrten. Diese wurden im 2008 unter dem Aspekt der CO2-Neutralität überdacht und neu formuliert. Im Abschnitt Reisen sind weitere Angaben zu den Kompensationsabgabenzu finden.

Personalrestaurant «aQa»

Im Eawag Forum Chriesbach ist ein modernes, geräumiges und attraktives Personalrestaurant mit biologischem Angebot und saisongerechter ausgewogener Ernährung realisiert. Auf Grund detaillierter Abklärungen und Besichtigungen von Referenzbetrieben wurde die Führung dem DSR (Département Social Romand) übertragen. Das Restaurant aQa ist Goût Mieux zertifiziert. Es gilt die Fischliste des WWF Schweiz. Das Umwelt-Team wirkt beratend mit und unterstützt den Goût Mieux - Betrieb mit Aktionen.

Das Restaurant aQa ist auch öffentlich zugänglich (geöffnet Mo-Fr 08.00 - 15.30 Uhr).

Bauten

Das Umwelt-Team begleitet den Bau- und Betriebsbereich in direkter Zusammenarbeit mit dem Technischen Dienst.

Die Eawag erstellte in Dübendorf gemeinsam mit der Empa das Forum Chriesbach, um ihre bauliche Substanz neuen Bedürfnissen anzupassen. Bereits bei der Formulierung der Projektierungsvorgaben wurden Mitglieder des Umwelt-Teams konsultiert. Aspekte nachhaltiger Entwicklung wurden von allem Anfang an in hoher Priorität eingebracht. Gefordert wurde eine möglichst autarke Energieversorgung basierend auf erneuerbaren Energien, ein beispielhaft sparsamer Umgang mit Wasser (inkl. Urinseparation), die Verwendung umweltverträglicher Materialien und eine natur- und menschenfreundliche Umgebungsgestaltung. Der Neubau wurde im Juli 2006 bezogen und ist seither das Hauptgebäude der Eawag.
Info und Bilder

Ergänzend zur Betriebsoptimierung lief im 2008 ein Projekt zur Energie-Bilanz des Forum Chriesbach, mitfinanziert durch das Bundesamt für Energie BFE. Dieses Projekt wurde am 23. Januar 2009 mit einer öffentlichen Tagung abgeschlossen (Eawag Forum Chriesbach: Vision und Realität). Neben Mitarbeitenden des Umwelt-Teams waren Fachleute der Empa und der 3-Plan Haustechnik AG am Projekt beteiligt.

Im Januar 2008 wurde das mit grosser Eindringungstiefe sanierte und um zwei Geschosse aufgestockte Bürogebäude aus den 60er Jahren wieder in Betrieb genommen. Ein energetisch schlechtes Mietgebäude konnte abgegeben werden.

2009 bis Frühjahr 2010 wurde das Laborgebäude in Dübendorf saniert. 2011 bis 2012 das Laborgebäude in Kastanienbaum. Weil Teile des Labors in Betrieb blieben, waren diese Sanierungen besonders anspruchsvoll.

Ein wichtiges Anliegen ist weiterhin die Umgebungsgestaltung. Die Eawag wurde im Juni 2008 vom Dübendorfer Naturschutzverein für die naturnahe Gestaltung und Pflege des Firmenareals ausgezeichnet.

Derzeit ist zusammen mit Partnern ein Revitalisierungsprojekt für den Chriesbach in Bearbeitung. Ein erster Abschnitt wurde in 2010 realisiert, ein zweiter Ende 2012. Am 4. April 2012 hatte der Regierungsrat des Kantons Zürich die Gelder für die weitere Umsetzung des Projektes bewilligt. Die Hauptarbeiten erfolgen in 2013. Ein Freiluftlabor der Eawag im Bachbereich ist Teil des Projektes.

