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Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel bezeichnet, die einen Durchmesser von weniger als fünf Millimeter haben. (Foto: Jonas Martin, Geomar)

Infoblatt zu Mikroplastik in der Umwelt

2. September 2015,

Mikroplastik lässt sich in Ozeanen, Seen und Flüssen überall auf der Welt nachweisen. So treiben in den Meeren schätzungsweise über 21'000 Tonnen dieser weniger als fünf Millimeter grossen Kunststoffpartikel. Die meisten bauen sich nur sehr langsam ab. Sie werden von vielen Wasserlebewesen aufgenommen und können sich entlang der Nahrungskette anreichern. Über die ökotoxikologischen Wirkungen von Mikroplastik weiss man noch sehr wenig. Laboruntersuchungen haben aber gezeigt, dass eine Aufnahme die Filteraktivität von Muscheln verringert, Zooplankton weniger frisst und Ruderfusskrebse vermehrt sterben und sich weniger fortpflanzen. Das Infoblatt «Mikroplastik in der Umwelt» des Ökotoxzentrums Eawag/EPFL fasst das gegenwärtige Wissen zusammen. Es gibt Auskunft, wo Mikroplastik überall vorkommt, von woher die Teilchen in die Gewässer gelangen, wie man sie nachweist, wie sie sich abbauen und wie sie auf Wasserlebewesen wirken.

Erstellt von Andres Jordi