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Brandschutz hinterlässt Spuren

Brandschutz hinterlässt Spuren

25. Juli 2005

In Zusammenarbeit mit der Empa und dem Nationalfonds hat die Eawag nachgewiesen, dass der Eintrag von kaum abbaubaren, bromierten Flammschutzmitteln in den Greifensee stark zugenommen hat. Die Substanzen werden seit den achtziger Jahren Kunststoffen und Textilien beigegeben. Polstermöbel, Baumaterialien oder Elektronikgeräte werden so sicherer gemacht. Manche der Substanzen sind aber sehr langlebig und werden über weite Distanzen verfrachtet. So sind abgelegene Bergseen ähnlich stark belastet wie die Gewässer des Mittellandes. In einem Sedimentkern des zürcherischen Greifensees haben Empa- und Eawag-Forschende nun eine rasante Konzentrationszunahme von drei verschiedenen Flammschutzmitteln festgestellt. Zwei der Verbindungen stehen in Verdacht, hormonaktive Wirkungen zu haben, und Messungen aus den USA weisen nach, dass sich die Stoffe in der Nahrungskette anreichern können. Über welche Prozesse die bromierten Flammschutzmittel genau in die Umwelt gelangen, ist noch unklar. Weitere Untersuchungen sollen ausserdem zeigen, zu welchen Produkten die Mittel umgewandelt werden, etwa im Klärschlamm.

Medienmitteilung des SNF [pdf]

NZZ-Artikel «Giftiger Feuerschutz» vom 20.07.2005 [pdf]
Fachartikel in Environmetal Science and Technology 281A / July 2005 [pdf]

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