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In Kunststoffrohren, die viel Kohlenstoffverbindungen ins Wasser abgeben, vermehren sich Bakterien selbst bei regelmässigen Spülungen stark. (Foto: Vario Images)

Leitungen sorgfältig installieren für gutes Hahnenwasser

23. Oktober 2017,

Bakterien sind ein unvermeidbarer, ja sogar wichtiger Bestandteil des Trinkwassers. Trotzdem kann es zu Hygieneproblemen kommen, etwa wenn sich Krankheitserreger in Gebäudeinstallationen einnisten. Verschiedene Massnahmen minimieren dieses Risiko jedoch, wie ein von der Kommission für Technologie und Innovation des Bundes mitfinanziertes Projekt der Eawag und der Hochschule Luzern zeigt. Die Prävention beginnt beim Leitungsmaterial: Die Forscher haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem sich einfach und schnell untersuchen lässt, wie viele Kohlenstoffverbindungen sich aus einem Material herauslösen und wie viele Bakterien sich an dessen Oberfläche oder im Wasser ansiedeln. Vor allem Schläuche aus weichen Kunststoffen und Elastomeren weisen ein unerwünscht hohes Migrations- und Aufwuchspotenzial auf. Hygienefilter und eine sofortige Spülung mit sauberem Trinkwasser reduzieren das Risiko für mikrobielle Kontaminationen bei der Erstbefüllung neuer Leitungssysteme weiter. Schliesslich verhindern regelmässige Spülungen insbesondere zwischen Inbetriebnahme und regulärem Betrieb, aber auch danach, lange Stagnationszeiten und damit eine Verschlechterung der Wasserqualität. 

Publikation

Kötzsch S., Rölli F., Hammes F.: Trinkwasserqualität in Gebäuden – Synthesebericht: KTI-Projekt «Materialien in Kontakt mit Trinkwasser».

Erstellt von Andres Jordi