Abteilung Umweltchemie

Suspect- und Non-Target-Screening von organischen Spurenstoffen in Schweizer Grundwässern

Quellfassung am Zürichberg, Foto Karin Kiefer, Eawag
Quellfassung am Zürichberg, Foto Karin Kiefer, Eawag

Um ein möglichst umfassendes Bild über die Belastung Schweizer Grundwässer mit polaren organischen Schadstoffen zu erhalten, wird im Rahmen eines Forschungsprojekts die Nationale Grundwasserbeobachtung (NAQUA) des Bundesamtes für Umwelt im Jahr 2017 und 2018 erweitert. Hierzu werden Grundwässer aus Einzugsgebieten mit verschiedener Landnutzung nach Anreicherung mittels der Flüssigchromatographie gekoppelt an die hochauflösende Massenspektrometrie (LC-HRMS) untersucht. Im ersten Teil des Projektes liegt der Schwerpunkt auf einem breiten Target-Screening mit 600 Pestiziden, Pharmaka und weiteren expositionsrelevanten Stoffen. Zusätzlich wird ein Suspect-Screening nach Pestizid-Abbauprodukten durchgeführt. Im zweiten Teil erfolgen ein Suspect-Screening nach Schadstoffen aus urbanen Quellen und ihren Abbauprodukten sowie ein Non-Target-Screening nach unbekannten Belastungen. Hierzu werden sowohl neue analytische Verfahren als auch neue Datenauswertungsmethoden verwendet. Das breit angelegte Screening wird die Auswahl weiterer Stoffe für das Schweizer NAQUA Programm sowie für andere europäische Monitoringprogramme unterstützen.

Quelle, Foto Karin Kiefer Eawag
Quelle, Foto Karin Kiefer Eawag
Pumpbrunnen und Grundwasserschutzzone S1 in Dübendorf, Foto: Karin Kiefer, Eawag
Pumpbrunnen und Grundwasserschutzzone S1 in Dübendorf, Foto: Karin Kiefer, Eawag