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Andri Bryner
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Medienmitteilungen

Medienmitteilungen

14. April 2014

Radioaktivität in Sedimenten des Bielersees – Eawag Ergebnisse publiziert
Im Sommer 2013 entnahmen die Eawag und das Schweizerische Institut für ABC-Schutz (LABOR SPIEZ) Sedimentkerne aus dem Bielersee und untersuchten die einzelnen Sedimentschichten auf Radioaktivität. Diese Studie bestätigt die Existenz einer Cs-137-Spitze (Peak), die den veröffentlichten Abgaben von 1999 aus dem KKW Mühleberg zugeordnet werden kann. Für die Gesundheit der Bevölkerung stellt das Cs-137 in den Bielersee-Sedimenten laut Bundesamt für Gesundheit BAG keine Gefährdung dar. Der vollständige Bericht zur Studie über Radioaktivität in Sedimenten des Bielersees steht auf der BAG Website zur Verfügung.
Email: media@bag.admin.ch, Tel: 031 322 9505 (Medienstelle BAG)

8. April 2014

Fest für alle zum Abschluss der Chriesbachrevitalisierung
Am Samstag, 17. Mai 2014, findet auf dem Eawag-Areal in Dübendorf entlang des revitalisierten Chriesbachs ein öffentliches Fest statt. Von 11-17 Uhr ist jedermann eingeladen, den «neuen» Bach aus der Nähe zu begutachten. An zahlreichen Stationen geben Eawag-Forschende und Mitarbeitende des Kantons Einblicke in ihre Forschung, in den Bach und dessen Umgestaltung. [...]

4. April 2014

Der Kläranlagen-Ausbau läuft
100 von über 700 Schweizer Kläranlagen können nach dem Ja der eidgenössischen Räte für die Elimination von Mikroverunreinigungen aufgerüstet werden. Die Eawag steckt im Grossprojekt mittendrin. Zusammen mit der ARA Dübendorf leistet sie Pionierarbeit und zusammen mit dem VSA stellt sie den kontinuierlichen Informationsaustausch sicher. [...]

20. März 2014

SNF Förderprofessur für Florian Altermatt
Florian Altermatt hat eine Förderprofessur des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) erhalten. Die Professur ist mit dem Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich assoziiert und wird vom SNF für vier Jahre finanziert.
Florian Altermatt hat an der Universität Basel promoviert und war als Postdoc an der UC Davis in Kalifornien im Department of Environmental Science and Policy. Seit 2011 ist er an der Eawag als Gruppenleiter im Departement Aquatische Ökologie. Seine Forschungsgruppe befasst sich im Bereich Ökologie mit räumlichen Dynamiken. Dabei untersucht sie unter anderem die Ausbreitung und Diversität von Organismen in Flussnetzwerken.

Die Medienmitteilung der Universität Zürich zu den Förderprofessuren ist online.

14. März 2014

Klimawandel: Vorbeugen und Folgen bewältigen
Die Südschweiz zeichnet sich ab als Hotspot von Auswirkungen des Klimawandels. Der Borkenkäfer setzt Fichten und Buchen in der ganzen Schweiz zunehmend unter Druck, und das Grundwasser wird wärmer. Dies sind drei von vielen Aussagen aus dem soeben veröffentlichen Bericht „CH2014-Impacts“, der sich mit den quantitativen Folgen des Klimawandels für die Schweiz befasst. Entstanden ist er unter der Leitung des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern. [...]

11. März 2014

Das Beste aus zwei Toilettenwelten vereint
Die vom Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag und dem Wiener Designbüro EOOS entwickelte «Blue Diversion»-Toilette wird von der Internationalen Wasserorganisation IWA mit dem Innovationspreis für die beste angewandte Forschung ausgezeichnet. Jetzt sucht das Team einen Industriepartner und Investoren, damit die Blue Diversion in grösserer Stückzahl hergestellt werden kann. [...]

5. März 2014

Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen
Schweizer Fliessgewässer enthalten einen ganzen Cocktail an Pestiziden. Von rund 300 zugelassenen und erfassbaren Wirkstoffen wurden in einem aufwendigen Screening über 100 in Wasserproben gefunden. Jede Probe enthielt im Schnitt 40 unterschiedliche Stoffe. In 78% der Proben lag die aufaddierte Pestizidkonzentration über 1µg/L. Für 31 Substanzen wurde der Grenzwert der Gewässerschutzverordnung verletzt. Eine Beeinträchtigung von Organismen in den Gewässern – namentlich durch Pflanzenschutzmittel – kann nicht ausgeschlossen werden. [...]

25. Februar 2014

Silber auf Abwegen
Es ist schon länger bekannt, dass Silberpartikel in Form von freien Ionen auf Wasserlebewesen stark toxisch wirken. Bisher fehlte es jedoch an detailliertem Wissen, welche Dosen eine Reaktion hervorrufen und wie die Lebewesen auf den Stress reagieren. Wissenschaftler am Wasserforschungsinstitut Eawag haben im Labor Algen unterschiedlichen Silberkonzentrationen ausgesetzt und dabei die Prozesse in den Zellen beobachtet. [...]

