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Richard Vollenweider und Heinrich Wolff im Labor um 1950

100 Jahre Forschung im Dienste von Seen und Flüssen

9. Juni 2016,

Das «Hydrobiologische Laboratorium Kastanienbaum», heute Teil des Wasserforschungsinstituts Eawag, feiert sein 100jähriges Bestehen heute mit einem Festakt für geladene Gäste und am Wochenende vom 18./19. Juni mit Tagen der offenen Tür für die Bevölkerung.

Das Labor wurde am 18. Juni 1916 von der Naturforschenden Gesellschaft Luzern eröffnet, lange bevor in Luzern über eine Universität geredet wurde. Die in Kastanienbaum gemachte hydrobiologische Forschung trug viel zum Verständnis der Gewässer, ihrer Verschmutzung und getroffenen Gegenmassnahmen bei, insbesondere auch dank der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. So sind seit den Anfängen immer wieder Kantonschemiker, Wasser- und Gewässerfachleute aus kantonalen Verwaltungen oder Fischereiexpertinnen und Experten zu Besuch am Institut oder nutzen dessen moderne Infrastruktur für eigene, angewandte Forschungsprojekte. Zahlreiche Mittelschulklassen haben hier ihre Biologie-Fachwochen verbracht und lange wurden Biologielehrerinnen und -lehrer hier in Kursen weitergebildet. Heute wird Fachwissen in Praxiskursen, öffentlichen Vorträgen und «Summerschools» geteilt. Aus dem kleinen, fast ausschliesslich ehrenamtlich betriebenen Labor ist das Kompetenzzentrum für Ökologie, Evolution und Biogeochemie geworden, an welchem rund 100 Forschende aus aller Welt arbeiten.

Viel mehr Information über die Geschichte des «Seenlabors», Beispiele von Forschungsprojekten und auch heitere Hintergrundgeschichten, finden Sie in der Jubiläumsbroschüre (in d, e, f).

Heute feiern die Eawag und die Naturforschende Gesellschaft Luzern das Jubiläum in Kastanienbaum mit rund 120 geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis, darunter die Innerschweizer Regierungsräte Paul Federer und Ueli Amstad oder Vizedirektorin Karine Siegwart vom Bundesamt für Umwelt. Am Wochenende vom 18./19. Juni (je von 12-17 Uhr) sind alle Interessierten eingeladen zu den Tagen der offenen Tür. An 15 Infopunkten – darunter ein Forschungsfloss auf dem See mit Shutteldienst durch Pontoniere – können Sie die Geheimnisse des Wassers selbst entdecken, mit Forschenden ins Gespräch kommen, Laboratorien und Aquarien besichtigen und Einblick in frühere und aktuelle Projekte nehmen. Verpflegungsmöglichkeiten. Der Anlass ist auch geeignet für Familien mit Kindern.

Gerne stellen wir Ihnen Bildmaterial (auch historische Bilder) zur Verfügung oder vermitteln Ihnen Interviewpartner. Zudem gibt es für Medienschaffende die Möglichkeit, morgen Freitag, 10. Juni, eine der Schulklassen zu begleiten, die anlässlich des Jubiläums das Institut besuchen.

Medienbilder

Erstellt von Andri Bryner