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Gegen Bewuchs von wasserexponierten Oberflächen schützt eine Antifouling-Behandlung. Foto: Limnomar, CC-BY-SA 4.0

Chili für saubere Schiffrümpfe

27. September 2017,

Um Schiffrümpfe und andere wasserexponierte Flächen vor Bewuchs mit Algen, Muscheln oder Krebstieren freizuhalten, werden sie mit sogenannten Antifoulings imprägniert. Solche Biozide schützen aber nicht nur die Oberflächen, sondern werden oft auch in die Umwelt ausgewaschen und können andere Lebewesen schädigen. Deshalb ist die Industrie bestrebt, umweltverträglichere Produkte zu entwickeln. Forschende der Eawag haben nun die toxischen Wirkungen drei neuer Substanzen auf Nichtzielorganismen (Grünalgen, Wasserflöhe und Zebrafische) untersucht: Tralopyril, Triphenylboranpyridin und Capsaicin. Während die beiden ersten Stoffe toxische Reaktionen hervorriefen, blieben solche bei Capsaicin aus. Eine Risikoabschätzung, welche die Umwelttoxikologen für einen hypothetischen Bootshafen durchgeführt haben, bestätigte die Umweltverträglichkeit des Wirkstoffs, der aus Chilischoten gewonnen wird. Da Tralopyril sehr rasch abgebaut wird, eignet sich aber auch dieser Stoff für aquatische Anwendungen.

Erstellt von Andres Jordi