14. Februar 2014

Grosses Interesse an nachhaltiger Infrastruktur-Planung
Über hundert Gäste waren am 23. Januar 2014 der Einladung für die Abschlussveranstaltug des NFP 61 SWIP (Langfristige Planung nachhaltiger Wasser-infrastrukturen) gefolgt. Die beiden Projektverantwortlichen, Judit Lienert von der Abteilung Umweltsozialwissenschaften und Max Maurer von der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft, zeigten sich erfreut über das grosse Echo. [...]

22. Januar 2014

Im Karst lebt sich's gut dank Biofilm
Das Sprichwort «Steter Tropfen höhlt den Stein» stimmt nur bedingt. Wesentlichen Anteil an der Bildung von Spalten und Höhlen im Kalk haben wahrscheinlich auch Mikroorganismen. Anders als bisher vermutet, leben sie jedoch kaum im freien Wasser, sondern wachsen als Biofilme auf dem Gestein. Zudem leisten die Bakterienkolonien wertvolle Dienste, indem sie das Karstwasser reinigen, und ihre Artenzusammensetzung dokumentiert Veränderungen im Einzugsgebiet. Das zeigt eine noch laufende Studie der Eawag. (Artikel aus dem aktuellen Eawag-Newsletter). [...]

16. Januar 2014

Zuverlässige Ausbreitungs-Prognosen mit erweitertem Modell
Die Frage, wie schnell Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen neue Gebiete besiedeln können beschäftigt nicht nur Ökologen – die Ausbreitung von standortfremden Arten kann auch ökonomische Konsequenzen nach sich ziehen, beispielsweise in der Landwirtschaft. Wissenschafter der Eawag und der EPF Lausanne haben jetzt ein bestehendes Modell verbessert und erstmals mit Laborexperimenten verifiziert. Es kann die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Lebewesen berechnen. [...]

14. Januar 2014

Kathrin Fenner erhält ERC Consolidator Grant
Kathrin Fenner von der Abteilung Umweltchemie der Eawag wurde vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem Consolidator Grant ausgezeichnet. Der mit rund 2 Mio. Euro ausgestattet Grant ermöglicht ihr, im Rahmen des Projekts PROduCTS während einer Zeit von fünf Jahren Forschung umzusetzen, die eine Vorhersage des mikrobiellen Abbaus von Schadstoffen unter spezifischen Umweltbedingungen ermöglichen soll.
Der Consolidator Grant hat zum Ziel, den Verlust an Forschungstalenten in Europa zu verhindern und die Bildung der nächsten Generation von Spitzenforschern zu unterstützen. Forschende, welche einen ERC Consolidator Grants erhalten, müssen daher ihr Potential für wissenschaftliche Unabhängigkeit und Reife bereits nachgewiesen haben. Das Bewertungskriterium der ausgewählten internationalen Gutachter war die wissenschaftliche Exzellenz ihrer Forschung.
Medienmitteilung als pdf

8. Januar 2014

Spurenelemente aus dem Tessiner Sumpf
Dass Feuchtgebiete für einen Teil der weltweiten Methanemissionen verantwortlich sind, ist mittlerweile bekannt. Hingegen ist bisher kaum untersucht worden, wie aus Mooren und Sümpfen über biologische Prozesse auch Spurenelemente freigesetzt werden. Nun zeigt eine Studie, die unter der Leitung der Eawag gemeinsam mit vier weiteren Instituten im Tessin durchgeführt wurde, dass die Raten, in denen gasförmiges Selen, Schwefel und Arsen aus einem Hochmoor entweichen, beträchtlich sein können. [...]

12. Dezember 2013

Fische von den Turbinen fernhalten
Fischtreppen oder naturnahe Umgehungsgerinne ermöglichen Nasen, Barben und Co. Wasserkraftwerke zu passieren und flussaufwärts zu wandern. Flussabwärts funktionieren diese Einrichtungen leider nicht. Die Fische folgen der Strömung und geraten in die Turbinen. Nun untersucht ein gemeinsames Projekt des Kraftwerk-Verbandes der Aare-Rheinwerke (VAR), der ETH-Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) und der Eawag, mit welchen Massnahmen der Fischabstieg bei grösseren Flusskraftwerken verbessert werden kann, möglichst ohne dabei die Stromproduktion zu schmälern. [...]

3. Dezember 2013

Wenn die Gewässersohle verstopft, erstickt das Grundwasser
Die Temperatur der Fliessgewässer steigt. Bei der Analyse der Daten aus Gemeindepumpwerken haben Simon Figura, David Livingstone und Rolf Kipfer von der Eawag beobachtet, dass diese Tendenz sich auch beim Grundwasser zeigt: Es wird alle zehn Jahre im Durchschnitt bis 0,6 Grad wärmer. Parallel dazu hat die Sauerstoffkonzentration in verschiedenen Grundwasserleitern des Schweizer Mittellandes abgenommen. Die beobachteten Schwankungen lassen sich auf die Verstopfung der Gewässersohlen zurückführen, legen Resultate aus dem Nationalen Forschungsprogramms «Nachhaltige Wassernutzung» (NFP 61) nahe. [...]

