Mehr Sicherheit für Trinkwasserqualität
20. Mai 2005
Dank einer neuen, bereits patentgeschützten Methode lässt sich der für Bakterien verfügbare organische Kohlenstoff (assimilable organic carbon, AOC) im Wasser schneller, günstiger und zuverlässiger bestimmen als bisher. Denn in den allermeisten Fällen entscheidet die Konzentration an AOC darüber, ob eine Wasserprobe auch noch nach tagelangem Aufenthalt in Reservoiren und im Leitungsnetz geniessbar beim Konsumenten ankommt. Je höher der AOC-Gehalt, umso rascher können mikrobielle Verunreinigungen wachsen. Das Wasser verkeimt und erfüllt die qualitativen Anforderungen an ein Lebensmittel nicht mehr oder die bakterienbedingte Schleimbildung verursacht Probleme in Leitungen, Geräten und Prozessen. Trotzdem wird die AOC-Analyse vernachlässigt da die bisher dazu eingesetzte Methode langwierig und arbeitsaufwändig ist und ihre Resultate erst noch nur beschränkte Aussagekraft für komplex zusammengesetzte Wässer aus natürlichen Quellen haben.
Medienmitteilung [pdf]
Fachartikel im ES&T [pdf]
Eawag-Mikrobiologe Frederik Hammes am Durchfluss-Zytometer

