Arsen im Grundwasser - Arsen im Reis?
22. August 2007
Über
das Bewässerungswasser gelangt Arsen auf Bangladeshs Felder – jährlich über
1000 Tonnen wird geschätzt. Forschende der Eawag, der ETHZ und der technischen
Universität Bangladeshs berichten in zwei neuen ES&T Publikationen, wie
sich das giftige Element im Wasser und auf den Feldern verhält.
Grundwasserbrunnen und Einlauf konstant bleibt, unabhängig von der Länge der Kanäle. Auf den Feldern hingegen, wo das Wasser langsamer fliesst oder steht, nimmt die Arsenkonzentration von der Einlaufstelle des Wassers her gesehen ab. Direkt bei der Einlaufstelle auf die Felder ist sie bis zu dreimal höher als an weiter entfernten Stellen. Dasselbe Muster fand sich auch im Boden mit einer fächerförmigen Abnahme der Konzentration ab der Einlaufstelle. Die höchsten Arsenkonzentrationen wurden nach der Bewässerung jeweils in den obersten Zentimetern des Bodens gemessen.
|
Obwohl die monatelangen Überflutungen während
des Monsuns einen guten Teil des Arsens wieder ausschwemmen, zeigt das Projekt,
dass die Arsenkonzentration über die Jahre zunimmt. Die Art der Bewässerung
spielt dabei nebst der Arsenkonzentration im gepumpten Grundwasser eine
wichtige Rolle. Im Prinzip könnte das Grundwasser zuerst auf ein Brachfeld
geleitet werden, um den Arsengehalt auf den nachfolgenden bepflanzten Feldern
senken. Das Arsen aus dem Boden wird vom Reis zum Glück bis jetzt vor allem in
den Wurzeln |
|
eingelagert und wesentlich weniger im Korn, so dass die bisher in
Reiskörnern gemessenen Arsenkonzentrationen nach aktuellem Stand des Wissens im
Vergleich zum Wasser kein wesentliches toxikologisches Problem darstellen.
Dennoch müsse die Verteilung von Arsen im Boden und die jahreszeitlichen
Schwankungen der Konzentration in Überwachungsprogrammen unbedingt
berücksichtigt werden, fordern die Wissenschafter der drei beteiligten
Institutionen.
- Übersichtsartikel in "Environmental Science and Technology" - Science News
- Fachartikel in Environmental Science and Technology, Teil 1 [Irrigation
Water]; pdf, 481 KB
- Fachartikel in Environmental Science and Technology, Teil 2 [Paddy Soil]; pdf, 506 KB