5. November 2013

Infrastruktur: Vorsicht vor Investitionsstau
Das Ingenieurunternehmen Hunziker Betatech hat sich zum 50jährigen Bestehen ein ungewöhnliches Jubiläumsgeschenk ausgedacht: eine Studie zum Zustand der Wasser- und Abwasserleitungen in der Schweiz. Die Studie entstand am Gottlieb Duttweiler Institut unter Mithilfe von Eawag-Forschenden. Ihr Fazit: Vorsicht vor einem Investitionsstau! [...]

11. Oktober 2013

Regenwassermanagement in der dicht bebauten Stadt
Unter dem Titel «Gewässerschutz bei Regenwetter» brachte die dritte Ausgabe des Aqua-Urbanica-Kongresses rund mehr als 100 Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum zusammen. Der Anlass fand an der Eawag in Dübendorf statt und machte unter andrem klar: Es fehlt nicht an Lösungen für einen zukunftsgerichteten Umgang mit Regenwasser, doch sie müssen bereits in die Planung von Stadtentwicklungen einfliessen. Dazu muss ein Dialog zwischen unterschiedlichen Disziplinen in Gang kommen. Denn immer mehr wird Gewässerschutz zur Gemeinschaftsaufgabe für Stadtplaner, Ingenieure und Ökologen. [...]

27. September 2013

Christoph Moschet gewinnt Paul-Crutzen-Preis 2013
Christoph Moschet wurde am 25.9.2013 für seine Publikation „Multi-Level Approach for the Integrated Assessment of Polar Organic Micropollutants in an International Lake Catchment: The Example of Lake Constance“ mit dem Paul-Crutzen-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wird von der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Umweltchemie und Ökotoxikologie verliehen. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert und wurde im Rahmen der SETAC GLB Jahrestagung in Essen verliehen. [...]

26. September 2013

Weniger Überschwemmungen während warmen Sommern
Während der letzten 2500 Jahre traten Überschwemmungen in den Alpen seltener in warmen als in kühlen Sommern auf. Dies geht aus einer vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützten Studie hervor, die von Forschenden der Eawag, der Universität Bern und der ETH Zürich durchgeführt wurde. Der Blick in die Vergangenheit legt den Schluss nahe, dass die Häufigkeit von Überschwemmungen in den Zentralalpen künftig abnehmen könnte. [...]

18. September 2013

Eawag an World Water Week 2013
Mehr als 3000 Teilnehmer besuchten letzte Woche die 23. Ausgabe der Stockholmer World Water Week vom 1. Bis 5. September. Thema der Woche war „Water Partnerships“. Erstmals war auch die Swiss Water Partnership mit einem Stand dabei, von neun Schweizer Organisationen gemeinsam getragen und mit Inhalten gefüllt. Die Eawag war durch Chris Zurbrügg und Christoph Lüthi vertreten, die einen Forschungs-Apéro organisiert haben (siehe Bild), wo aktuelle Eawag Forschungsprojekte einem interessierten Fachpublikum vorgestellt wurden. [...]

11. September 2013

Hohe Wasserentnahmen fördern Arsentransport in sauberes Grundwasser
Auf die über 6.5 Millionen Einwohner von Vietnams Hauptstadt Hanoi kommt ein wachsendes Problem zu: Weil die Stadt immer mehr Wasser aus dem vermeintlich sauberen tiefen Grundwasser pumpt, strömt arsenbelastetes Wasser aus oberflächennahen Schichten unaufhaltsam näher an die Trinkwasserfassungen. Was schon länger befürchtet wurde, weist eine heute in der Zeitschrift Nature publizierte Studie unter Mitwirkung der Eawag nun nach. [...]

3. September 2013

Fischembryos mit Chemikalienschutz
Forscher der Eawag (Dübendorf) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig haben ein Protein entdeckt, das Chemikalien aus dem Embryo des Zebrabärblings heraustransportiert und den Fisch auf diese Weise vor giftigen Substanzen schützt. Weil es aber auch Chemikalien gibt, welche genau diesen Mechanismus unterbinden und die Embryonen dadurch verletzlicher werden, könnte die heute im Wissenschaftsmagazin BMC Biology veröffentlichte Studie für die Chemikalienbewertung sehr wichtig sein. [...]

22. August 2013

Neues Modell zeigt Arsenrisiko aus Chinas Grundwasser
Mit Arsen belastetes Grundwasser, das als Trinkwasser genutzt wird, stellt eine Gesundheitsgefahr dar für fast 20 Millionen Chinesinnen und Chinesen. Das zeigen Wissenschafter der Eawag zusammen mit Forscherkollegen aus China in einer heute in Science publizierten Studie. Ihre Schätzung beruht auf einem neuen Risikomodell, das geologische und hydrologische Daten sowie Arsenmessungen in Brunnen verwendet. Die Studie förderte auch bisher unbekannte Risikogebiete an den Tag und wird von der Regierung bereits im nationalen Grundwasser-Überwachungsprogramm verwendet. [...]

