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Mit Ozon gegen Mikroverunreinigungen

Mit Ozon gegen Mikroverunreinigungen

9. Juli 2007

Kläranlagen sind hauptsächlich darauf ausgerichtet, Nährstoffe zu eliminieren. Doch zunehmend stehen organische Mikroverunreinigungen im Fokus, weil diese synthetischen Spurenstoffe sich auch in kleinen Konzentrationen negativ auf die Gewässerökologie auswirken können. Die Ozonierung des Abwassers scheint ein gangbarer Weg, diese Stoffe in den Kläranlagen zu entfernen. Das aus der Trinkwasserdesinfektion bekannte Verfahren zerstört komplexe Verbindungen, die Substanzen werden damit leichter biologisch abbaubar.

Dank des guten Ausbaustandards der Abwasserreinigungsanlagen (ARA) hat sich der Zustand der Schweizer Gewässer in den letzten dreissig Jahren stark verbessert. Nach wie vor gelangen aber durch unseren alltäglichen Gebrauch Rückstände von Chemikalien in die Gewässer, die mit herkömmlicher Technik in der ARA nicht reduziert werden können. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) evaluiert aktuell verschiedene Möglichkeiten, den Eintrag von solchen Mikroverunreinigungen aus der Siedlungsentwässerung in die Gewässer zu verringern. Im Auftrag des BAFU führt die Eawag in der ARA Wüeri in Regensdorf einen Pilotversuch durch. Getestet wird, ob Mikroverunreinigungen in einer zusätzlichen Reinigungsstufe mit einer Ozonierung des Abwassers entfernt werden können. Heute informieren Bafu und Eawag anlässlich einer Medienkonferenz in der ARA Wüeri über den Pilotversuch sowie das gesamtschweizerische Projekt „Micropol“.