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Eawag - Aquatic Research
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Programm Infotag 2008

Programm Infotag 2008

09.30 - 09.35
  Begrüssung
Prof. Janet Hering, Direktorin Eawag
     
09.35 - 10.10
  Gutes Trinkwasser – eine Selbstverständlichkeit?
Sauberes Trinkwasser wird hierzulande meist als selbstverständlich angesehen. Aber auch in der Schweiz kommen immer neue Herausforderungen wie die Alterung der Infrastruktur und der Klimawandel auf die Wasserversorger zu. Viel kritischer und weit entfernt vom Ideal des «sauberen Trinkwassers für alle» ist allerdings die Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern. Der Infotag zeigt anhand von Beispielen auf, wie die Eawag-Forschung zur langfristigen Sicherung der Trinkwasserqualität in der Schweiz und weltweit beiträgt.
Prof. Urs von Gunten, Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser
     
10.10 - 10.35
  Wasserressourcen im Griff des Klimawandels
Das Thema Klimawandel wird derzeit breit diskutiert. Weniger bekannt, aber klar belegbar ist, dass auch Wasserressourcen − Oberflächengewässer und Grundwasser − auf die klimatischen Veränderungen reagieren. Doch noch sind viele Fragen offen. Muss man in wärmerem Wasser beispielsweise mit einer stärkeren Vermehrung toxischer Blaualgen und pathogener Mikroorganismen rechnen? Und wie wirkt sich das veränderte Abflussregime von Flüssen auf die Qualität des Grundwassers aus? Dringende Themen, die die Eawag vermehrt angehen will.
Prof. Rolf Kipfer, Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser
     
10.35 - 11.00
  Pause
     
11.00 - 11.25
  Flussrevitalisierungen und Grundwasserschutz − ein Paradox?
40 % des Schweizer Trinkwassers wird aus Grundwasser gewonnen. Viele der genutzten Grundwasserkörper liegen in Flusstälern und aus Gründen der Ergiebigkeit hat man die jeweiligen Pumpwerke relativ dicht daneben erstellt. Durch Aufweitung vormals verbauter Fliessgewässer rücken die Flüsse heute sogar noch näher an die Grundwasserfassungen,
so dass die gesetzlich vorgeschriebene minimale Fliesszeit des Wassers zur Fassung möglicherweise nicht eingehalten werden kann. An der revitalisierten Thur untersucht die Eawag die Situation im Detail.
PD Dr. Olaf Cirpka, Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser
     
11.25 - 11.50
  Geogene Verunreinigungen
Weltweit sind Millionen Menschen von Trinkwasser abhängig, das geogen − insbesondere mit Arsen und Fluorid − verunreinigt ist. Ein Problem, das vor allem in Entwicklungsländern bewusst gemacht werden muss. Zu diesem Zweck erstellte die Eawag im Rahmen des Projekts WRQ, «Water Resource Quality», globale und regionale Karten, die die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten arsen- und fluoridverunreinigter Grundwässer aufzeigen. Darüber hinaus werden einfache und kostengünstige Aufbereitungsmethoden entwickelt und getestet.
Dr. Annette Johnson, Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser
     
11.50 - 12.15
  Diskussion
Leitung Dr. Michael Berg
     
12.15 - 13.25
  Stehlunch
     
13.25 - 13.50
  Neue Methode zur Beurteilung der Trinkwasserhygiene
Ob Trinkwasser hygienisch einwandfrei ist, wird heute − wie schon vor 100 Jahren − durch das Aufwachsen von Bakterien zu sichtbaren Kolonien überprüft. Die Ergebnisse dieses Verfahrens stehen jedoch erst nach 1– 3 Tagen fest. Eine an der Eawag entwickelte Technik, die wesentlich schneller und zuverlässiger ist, beruht auf dem Prinzip der Durchflusszytometrie. Sie erlaubt es, sowohl alle in einer Wasserprobe enthaltenen Bakterienzellen zu zählen, als auch pathogene Mikroorganismen zu identifizieren.
Prof. Thomas Egli, Abteilung Umweltmikrobiologie
     
13.50 - 14.15
  Organische Spurenstoffe eliminieren
Die moderne Analytik deckt immer neue organische Spurenstoffe im Trinkwasser auf. Meist stammen sie aus anthropogenen Quellen, entstehen jedoch auch, wie etwa Geschmacks- und Geruchssubstanzen, durch natürliche Prozesse. Daher kann es nötig werden, das Trinkwasser
mehr oder weniger umfangreich aufzubereiten. Die dabei eingesetzten Methoden reichen von der chemischen Oxidation über die Adsorption an Aktivkohle bis hin zur Membranfiltration.
Dr. Andreas Peter (Mitbegründer des Eawag-Spin-Offs Aquality)
     
14.15 - 14.40

Pause
     
14.40 - 15.05
  Trinkwasseraufbereitung der Zukunft
Ein Grossteil der Wasserversorgungsanlagen, die Mitte des 20. Jahrhunderts gebaut wurden, muss erneuert werden. Im Eawag-Querprojekt Wave 21 ging es um die Erarbeitung neuer Konzepte der Trinkwasseraufbereitung. Grundidee war, je nach Rohwasserqualität geeignete Behandlungsmethoden
einzusetzen. Verschiedene Aufbereitungsverfahren und -verfahrenskombinationen wurden im Labor- und Pilotmassstab getestet, wobei die vorgängige Analyse der Wasserbeschaffenheit stark zur Optimierung der Trinkwasseraufbereitung beitrug.
Dr. Wouter Pronk, Abteilung Siedlungswasserwirtschaft
     
15.05 - 15.30
  Zusammenspiel von Forschung und Praxis – ein Erfolgsgeschichte?
Seit Jahren arbeitet die Wasserversorgung Zürich (WVZ) mit der Eawag zusammen; diese Kooperation hat sich im Rahmen des Eawag-Querprojekts Wave 21 noch intensiviert. Die an der Eawag entwickelten Konzepte und Methoden werden gemeinsam mit der Praxis getestet und bei Erfolg routinemässig eingesetzt. So steht z. B. im Zürcher Seewasserwerk Lengg eine gut ausgebaute Pilotanlage inklusive Membranstufe, die von der WVZ und der Anlagebaufirma Wabag gemeinsam betrieben wird und von der Eawag für Forschungszwecke genutzt werden kann.
Dr. Erich Mück, Wasserversorgung Zürich (WVZ)
     
15.30 - 16.00
  Diskussion
Leitung Dr. Martina Bauchrowitz