3. Juli 2013

Vom Leben wird man nicht pensioniert
Für René Schwarzenbach darf Forschung weder in der eigenen Disziplin noch an den Grenzen der Hochschulen Halt machen. Erst der übergreifende Blick bringe die Horizonterweiterung, die für den Dialog mit Praxis und Gesellschaft nötig sei. Dass gängige Rankings eher einen Rückfall in die disziplinenorientierte Wissenschaft und Erkenntnisgewinne in minimalsten Dosen förderten, ist ihm ein Dorn im Auge. [...]

2. Juli 2013

Erfolgreiche Konferenz zu Mikroverunreinigungen
Am 20. Juni 2013 ist die Konferenz Micropol & Ecohazard 2013 zu Ende gegangen. Mehr als 350 Teilnehmende aus rund 40 Ländern haben sich auf Einladung des Organisationskomitee der Eawag unter Leitung von Prof. Hansruedi Siegrist in Zürich zusammen gefunden, um sich über neuste Entwicklungen im Bereich der Analyse, dem Verhalten und der Elimination von Mikroverunreinigungen im urbanen Wasserkreislauf zu informieren. Ein dichtes Programm von Vorträgen und Poster Sessions wurde angeboten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei die jungen Forschenden, die ihre wissenschaftlichen Ergbenisse zum Teil zum ersten Mal an einer Fachkonferenz präsentierten. [...]

2. Juli 2013

Neue Pflanzen: Pest oder gefundenes Fressen?
Neu eingeführte oder eingewanderte Pflanzen können teilweise zu Futter von einheimischen Schmetterlingsraupen werden. Bei Nutzpflanzen ist man froh, wenn die Fressfeinde ausbleiben oder zurückhaltend sind. In der freien Natur kann die Bereicherung der Speisekarte jedoch erwünscht sein, weil sie einer invasiven Vermehrung von Neophyten entgegenwirken könnte. Forscher an der Eawag haben jetzt eine Methode entwickelt, mit der bereits vor der Einführung von neuen Pflanzen gesagt werden kann, wie und von welchen Insekten sie in deren Menuplan eingebaut werden. [...]

16. Mai 2013

Insektizide lassen Gewässerorganismen verhungern
Nicht nur die Bienen, sondern auch Gewässerorganismen werden von Neonicotinoid-Insektiziden beeinträchtigt. Die gut löslichen Stoffe führen dazu, dass die Kleintiere auch bei geringen, aber anhaltenden Konzentrationen im Wasser absterben. [...]

15. Mai 2013

Jahresbericht 2012: Spannende Geschichten aus der Wasserforschung
Die Schweizer Haushalte wären bereit, für die Entfernung von Mikroverunreinigungen aus den Gewässern pro Jahr 100 Franken mehr an Gebühren zu bezahlen. Dem vom Bund geplanten Ausbau der Kläranlagen steht also kein wirtschaftliches Argument entgegen, denn aktuell beziffern Experten die Mehrkosten auf maximal 9 Franken pro Person und Jahr. Der Klimawandel führt im Grundwasser zu vermehrtem Sauerstoffmangel. Darunter leiden Wasserqualität und Infrastruktur, was in Zukunft teilweise eine Aufbereitung des Trinkwassers nötig machen könnte. Verfahrenstechniker der Eawag entwickelten Optimierungsmassnahmen für die überlastete Kläranlage der Monte-Rosa-Hütte. Jetzt ist die Abwasserbehandlung dem Besucheransturm gewachsen und verbraucht erst noch weniger Energie. Das sind drei Beispiele von spannenden Geschichten aus dem Jahresbericht 2012 des Wasserforschungsinstituts Eawag. Denn neben Zahlen und Fakten bietet der Bericht Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten in Forschung, Lehre und Beratung. Die Artikel im Jahresbericht sind frei zum Abdruck mit Quellenangabe. [...]

29. April 2013

ETH-Rat: Genügend Wasser entbindet nicht von Vorsorge
Trotz Gletscherschmelze wird die Schweiz auch auf lange Sicht nicht unter Wasserknappheit leiden: Vom nutzbaren jährlichen Niederschlag werden aktuell nur 5% für die Wasserversorgung verwendet. «Dennoch bleibt die Vorsorge wichtig», sagte Eawag Direktorin Prof. Dr. Janet Hering heute an der Jahresmedienkonferenz des ETH-Rats in Bern, «Katastrophen wie Schweizerhalle 1986, schleichende Probleme mit Chemikalien aus Siedlung, Verkehr und Landwirtschaft, die Nutzung der Wasserkraft sowie die immer intensivere Landnutzung beeinträchtigen die Wasserqualität und die Gewässer in ihrer Funktion als Ökosysteme.» [...]

