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Die beiden Eawag-Forscherinnen Maryna Peter (mitte) und Regula Meierhofer (rechts) mit der prix.eco Auszeichnung. (Foto: eco.ch)

Eawag-Projekt «Gravit’eau» mit prix eco.ch ausgezeichnet

Das Schweizer Nachhaltigkeitsforum eco.ch hat am 31. März 2017 im Theater Basel vor rund 500 Gästen das Projekt «Gravit’eau» der Eawag und der Hochschule für Life Sciences FHNW mit dem Hauptpreis des prix eco.ch 2017 ausgezeichnet. 

Der aus Verbänden, Institutionen und Behörden aus dem Bereich Nachhaltigkeit zusammengesetzte Verein eco.ch belohnte mit dem prix eco.ch zum achten Mal das Engagement von Einzelpersonen und Organisationen, die sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft einsetzen. Dieses Jahr überzeugte das Projekt Gravit’eau der Eawag und FHNW – vorgestellt von Maryna Peter der Abteilung Siedlungshygiene und Wasser für Entwicklung in einer dreiminütigen Pitch-Präsentation – die Fachjury und gewann den Hauptpreis für herausragende Leistungen und den Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Hauptpreis für autarke Wasserkioske der Eawag

Die autarken Wasserkioske von Gravit‘eau in Uganda für Schulen, Dörfer oder Gesundheitszentren reinigen Wasser mit schwerkraftgetriebener Membranfiltration. Der Betrieb braucht sehr wenig Unterhalt, ist einfach, günstig und robust. Mit der Technologie können Bakterien, Viren und Protozoen aus trübem Wasser entfernt werden. Damit eignet sich der Kioskbetrieb insbesondere für abgelegene ländliche Gebiete in Entwicklungsländern oder in städtischen Slums. Das Projekt ist nicht nur wegen der eingesetzten Technik nachhaltig, sondern auch weil es lokal verankert ist und ein ganzes Businessmodell dahinter steckt. Gravit’eau ist ein gemeinsames Projekt der Eawag und der Hochschule für Life Sciences FHNW.

Der Schweizer Nachhaltigkeitspreis prix eco.ch ist mit 15’000 Franken projektbezogener Förderung von Swiss Bluetec Bridge und der Teilnahme am cewas Start-Up Programm im Wert von 5’000 Franken dotiert.

Erstellt von Stephanie Engeli