News

Foto: Universität Zürich

Fernerkundung: Gemeinsame Assistenzprofessur mit der Universität Zürich

11. Juli 2017,

Alexander Damm wurde von der Universität Zürich per 1. August 2017 zum Assistenzprofessor mit «Tenure Track» für Fernerkundung von Wassersystemen ernannt. Mit der gemeinsam zwischen Universität Zürich und Eawag eingerichteten Assistenzprofessur möchte die Eawag ihre Kompetenz und ihr Wissen im Bereich Fernerkundung erweitern. An der Eawag-Direktionssitzung vom 7. Juli wurde zudem eine assoziierte Gruppenleiterstelle für Fernerkundung von aquatischen Systemen in der Abteilung Oberflächengewässer bewilligt. 

Alexander Damm ist seit 2008 am Geographischen Institut der Universität Zürich tätig, aktuell als Oberassistent und Gruppenleiter. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der Entwicklung spektroskopischer Ansätze für Ökosystem- und Umweltanalysen. Er ist unter anderem an einem grossen Projekt der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) beteiligt, in dem die zukünftige Satellitenmission «Fluorescence Explorer» (FLEX) zur globalen Bestimmung der Pflanzenphotosynthese entwickelt wird. Die Messungen der FLEX-Mission werden wesentliche Fortschritte in der Ökosystemforschung erlauben und aktuelles Wissen über den Stoff- und Energieaustausch zwischen dem Boden, der Vegetation und der Atmosphäre vertiefen.

In seiner neuen Position wird Alexander Damm weiterhin an der Universität Zürich forschen und lehren. Zusätzlich wird er Doktorierende und Mitarbeiter der Eawag im Bereich Fernerkundung mitbetreuen und sich mit seiner Erfahrung in die Forschung an der Eawag einbringen. Dazu wird ihm ein Arbeitsplatz an der Eawag in Dübendorf zur Verfügung stehen.

Kompetenz ausbauen

«Ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen in dieser interdisziplinären Konstellation», sagt Alexander Damm und fügt an: «Ich sehe grosses Potenzial für die Zusammenarbeit. Die thematischen Überlappungen sind vielfältig.» So ermöglichen die von ihm mitentwickelten Fernerkundungstechniken die Rolle der Vegetation im Wasserkreislauf besser zu verstehen oder neue Ansätze zur Messung von Oberflächenwasserqualität zu etablieren. Mit dieser gemeinsamen Assistenzprofessur profitieren die Eawag und die Universität Zürich gleichermassen und können ihre Kompetenz im Bereich der Fernerkundung von Wassersystemen weiter ausbauen.

Erstellt von Stephanie Engeli