Infotag 2003
Siedlungsentwässerung im Wandel
Mittwoch, 17.
September 2003
09.30 –16.30, ETH
Zürich, Auditorium Maximum
Tagung
Medieninformation
- Medienmitteilung [pdf]
Zusammenfassung
Siedlungsentwässerung im Wandel
Die Siedlungswasserwirtschaft verbesserte in den letzten 150
Jahren die hygienischen Bedingungen und den Wohnkomfort in
den Städten massgebend. Weiter diente sie dem Schutz
der Siedlungsinfrastruktur und der Gewässer. Mit geschätzten
18 Milliarden Tonnenkilometern Abwassertransport und rund
100 Milliarden Franken Wiederbeschaffungswert ist sie eines
der leistungsfähigsten aber kostenintensivsten Transportunternehmen
der Schweiz. In den 979 Kläranlagen werden zwei Milliarden
Kubikmeter Abwasser gereinigt und dabei müssen mehr als
200 000 Tonnen Klärschlamm und 4000 Tonnen Phosphor pro
Jahr entsorgt werden.
Durch den Eintrag von organischen Spurenstoffen und Schwermetallen
via Urin, Fäkalien, Waschwasser und Industrieabwässer
und die nachträgliche Verdünnung mit Spül-,
Sicker- und Meteorwasser steht die Abwasser- und Schlammentsorgung
vor neuen Herausforderungen.
Gleichzeitig werden die weltweiten Süsswasser- und Phosphorreserven
immer knapper. Somit muss das heutige System hinterfragt,
verbessert und optimal betrieben werden. Durch die hohe Lebenserwartung
der vorhandenen Infrastruktur sind Änderungen aber nur
über mehrere Generationen möglich. Als Basis für
notwendige politische Umsetzungen werden im Rahmen der Tagung
aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung vorgestellt und diskutiert.

