Eawag
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Eawag - Aquatic Research
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Programm

Programm

9.30–9.35
Begrüssung

9.35–10.00
Agrochemikalien – wie gefährlich sind sie für die Gewässer?

Die Landwirtschaft setzt grosse Mengen an Produktionshilfsstoffen ein. Auf welchem Weg gelangen diese in die Gewässer, was bewirken sie dort und wie stark ist die Gewässerbelastung?
Christian Stamm, EAWAG

10.00–10.25
Agrarpolitik und Gewässerschutz.

Der Auftrag der Gesellschaft an die Bäuerinnen und Bauern wurde neu definiert. Gefragt sind qualitativ hoch stehende Agrarprodukte, deren Herstellung effizient ist und die Umwelt schont. Wie stark hängt der
Gewässerschutz von der Agrarpolitik ab? Vor dem Hintergrund der europäische und internationalen Entwicklung wird die Zielsetzung der bisherigen und zukünftigen Schweizer Agrarpolitik bezüglich des Gewässerschutzes beleuchtet.
Conrad Widmer, Bundesamt für Landwirtschaft

10.25–10.50
Pause

10.50–11.15
Pestizideintrag ins Gewässer – Forschung trifft Politik.
Pestizide werden in Schweizer Oberflächengewässern in erheblichen Mengen nachgewiesen – dies seit Jahrzehnten. Die seit 1994 eingeführten Direktzahlungen an die Landwirte sind an ökologische Leistungen
gebunden. Eine in der Region Greifensee durchgeführte Stoffflussanalyse untersucht, ob und warum sich die Herbizidfrachten in den letzten 10 Jahren verändert haben. Diese Analyse hilft, zukünftige Massnahmen
besser planen zu können.
Heinz Singer, EAWAG

11.15–11.40
Welches Risiko stellen Pestizide für die Gewässer dar?

Pestizidrückstände sind in Oberflächengewässern nicht erwünscht. Basierend auf dem pauschalen Grenzwert von 0,1 µg/l geht die Gewässerschutzverordnung bis heute wenig differenziert mit den unterschiedlichen Effekten der über 450 zugelassenen Wirkstoffe um. Kann ein effektbasiertes
Risikoklassensystem Abhilfe schaffen?
Nathalie Chèvre, EAWAG

11.40–11.55
Diskussion

11.55–13.45
Buffet

13.45–14.10
Verunreinigtes Trinkwasser aus Landwirtschaftszonen?

Gülle oder Fäkalien können Trinkwasser aus Landwirtschaftszonen verunreinigen. Amtliche Kontrollen beschränken sich auf E. coli, Enterokokken und die Gesamtkeimzahl. Pathogene Keime wie zum Beispiel Kryptosporidien bleiben unerkannt. Vorgestellt werden Ergebnisse einer Studie, bei der Trinkwasser unter anderem auch auf Kryptosporidien untersucht wurde. Wie hoch ist das Gesundheitsrisiko, und welche Schutzmassnahmen werden angestrebt?
Hans Peter Füchslin, EAWAG

14.10–14.35
Einsatz von Antibiotika und die Folgen.

Antibiotika sind in der Nutztierhaltung nicht mehr wegzudenken. Doch ihr Einsatz zeigt Folgen, insbesondere die Ausbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien. Wo liegen die Probleme der modernen Tierhaltung? Wie funktioniert der Stofffluss in der Umwelt? Wie gross ist das Risiko der Resistenzbildung?
Krispin Stoob, EAWAG

14.35–15.00
Pause

15.00–15.25
Förderung einer standortangepassten Landnutzung.
Veränderte Ansprüche an die Kultur- und Naturlandschaft führen zu Nutzungskonflikten zwischen landwirtschaftlicher Produktion und dem Bedürfnis nach Arbeits- und Freizeitraum sowie dem Anliegen nach
Umweltschutz. Mit Hilfe eines agrarökonomischen Modells, welches ökologisch relevante Grössen berücksichtigt, werden Politikmassnahmen auf ihre Auswirkungen auf den Gewässerschutz hin untersucht.
Christian Flury, Institut für Agrarwirtschaft, ETH Zürich

15.25–15.50
Nationale Strategie zur Stickstoffreduktion.

Stickstoffverbindungen wirken sich schädlich auf die Umwelt aus. Fast 50% der N-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft. Wurden die in der «Strategie zur Reduktion von N-Emissionen» postulierten Ziele
erreicht? Welche künftigen Massnahmen sind vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen sinnvoll?
Werner Hediger, Institut für Agrarwirtschaft, ETH Zürich

15.50–16.15
Diskussion

16.15–16.30
Fazit
Andreas Zehnder, Landwirtschaftsamt Kt. SH
Jürg Hertz, Amt für Umwelt Kt. TG
Ulrich Bundi, EAWAG