Preis für naturnahe Umgebungsgestaltung
Die
Eawag ist heute vom Naturschutzverein Dübendorf geehrt worden
für eine vorbildlich naturnahe Umgebungsgestaltung auf ihrem Areal.
Öffentliche Stellen oder Firmen werden von Naturschutzorganisationen oft kritisiert, sie gingen unsensibel um mit Naturwerten. Heute war es anders: Die Eawag durfte von Hansruedi Schwarzenbach vom Naturschutzverein Dübendorf eine Anerkennungsurkunde entgegennehmen, die dem Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs einen sorgfältigen und innovativen Umgang mit ihrem Areal attestiert. Die Eawag setze sich vorbildlich dafür ein, so Schwarzenbach, dass eine vielfältig strukturierte Umgebung vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum biete. Ein Teichbiotop, Trockenstandorte, Alt- und Totholzinseln, blumenreiche Magerwiesen oder Nisthilfen sind Beispiele, welche im dicht genutzten und bebauten Raum für ökologischen Ausgleich sorgen. Geschaffen wurden diese Nischen vom beauftragten Gärtner Ueli Blatter zusammen mit dem Eawag internen Umwelt-Team sowie den Lernenden mit ihrem Leiter Max Reutlinger.
Sichtlich erfreut nahm der Leiter des Umweltteams, Thomas Lichtensteiger, die Anerkennung entgegen. Sie bestätige, dass die Eawag nicht nur mit Wasser, sondern auch mit anderen Ressourcen einen nachhaltigen Umgang pflege und viel Wert darauf lege, Erkenntnisse aus der Forschung im eigenen Alltag umzusetzen, sagte er. So hat die Eawag auch mit dem Bau des innovativen «Forum Chriesbach» und beim Kinderpavillon auf eine naturnahe Umgebung gepocht und dazu sogar einen Landschaftsarchitekten beigezogen. Unter anderem wird im Wassergarten in einem Becken mit Schilf und Seerosen Regenwasser gesammelt, das für die WC-Spülungen im Neubau verwendet wird.
Bereits vorbereitet ist zudem eine Revitalisierung des Chriesbachs, der mitten durch das Eawag-Areal fliesst. In Zusammenarbeit mit dem Kanton soll hier ein rund 500 m langer Abschnitt des kanalisierten Bachs wieder in ein vielfältiges Gewässer umgestaltet werden. Periodisch überflutete Stillwasserbiotope, Totholz, flache und tiefe Stellen sowie weitere Strukturen sollen hier nicht nur mehr Lebensraum, sondern ein eigentliches Naturlabor schaffen. Steinstufen und Trittsteine erleichtern den Zugang ans Wasser für die Forschenden, sowie für Studierende und Schüler, wenn der Bach für die Ausbildung in Gewässerökologie genutzt wird. Doch auch für die breite Öffentlichkeit wird das Chriesbachufer besser zugänglich und attraktiver als heute. Die Eawag Direktion hat bereits einen Anteil von 475'000 Franken an die Kosten dieses Projekts bewilligt. Die Ausführung der ersten Etappe ist für 2009 vorgesehen.
Weitere
Auskünfte:
Dr. Thomas
Lichtensteiger, Direktionsstab, Leiter Eawag Umwelt-Team,
Tel 044
823 55 07
Bilder
Die folgenden Bilder können mit Klick
aufs Bild in druckfähiger Auflösung heruntergeladen werden. Publikation nur im
Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die nagturnahe
Umgebungsgestaltung der Eawag honorarfrei. Keine Archivierung.
© Eawag - aquatic research
Teichbiotop auf dem Eawag-Areal in Dübendorf;
im Hintergrund der
Neubau Forum Chriesbach.
Teichbiotop, Trockenstandorte und Nistbäume
auf dem Eawag-Areal
in Dübendorf.
Der
Wassergarten vor dem Neubau „Forum Chriesbach“ der Eawag
in Dübendorf dient der
Zwischenspeicherung von Dachwasser
(Regenwasser) für die Toilettenspülung.
Umzug
für Frosch, Molch und Co.: Die alten Teiche für Versuche der
Eawag-Wasserforscher
mussten dem Neubau „Forum Chriesbach“
weichen. Hier sammeln Studierende und
Lernende im Schlamm
die letzten Exemplare der Amphibien ein, um sie ins neue
Biotop zu zügeln.