Reisen

Für einen ökologischeren Personentransport im geschäftlichen wie im privaten werden die Bundesermässigungen durch die Eawag zusätzlich erhöht (finanziert aus den Parkplatzgebühren und den CO2- und Lenkungs-Abgaben für die Autobenutzung). Diese Regelung besteht seit 2002 und entstand auf Initiative des Umwelt-Teams. Insgesamt werden private Generalabonnements mit 1'092 Fr. (2. Klasse) und 1'430 Fr. (1. Klasse) unterstützt. Übereinstimmend mit der allgemeinen Bundesregelung erhalten Mitarbeitende, welche mindestens für 1 Jahr angestellt sind, ein Halbtaxabonnement kostenlos.

Bei Flugreisen beträgt die CO2-Kompensationsabgabe mindestens Fr. 20 maximal Fr. 200.-. Diese Abgabe wird für CO2-sparende Massnahmen an der Eawag eingesetzt (aktuelle Verwendung siehe Abschnitt Velos). Bei aus externen Mitteln finanzierten Flugreisen wird seit 2003 die Stiftung myclimate - the Climate Protection Partnership unterstützt.

Velos

Im 2008 wurde das Veloabstellangebot in Dübendorf quantitativ und qualitativ verbessert. Aus Geldern der CO2-Kompensation wurde eine neue Anlage erstellt. In 2010 und 2011 wurden alle Anlagen nochmals nachgebessert. In 2012 wurde eine neue Anlage in Kastanienbaum gebaut. Beim Witterungsschutz werden vogelfreundliche Lösungen einbezogen.

Das Umwelt-Team hat seit 2003 auf dem Eawag Gelände defekte und verwaiste Velos eingesammelt. Weitere wurden gespendet. 50 sind repariert worden und wieder im Einsatz. 5 Velos stehen für kurzfristige Ausleihen zur Verfügung (d.h. mehrere Stunden) und der Rest kann gegen die Hinterlegung eines Depots bis zu einem Jahr gratis gemietet werden. Interessenten der Eawag können sich bei der Werkstatt (Peter Gäumann) melden. Ein vergleichbares Angebot besteht für die Mitarbeitenden und Gäste in Kastanienbaum.

Die Räumungsaktion für verlassene Velos findet in jedem Jahr statt.

Insbesondere für die Leistungen zur besseren Anbindung an den öffentlichen Verkehr wurde die Eawag 2004 und 2009 durch ProVelo Schweiz ausgezeichnet. Für die Velostation am Bahnhof Stettbach konnte im neuen Bahnhof zusammen mit der Empa im Mai 2010 eine neue Anlage eröffnet werden. Der Investitionsbeitrag an diese Anlage sowie Miete und Unterhalt werden ebenfalls aus den CO2-Abgaben für Flugreisen finanziert. Vermieter ist die Stadt Dübendorf.

Velofreundlicher Betrieb und weitere Angaben zur Veloausleihe

Seit 2006 beteiligten wir uns erfolgreich bei der Aktion 'Bike to work'.

Abfälle

An der Eawag werden die verschiedenen Abfälle getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt. Durch die Aufarbeitung der Abfallfraktionen bei den Recyclingfirmen ist die Wiederverwertung der Rohstoffe nach dem aktuellen technischen Stand gewährleistet.

Ökologische Beschaffungen, Umgang mit Chemikalien

Die Eawag ist Gründungsmitglied der IGÖB Interessengemeinschaft Ökologische Beschaffung Schweiz und ist bestrebt, deren Empfehlungen zu befolgen.

Das Umwelt-Team setzt sich für einen ressourcenschonenden Umgang mit Chemikalien an der Eawag ein.
Über das interne Eawag-Intranet können alle Bestellungen seit der Einführung von VSoft eingesehen werden (Finanzen-> Einkauf & Beschaffungen).

Kommunikation

  • Über aktuelle Projekte wird bedarfsgerecht informiert. Für Mitarbeitende der Eawag sind Informationen über die Aktivitäten des Umwelt-Teams über die Rubriken Aktuelles und die Sitzungsprotokolle über Life@Eawag zugänglich.
  • Jährlich, jeweils im Frühjahr, wird ein kurzer Artikel für den Jahresbericht verfasst. Dieser ist zusammen mit der geöffneten Homepage unser Umweltbericht.


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