22. April 2013

«Otto Jaag» – so heisst das neue Forschungsschiff der Eawag
Am Samstag wurde im Rahmen einer schlichten Feier in Maur am Greifensee das Schiff ordentlich und nach alter Tradition getauft. Das Boot trägt den Namen des einflussreichen Direktors (1900 - 1978), der von 1952 bis 1970 mit grossem, persönlichen Einsatz die Eawag führte. [...]

18. April 2013

Nanosilber aus Konsumprodukten landet kaum in Gewässern
Silber im Abwasser kann stark umweltschädlich wirken, wenn es in metallischer Form vorliegt. Eine im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Chancen und Risiken der Nanomaterialen» (NFP 64) durchgeführte Studie zeigt nun erstmals auf, dass Nanosilber auf dem Weg zur Kläranlage rasch in weniger problematische Formen umgewandelt wird. Zudem wird es effizient im Klärschlamm zurückgehalten, so dass nur ein kleiner Teil in unsere Gewässer gelangt. [...]

8. April 2013

Fischereiberatung unter neuer Leitung
Die von der Eawag, dem Bundesamt für Umwelt und dem Schweizerischen Fischereiverband gemeinsam betriebene Fischereiberatung FIBER ist für weitere drei Jahre gesichert. Mit der Stelle sollen eine nachhaltige Fischerei, das Verständnis für intakte Gewässer und die Erhaltung der Laichgebiete gefördert werden. Neuer Leiter der FIBER ist der Fischbiologe Bänz Lundsgaard-Hansen. [...]

11. März 2013

Projekt Regionale Wasserversorgung Baselland 21 ist gestartet
Mit dem Projekt «Regionale Wasserversorgung Basel-Landschaft 21» werden bestehende Belastungen und Gefährdungen des Grund- und Trinkwassers sowie strukturelle Defizite in Wasserversorgungen in Modellgebieten untersucht. An einer Medienkonferenz von heute Montag zeigten das Amt für Umweltschutz und Energie und die Eawag auf, wie spezifisch für den Kanton angepasste Lösungen zur Sicherung der Trinkwasserqualität erarbeitet werden. [...]

11. März 2013

Chriesbach Dübendorf: Aufwertung für Natur und Erholung
Im letzten Jahrhundert stark verbaut, findet der Chriesbach in Dübendorf bald zu einer natürlichen Form zurück. Von der Revitalisierung profitiert die Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Aber auch Erholungssuchende werden sich am wiederbelebten Bachlauf wohl fühlen. Die am Chriesbach liegende Eawag nutzt das Aufwertungsprojekt, um ihren «Hausbach» verstärkt in Ausbildung und Forschung zu integrieren. [...]

5. März 2013

Ein Gesetz für alle – die Mathematik komplexer Ökosysteme
Forscher der Eawag und der EPFL haben eine Entdeckung gemacht, bei der es sich um eine universelle Gesetzmässigkeit für Grössenverteilungen in lebenden Systemen handeln könnte. Sollte dieses Gesetz tatsächlich für das gesamte Tierreich gültig sein, könnte es unser Verständnis für Populationsdynamiken in grossen Ökosystemen stark erweitern.
Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass sich Vogelschwärme, Fischschulen und jede andere Gruppe lebender Organismen möglicherweise eine gemeinsame mathematische Funktion teilen. Mit seinen Untersuchungen an aquatischen Mikroorganismen hat Andrea Giometto, Doktorand an der EPFL und der Eawag gezeigt, dass bei jeder untersuchten Art die Körpergrössen entsprechend derselben mathematischen Formel verteilt sind, wobei die einzige Unbekannte die Durchschnittsgrösse einer Art in einem Ökosystem ist. Diese Woche erscheint sein Artikel im Fachjournal PNAS. [...]

21. Februar 2013

Mit Teamarbeit gegen mutierte Trittbrettfahrer
Die krankmachenden Salmonellen setzen auf Arbeitsteilung. Ein Teil von ihnen sorgt für das Gemeinwohl der Population, ein anderer Teil kann sich besser gegen Trittbrettfahrer der eigenen Art behaupten. Dieses Teamwork hat Ähnlichkeiten mit jenem von Bienen- und Ameisenvölkern und ist das Erfolgsrezept der Salmonellen bei der Besiedlung des Darms. [...]

13. Februar 2013

Partnerschaften am Kivu-See
Zusammen mit dem Kigali Institute of Science and Technology (Ruanda) und dem Institut Supérieur Pédagogique Bukavu (Kongo) hat die Eawag vom 17.-22. Januar in Kigali und Bukavu zwei Workshops organisiert zu den jüngsten Forschungsresultaten aus dem Kivusee. „Lake Kivu: Learning from the past for managing its future“ hiess das gemeinsame Forschungsprojekt der letzten drei Jahre. [...]

