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Resistente Bakterien wachsen auch auf einem Nährmedium, das mit Antibiotika behandelt ist.  (Foto: Helmut Bürgmann, Eawag)

Wenig Antibiotikaresistenzen im Trinkwasser

18. Oktober 2017,

Das Schweizer Trinkwasser ist im Vergleich mit anderen Lebensmitteln wenig mit antibiotikaresistenten Bakterien oder Resistenzgenen belastet. Das zeigt eine Übersichtsstudie, die Eawag-Forschende im Auftrag des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches (SVGW) und von Trinkwasserunternehmen in acht Trinkwassersystemen durchgeführt haben. Während die Wissenschaftler in den Rohwasserproben gegen alle getesteten Antibiotika resistente Bakterien nachweisen konnten, waren diese im aufbereiteten Trinkwasser deutlich reduziert oder nicht mehr detektierbar. Auch die analysierten Resistenzgene blieben oft unterhalb der Nachweisgrenze. Obwohl die Forschenden nicht gänzlich ausschliessen können, dass sich im Schweizer Trinkwasser Resistenzen entwickeln und weiter verbreiten, erachten sie die Übertragungsraten von Resistenzgenen auf pathogene oder menschliche Darmbakterien als gering.

Erstellt von Andres Jordi