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NEST-Projektvisualisierung: Das Gebäude wird sein Aussehen immer wieder verändern (© Empa)

Aufrichte NEST: Der Rohbau für das Haus der Zukunft steht

11. September 2015,

In Dübendorf entsteht derzeit auf dem Areal der beiden Forschungsinstitute Empa und Eawag ein innovatives Gebäude namens NEST. Dieses ist so konzipiert, dass man ganze Wohneinheiten austauschen kann. Ab Frühling 2016 werden hier internationale Forscherteams gemeinsam mit der Baubranche neue Ideen für Wohn- und Arbeitsräume testen. Am 11. September fand in Anwesenheit der Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker-Späh die Aufrichtefeier statt.

Das NEST ist ein modulares Gebäude mit festem Kern und austauschbaren Wohn- und Arbeitsbereichen. Hier werden künftig neue Wohn- und Arbeitsformen erprobt, innovative Baumaterialien getestet und Energiesysteme geprüft. Als akademische Partnerinstitutionen sind neben der Empa und der Eawag die ETH Zürich, die EPF Lausanne und die Hochschule Luzern beteiligt.

Unter der Leitung der Eawag werden im NEST Konzepte getestet, die eine Mehrfachnutzung von Wasser und Abwasser ermöglichen. Das Forschungsgebäude soll auch dazu beitragen, vielversprechende Lösungen zur Reduktion des Wasserverbrauchs und zur Nutzung der Stoffe im Abwasser weiterzuentwickeln.

«Next Evolution in Sustainable Building Technologies»

NEST steht für «Next Evolution in Sustainable Building Technologies». Dank diesem Gebäude kommen Innovation am Bau in Zukunft schneller und ausgereifter auf den Markt. NEST dient nicht nur als Labor, sondern wird real als Wohnhaus und Büro-/Konferenzgebäude genutzt – alle Module werden von echten Nutzern evaluiert. Auch der Energie- und Wasserbedarf kann bei jedem Raummodul einzeln erfasst und ausgewertet werden. Nach dem Ende eines Forschungsprojekts wird die jeweilige Wohneinheit aus dem Haus entfernt und durch ein neues ersetzt.

Mit der Erstellung des Rohbaus wurde nun ein wichtiges Etappenziel pünktlich erreicht. Der Betrieb startet im Frühling 2016.

Erstellt von Mirella Wepf