24. Januar 2013

Im Trinkwasser lebt viel mehr als bisher angenommen
Wie viele Zellen von Mikroorganismen sich im Trinkwasser befinden, darf jetzt offiziell mit Hilfe der Durchflusszytometrie (DFZ) ermittelt werden. Das Bundesamt für Gesundheit hat die an der Eawag entwickelte sowie im In- und Ausland aufwendig getestete Methode ins Schweizerische Lebensmittelbuch (SLMB) aufgenommen. Das Verfahren liefert viel realitätsnähere Ergebnisse als die bisher gängige Methode, bei der Bakterienkolonien auf Nährböden kultiviert werden. Die Resultate machen deutlich: Auch in einwandfreiem Trinkwasser leben zwischen 100- und 10‘000mal mehr Zellen als die heute angewendete Kultivierungsmethode glauben macht. [...]

3. Dezember 2012

5 Millionen an neuen Eawag-EPFL-Lehrstuhl für Limnologie
Das internationale Pharmaunternehmen Ferring mit Sitz im waadtländischen Saint-Prex unterstützt einen Lehrstuhl für Seenforschung. Die neue Forschungsgruppe hat ihren Sitz an der ETH-Lausanne und wird gemeinsam von der Eawag und der EPFL betrieben. Geführt wird die Gruppe von Prof. Alfred Johny Wüest, der an der Eawag die Gruppe für aquatische Physik leitet. Der Lehrstuhl ist benannt nach der verstorbenen Frau des Ikea-Gründers Ingvar Kamprad. In Anwesenheit von Ferring-CEO Frederik Paulsen und Ingvar Kamprad ist der Lehrstuhl heute in Lausanne eingeweiht worden. [...]

29. November 2012

Martin Wegeln spendet ganzes Preisgeld
Er hat es schon angedeutet, als die Stiftung J. E. Brandenberger ihn im Oktober als Preisträger für 2012 bekanntgab. An der feierlichen Preisverleihung vom Samstag, 24. November in Chur hat Martin Wegelin nun bestätigt, dass er das gesamte Preisgeld von 200'000 Franken für das Sodis Projekt (150'000.-) und für die Organisation Terres des femmes (50'000.-) zur Verfügung stellt. [...]

28. November 2012

Klimaprognosen für das All rücken näher
Die Sonne bestimmt den Lauf der Planeten. Doch auch die Planeten haben wohl mehr Einfluss auf die Sonne als bisher angenommen. Ihre Konstellation scheint verantwortlich für die langfristigen Zyklen erhöhter Sonnenaktivität. Forscher der Eawag und der ETH Zürich haben zusammen mit Kollegen aus Spanien und Australien für die letzten 10‘000 Jahre die Zyklen der Sonnenmagnetfelder – rekonstruiert aus Eisbohrkernen – mit der Wirkung der Planeten verglichen. Die Übereinstimmung ist verblüffend und lässt hoffen, dass die Vorhersage von Zeiten mit erhöhter Sonnenaktivität näher rückt. Dies wird immer wichtiger, weil unsere Gesellschaft immer stärker von Technik wie Stromnetzen, Kommunikations- und Navigationssatelliten abhängig ist, welche durch grosse solare Eruptionen lahmgelegt werden können. [...]

23. November 2012

Invasion unter Wasser: Ballenberg oder McDonalds?
Auf Einladung der Abteilung aquatische Ökologie nahmen 40 Expertinnen und Experten aus Kantonen, Bund, Ökobüros und der Forschung am 31.10. am ersten Workshop über aquatische invasive Arten teil. Allzu oft wird „nur“ über Goldruten oder Grauhörnchen diskutiert – was sich jedoch unter der Wasseroberfläche einschleicht oder dort eingeschleppt wird, geht vergessen. [...]

29. Oktober 2012

Hong Yang erhält Titularprofessur an der Uni Basel
Im September 2012 wurde Hong Yang (Siam) der Titel der «Titularprofessorin für nachhaltige Wassernutzung» der Universität Basel verliehen. Hong Yang ist seit 1999 Forscherin an der Eawag in Dübendorf und leitet die Forschungsgruppe für Wasser, Umwelt und Ernährungssicherheit. Ihr Forschungsinteresse liegt in den Auswirkungen wachsender Wasserknappheit und des Nahrungsmittelhandel in Hinblick auf die Ernährungssicherheit in der Welt. Hong Yang ist bekannt für ihre Untersuchungen über «virtuelles Wasser» und hat das Konzept weiter verbreitet. [...]

25. Oktober 2012

Grosse Ehre für Sodis Begründer Martin Wegelin
Martin Wegelin, der bis 2007 über 25 Jahre an der Eawag geforscht hat, wird mit dem Preis der Stiftung Dr. J.E. Brandenberger geehrt. Wegelin erhält die mit CHF 200‘000.- dotierte Auszeichnung für seine Leistungen in der solaren Wasserdesinfektion, speziell im Projekt Sodis. Wegelins Einsatz und seiner Hartnäckigkeit, so die Medieninformation von Stiftungspräsident und alt Ständerat Carlo Schmid, sei es zu verdanken, dass Sodis heute von verschiedensten Seiten unterstützt werde und immer grössere Kreise für das Projekt gewonnen werden konnten. [...]

