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Tiefe Seen wie der Bodensee eignen sich in der Schweiz für eine nachhaltige Energienutzung (Foto: plainpicture/Westend61/Holger Spiering)

Thermische Nutzung der Schweizer Gewässer ist sinnvoll

16. März 2017,

Die Schweizer Gewässer enthalten riesige Mengen an Wärmeenergie, die zum Heizen oder Kühlen genutzt werden könnten. Basierend auf zahlreichen Studien haben Wissenschaftler der Eawag die ökologischen Auswirkungen einer solchen Nutzung abgeschätzt. Demnach beeinträchtigt im Allgemeinen eine geringe Abkühlung eines Gewässers durch einen Heizbetrieb im Winter die Ökosysteme nicht. Die Erwärmung infolge eines Kühlbetriebs im Sommer kann dagegen für temperatursensitive Arten wie die Forelle in einzelnen Gewässern problematisch sein. Denn diese Arten leiden mancherorts bereits heute unter den Folgen des Klimawandels. Eine zusätzliche Erwärmung könnte ihre Konkurrenzfähigkeit weiter vermindern. Berücksichtige man bei der Planung aber die ökologischen Vorgaben, so die Forscher, sei bei tiefen Seen und grossen Flüssen eine nachhaltige Wärmenutzung möglich und sinnvoll.

In der Schweiz sind bereits einige Anlagen zum Wärmen oder Kühlen mit Seewasser in Betrieb und weitere geplant
(Grafik: Swisstopo/Eawag)


Zu diesem Thema bietet die Eawag am 8. November 2017 einen Praxisorientierten Eawag Kurs (PEAK) an:
PEAK V44/17 - Heizen und Kühlen mit Seen und Flüssen
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Erstellt von Andres Jordi