Energieforschung an der Eawag

Im Rahmen des strategischen Fokusbereichs «Energie» des ETH-Bereichs erforscht die Eawag die Auswirkungen der Energieproduktion auf die Umwelt, die Akzeptanz erneuerbarer Energien, das Potenzial für Energieeinsparungen und die Energieproduktion aus Abwasser.

Auswirkungen der Energieproduktion auf die Gewässer

Die Nutzung unserer Gewässer durch Wasserkraft oder zum Heizen und Kühlen beeinflusst den Geschiebe- und Feststoffhaushalt sowie die Lebensgemeinschaften in den Gewässern. Eawag-Forschende untersuchen die Auswirkungen der Energieproduktion auf die Umwelt und engagieren sich in der Beratung, zum Beispiel im Bereich der nuklearen Energie und der Gewinnung von Methan aus Seen.

Kontakt

Dr. Martin SchmidTel. +41 58 765 2193E-Mail senden

Wasserkraft

Wie wirkt sich die Verbindung zweier Seen durch ein Pumpspeicherkraftwerk aus?
Wie wirkt sich der Geschiebetrieb auf die Fische, ihre Nahrung und ihren Lebensraum aus? Und wie lässt sich das Geschieberegime in Fliessgewässern wiederherstellen?
Mit der im Sommer 2014 geschaffenen Platform wird der niederschwellige Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Akteuren unterschiedlicher Fachbereiche und Institutionen gefördert.
Fliessgewässer gehören zu den artenreichsten Ökosystemen weltweit. Gleichzeitig sind sie stark unter Druck, z.B. durch Verbauung oder Nutzung der Wasserkraft.

Weitere Projekte mit Beteiligung von Eawag-Forschenden

Künstliches Hochwasser am Spöl Seite auf Englisch

Auswirkungen der Wasserkraft auf Fliessgewässerökosysteme Seite auf Englisch

Nachhaltiges Auenmanagement und Wasserkraft (NFP 70)

Wasser-Agenda 21
Dialogplattform der Schweizer Wasserwirtschaft, die sich unter Anderem mit der Nutzung der Wasserkraft sowie Schwall und Sunk befasst.

African Dams Project (ADAPT) abgeschlossen
Integrales Gewässermanagement im mehrfach gestauten Sambesi-Flusssystem.

Massnahmen zur Gewährleistung eines schonenden Fischabstiegs bei Wasserkraftwerken abgeschlossen

Ökostrom abgeschlossen
Interdisziplinäres Eawag-Projekt, in dem ein Ökolabel für umweltfreundlich gewonnene Elektrizität aus Wasserkraft entwickelt wurde.

Modellierung der Habitatsdynamik in Schwallstrecken abgeschlossen

Heizen und Kühlen

Seen sind grosse Wärmespeicher. Inwiefern kann diese Wärme genutzt werden, um den Verbrauch von Brennstoffen und Elektrizität zum Heizen oder Kühlen zu vermindern?

Methan

Der faszinierende Kivusee und das gelöste Methan in seinem Tiefenwasser könnten eine ganze Forschungsanstalt auf Trab halten. Mit unseren Forschungsprojekten versuchen wir, Grundlagen für eine nachhaltige und sichere Nutzung des Methans zu schaffen.

Nukleare Energie

Gesellschaftliche Auswirkungen der Energiewende

Die Umweltsozialwissenschaften befassen sich vor allem mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Energiewende wie zum Beispiel mit der Akzeptanz der Wasserkraft oder alternativer Energien.

Dieses Projekt untersucht die Präferenzen der Schweizer Bevölkerung für die positiven und negativen Auswirkungen eines Ausbaus der Wasserkraft.
Politikwandel in Richtung alternativer und erneuerbarer Energie
Politische Landschaft rund um die Regulierung von Fracking in Grossbritannien und der Schweiz

Einsparung und Produktion von Energie

Die Rückgewinnung von Nährstoffen, zum Beispiel von Stickstoff und Phosphor aus Urin, spart viel Energie, weil weniger Kunstdünger in energieaufwändigen Verfahren synthetisiert werden muss. Aus Abwasser lassen sich jedoch nicht nur Nährstoffe zurückgewinnen, sondern auch Wärme und andere Energieformen, sodass die Kläranlagen der Zukunft zugleich als Kraftwerke dienen könnten.

Nährstoffrückgewinnung

Nachhaltiges urbanes Wasser- und Abwassermanagement angewandt und umgesetzt im modularen NEST-Gebäude.
In Autarky entwickeln wir kleine Anlagen für die getrennte Behandlung von Urin, Abwasser und Fäkalien direkt in der Toilette.
Indem wir Nährstoffe aus Urin zurückgewinnen, entwickeln wir ein Sanitärsystem, welches wertvollen Dünger produziert

Weitere Projekte mit Beteiligung von Eawag-Forschenden

Energieproduktion und -einsparung

Nachhaltiges urbanes Wasser- und Abwassermanagement angewandt und umgesetzt im modularen NEST-Gebäude.