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Eawag - Aquatic Research
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Eawag an der Sonderpräsentation 'Wasser' der muba

Eawag an der Sonderpräsentation 'Wasser' der muba

02. März 2007

Was an der Ausstellung reiner Genuss ist oder als Spielerei erscheinen mag, wird für die Forschenden zur Herausforderung. Jeder Fluss tönt anders, hat sein typisches Klangbild, das abhängig ist von der Beschaffenheit des Flussbetts, den Verbauungen, der Wassermenge. Ein Fluss, der sich natürlich seinen Weg bahnt tönt ganz anders als der Fluss der kanalisiert über Schwellen fliesst.

Im Rahmen des Projektes „Sound of Alpine Rivers“ versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Eawag, an Hand solcher Tonaufnahmen einen akustischen „Fingerabdruck“ der Gewässer zu erstellen und diesen für die rasche Bewertung des ökologischen Zustandes eines Gewässers einzusetzen. Sie vergleichen Tonfrequenz und Lautstärke mit der Vielfalt der Strukturen eines Flusses. Das können flache und tiefere Stellen, Pools und ein natürliches Ufer sein; oder aber auch gebaute Hindernisse wie Schwellen, Kraftwerke, Uferbefestigungen und Begradigungen. Gleichzeitig versuchen sie, in einer breit angelegten Studie, eine Verbindung herzustellen zwischen dem Ton und optischen Kriterien. Anwohnern ist intuitiv klar, dass das Gurgeln einer Quelle oder das Tosen eines Wasserfalls zum ästhetischen Wert der Landschaft beitragen. Experimentell gesicherte Erkenntnisse gibt es dazu jedoch noch keine. Da setzt die Eawag Studie an.

Besonders relevant werden solche Analysen, wenn es darum geht bei Kraftwerken, ausreichende Restwassermengen festzulegen und durchzusetzen. Einerseits besitzen natürliche und naturnahe Gewässer einen hohen Wert für die Landschaft, der vor allem in den Alpenregionen zentral ist für die touristische Attraktivität. Andererseits werden die Gewässer im Alpenraum zum Teil massiv beansprucht, um elektrische Energie aus Wasserkraft zu erzeugen. Das Projekt will hier einen innovativen Beitrag zu einer versachlichten Diskussion leisten.

Eawag an der muba Basel

2. März bis 11. März 2007, Halle 1.0, Stand D14

Pressemitteilung

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Pressebilder

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