Programm
9.30 – 9.35
Begrüssung
9.35 – 9.50
Wasserreichtum im Visier.
Das Wasser der Alpen steht für Natur, Landschaft, weisse Kohle und Ressource für die Unterlieger. Existenzielle Bedürfnisse und Interessenkonflikte prägen den Umgang damit. Die Wissenschaft beteiligt sich aktiv an der Wegfindung.
Ulrich Bundi
9.50 –10.15
Schützt die Alpenkonvention das Wasserschloss Alpen?
Zahlen belegen es: Der Schutz alpiner Gewässer ist ungenügend. Gefordert wird das dringend benötigte Wasserprotokoll, das die nachhaltige, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Sicherung der Gewässer gewährleistet.
Mario Broggi, Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
10.15 –10.40
Pause
10.40 –11.05
Alpine Fliessgewässer: vielfältige und empfindliche Ökosysteme.
Plätschernde Quellbäche und tosende Gletscherflüsse. Alpine Fliessgewässer umfassen unterschiedlichste Lebensräume und bilden sensible Ökosysteme. Durch anthropogene Eingriffe und Klimaerwärmung geraten sie zunehmend unter Druck.
Mäggi Hieber
11.05 –11.30
Alpine Fliessgewässer – Evolution in Aktion.
Der Begriff Biodiversität beschreibt unter anderem Artenvielfalt und genetische Variabilität. Beeinflussen Barrieren, wie natürliche und künstliche Seen die Biodiversität alpiner Fliessgewässer? Ist die genetische Analyse ein praxistaugliches Instrument für die Beurteilung der Biodiversität?
Michael Monaghan
11.30 –11.55
Alpine Seen: Extrem-Ökosysteme und Indikatoren.
Alpine Seen liegen ausserhalb des direkten menschlichen Einflusses und sind extremen Bedingungen ausgesetzt. Deshalb eignen sie sich als Indikatoren für globale Veränderungen wie zum Beispiel die Deposition von Säuren, Metallen und organischen Verunreinigungen. Wie reagieren alpine Seen und ihre Bewohner auf diese Einträge?
Roland Psenner, Universität Innsbruck
11.55 –12.20
Diskussion
12.20 –13.45
Buffet
13.45 –14.10
Archive in der Tiefe von Hochgebirgsseen.
Wissen wir, was in den Alpen passiert? Sedimente von Bergseen speichern Informationen zu Klima und Umwelt. Sie erlauben es, anthropogene Einflüsse auf die sensiblen alpinen Regionen vor dem Hintergrund natürlicher Prozesse zu beurteilen.
Michael Sturm
14.10 –14.35
Alpine Wasserkraftwerke und ihre «Fernwirkung» auf talwärts liegende Gewässer.
Alpine Wasserkraftwerke beeinflussen neben den lokalen Gewässern teilweise auch weit entfernte, unterliegende Flüsse und Seen. Diese Effekte können offensichtlich oder kaum wahrnehmbar und sehr subtil sein.
Alfred Wüest
14.35 –15.00
Pause
15.00 –15.25
Dritte Rhonekorrektion: Schliessen sich Revitalisierung und Kraftwerksbetrieb gegenseitig aus?
Die hydroelektrische Nutzung führt zu starken Schwankungen des Wasserspiegels und bedroht ufernahe Ökosysteme am Unterlauf der Rhone. Mit der Korrektion wird dem Fluss wieder mehr Raum gegeben. Wie aber reagiert der Grundwasserleiter auf die geplanten Massnahmen?
Markus Fette
15.25 –15.50
Auswirkungen der Klimaveränderung auf alpine Gewässersysteme.
Die Klimaveränderung greift direkt in den alpinen Wasserhaushalt ein. Temperaturerhöhung und Veränderungen im Niederschlagsgeschehen beeinflussen die Dynamik und Eigenschaften von Fliessgewässern. Sind auch Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft im Alpenraum zu erwarten?
Bruno Schädler, Bundesamt für Wasser und Geologie
15.50 –16.15
Diskussion
16.15 –16.30 Fazit
Bernhard Wehrli