12. Oktober 2012

Erste Ozonungsanlage wird in Dübendorf gebaut
Am 2. Oktober 2012 wurde in der Kläranlage Neugut in Dübendorf der Grundstein für die erste Ozonungsanlage in der Schweiz [pdf] gelegt. Aufgrund der Erkenntnisse aus dem Projekt Micropoll des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), an welchem die Eawag intensiv beteiligt war, wurde im April eine Änderung der Gewässerschutzgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Diese sieht vor, dass ca. 100 der 700 Kläranlagen in der Schweiz mit speziellen Reinigungsverfahren für Mikroverunreinigungen ausgerüstet werden. [...]

28. September 2012

Eawag Forscher wird ordentlicher Professor an der ETH Zürich
Am Mittwoch, den 26. September 2012, hat der ETH-Rat den Eawag-Forscher Dr. Max Maurer zum ordentlichen Professor für Systeme in der Siedlungswasserwirtschaft an der ETH Zürich gewählt. Max Maurer ist Leiter der Abteilung Siedlungswasserwirtschaft (SWW) an der Eawag. Aktuell beschäftigt er sich mit dem ingenieurwissenschaftlichen Potenzial von innovativen siedlungswasserwirtschaftlichen Ansätzen sowie von neuen Management- und Planungsverfahren für die Wasserinfrastrukturen. Mit der Berufung von Max Maurer gewinnt das Departement laut Mitteilung des ETH-Rats [pdf] einen renommierten Wissenschafter, der das international relevante Thema Siedlungswasserwirtschaft inter- und transdisziplinär vorantreiben wird.

15. August 2012

Schweizer Forscher erfinden eine neue Toilette
Weltweit haben 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer anständigen Toilette. Ein Team aus Schweizer Wasserforschenden und Designern aus Österreich hat im Wettbewerb «Re-Invent the Toilet» einen Anerkennungspreis gewonnen. Ausgeschrieben hat den Preis die Bill and Melinda Gates Foundation. Für weniger als fünf Rappen pro Tag und Person soll das neue Toilettenmodell eine menschenwürdige, hygienische, umweltfreundliche und auch wirtschaftlich interessante Sanitärversorgung sicherstellen. [...]

10. August 2012

Ehrenleopard für Eawag-Filmer
Filmproduzent Peter-Christian Fueter hat am 10. August 2012 in Locarno einen Ehrenleoparden für sein Lebenswerk erhalten (u.a. Reise der Hoffnung, Klassezämekunft, Mein Name ist Eugen). Eine seiner frühesten Produktionen war 1969 der Film «Abfall – Schattenseiten des Überflusses» sowie dessen halb so lange Kinofassung «Nur so weiter…». Idee und Auftrag zu diesem Film kamen vom damaligen Eawag-Direktor Prof. Otto Jaag, der gleichzeitig auch Präsident war der Vereinigung für Gewässerschutz und Lufthygiene VGL. [...]

6. August 2012

Schweizer Städte nehmen beim Kokainkonsum im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz ein
Rund 360 Kilogramm Kokain werden in Europa täglich konsumiert. Das berichtet ein internationales Wissenschafter-Team mit Beteiligung des Wasserforschungsinstituts Eawag in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Science of the Total Environment». Die Forschenden untersuchten das Abwasser von rund 15 Millionen Personen in 19 europäischen Städten auf verschiedene Drogen. Vergleichbare Analysen in der Schweiz deuten auf einen im europäischen Vergleich erhöhten Kokainkonsum hierzulande hin. [...]

22. Juni 2012

Wasser stellt Ansprüche
Gewässer liefern zahlreiche Dienstleistungen, zum Beispiel für die Trinkwasserversorgung, den Tourismus oder die Fischerei. Müsste die Gesellschaft diese Leistungen mit technischen Massnahmen bereitstellen, wäre das sehr teuer, in zahlreichen Fällen wohl gar nicht möglich. Doch der Lebensraum Wasser stellt auch Ansprüche: zum Beispiel, dass der Mensch den Gewässern auch nach Ableitungen ausreichend Wasser belässt, oder dass sie von Schadstoffen und übermässigem Nährstoffeintrag bewahrt werden.
Rund 250 Fachleute aus Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltung und Politik lassen sich heute Freitag, 22. Juni, von der Eawag über neue Forschungsergebnisse zum Thema «Lebensraum Wasser – was er leistet, was er braucht» informieren. [...]

14. Juni 2012

Gesundheitscheck für Fliessgewässer in Europa
In einem einmaligen Feldexperiment untersuchten zehn Forscherteams aus neun Ländern unter Leitung der Eawag den ökologischen Zustand von einhundert Fliessgewässern in ganz Europa. Sie setzten dabei zum ersten Mal in grossem Massstab den Abbau von Laub als Bewertungsmethode ein. Über die Studie berichten sie in der aktuellen Ausgabe von Science. [...]

11. Juni 2012

Langer Weg bis zu einem effektiven Wassermanagement
Eawag Direktorin Janet G. Hering, auch Professorin an der EPFL und der ETHZ, hat zusammen mit Prof. Karin Ingold (Eawag und Universität Bern) in der jüngsten Ausgabe von Science einen Kommentar publiziert. Die beiden fordern darin einen pragmatischeren Weg zu einem integrierten Management von Gewässern und Wasserressourcen. [...]

