Grundwasser strömt in Etagen
4. Oktober 2005
Eawag-Forschende haben nachgewiesen: Entlang von Flüssen, welche Wasser in den Kies von Talböden verlieren, hat Grundwasser keine einheitliche biologische und chemische Zusammensetzung, sondern strömt gewissermassen in Stockwerken. Weltweit wird dieses Grundwasser als Trinkwasser gefördert. Daher ist es von grosser Bedeutung, wie hoch derjenige Anteil des Wassers ist, der erst vor kurzer Zeit vom Fluss ins Grundwasser gelangt ist, und wie lange dieses Wasser bis zur Fassung unterwegs war. Die modellhaften Untersuchungen an der Thur bei Frauenfeld erlauben nun eine differenzierte Beurteilung der Sicherheit von Trinkwasserfassungen – zum Beispiel im Rahmen von Flussrevitalisierungsprojekten. Da sich die Fliesszeiten zwischen Fluss und Grundwasserfassung bei Hochwasser stark verkürzen, kommt der Studie nach den Hochwasserereignissen vom August 2005 besondere Bedeutung zu.
Medienmitteilung [pdf]
Einladung zur Informationsveranstaltung vom 4. Oktober 2005 [pdf]
Thurhochwasser unterhalb Frauenfeld. Bei solchen Wasserständen ist ein Teil des Wassers zwischen Fluss und Grundwasserfassung nur noch wenige Tage unterwegs. (Bild: Eawag)
Grundwasserprobenahmen bei Frauenfeld
Schematische Darstellung der Grundwasser-«Stockwerke»