10. Juni 2012

Artenbildung wird prognostizierbar
Wenn Tiere oder Pflanzen neue Lebensräume kolonisieren, können sich aus einer einzelnen Art im Laufe der Evolution mehrere neue Arten entwickeln. Ob und in welchem Masse dies geschieht, lässt sich weder mit den Umweltbedingungen noch mit artspezifischen Merkmalen allein beantworten. Eine neue Studie der Eawag weist nun bei afrikanischen Buntbarschen nach, welche Kombination von Faktoren und Artmerkmalen zu einer hohen Artneubildungsrate führt und damit für die Entstehung von Artenvielfalt ausschlaggebend ist. [...]

25. Mai 2012

Eawag-Forscher wird Professor der EPF Lausanne
Der ETH Rat hat an seiner Sitzung am 23./24.5.2012 Alfred (Johny) Wüest zum ordentlichen Professor für Physik Aquatischer Systeme an der ETH Lausanne gewählt. Wüest ist Leiter der Abteilung Oberflächengewässer und Titularprofessor an der ETH Zürich. An der gleichen Sitzung hat der ETH-Rat auf Antrag der Direktorin der Eawag Prof. Dr. Hansruedi Siegrist zum Mitglied der Direktion der Eawag ernannt. [...]

3. Mai 2012

Eawag-Jahresbericht 2011
Im neuen Jahresbericht der Eawag erfahren Sie unter anderem, was Seesedimente über die Hochwasser der letzten 12 000 Jahre im Alpenraum verraten und wie sich mit einem einfachen Membranfilter auch in Entwicklungsländern leicht sauberes Trinkwasser gewinnen lässt. Oder lesen Sie, warum es im Schweizer Hahnenwasser so viele Bakterien hat, wie Kläranlagen Dünger produzieren können und was kryptische Arten sind. Wie gewohnt vermittelt der Jahresbericht jenseits von Zahlen und Fakten aktuelle Einblicke in die vielfältigen Aktivitäten der Eawag-Wissenschafterinnen und -wissenschafter in Forschung, Lehre und Beratung. Die Texte im Jahresbericht sind frei zum Abdruck mit Quellenangabe (Eawag – aquatic research, Jahresbericht 2011). [...]

25. April 2012

Mikroschadstoffe: Bund regelt Finanzierung für ARA-Ausbau
Der Bundesrat hat heute die Vernehmlassung für eine Änderung des Gewässerschutzgesetzes eröffnet. Die Neuerung sieht vor, den Ausbau ausgewählter Abwasserreinigungsanlagen gegen Mikroverunreinigungen über eine gesamtschweizerische Lösung verursachergerecht zu finanzieren. Die Eawag hat massgeblich an der Entwicklung und der Evaluation des Konzepts und der Massnahmen zur Reduktion dieser Spurenstoffe aus Medikamenten und Chemikalien mitgewirkt. [...]

26. März 2012

Vernetzung entscheidet über Biodiversität
Fliessgewässer gehören zu den artenreichsten Lebensräumen weltweit. Für einen wirksamen Schutz der Biodiversität in Flussnetzwerken müssen die Faktoren verstanden werden, welche die Diversität beeinflussen. Viele Arten sind direkt an das Wasser gebunden, und die Struktur des Flussnetzwerkes bestimmt wie sie sich ausbreiten können. In der Vergangenheit wurde das Vorkommen von Arten vor allem mit lokalen Umweltbedingungen erklärt. Neue theoretische Modelle zeigen, dass charakteristische Diversitätsmuster allein durch die beschränkte Ausbreitung entlang von Flussnetzwerken entstehen können. [...]

22. März 2012

UN-Wasserpreis für SODIS
Der «Water for Life Award» der Vereinten Nationen geht dieses Jahr an die Fundación SODIS in Bolivien. Die Non-Profit-Organisation, welche im Jahr 2001 von Mitarbeitenden der Eawag und der DEZA gegründet wurde, verbreitet einfache und angepasste Lösungen im Wasser- und Abwasserbereich in Lateinamerika. In den letzten 11 Jahren hat die Fundación SODIS mehr als 1.2 Millionen Menschen in der Methode der Solaren Wasserdesinfektion (SODIS) ausgebildet, und inzwischen hat sie ihre Arbeit auch auf weitere Themen wie Hygiene und Sanitärlösungen ausgedehnt. Der Preis wird heute, am 22. März 2012, anlässlich des Weltwassertages während einer Zeremonie im Hauptgebäude der FAO in Rom überreicht. [...]

22. März 2012

Genfersee: Antibiotikaresistenzen auf dem Vormarsch
Mit dem Siedlungsabwasser, speziell mit dem Abwasser aus Spitälern, gelangen grosse Mengen an Bakterien in die Umwelt, die gegen Antibiotika resistent sind. Kläranlagen reduzieren zwar die Gesamtzahl der Keime. Gerade die gefährlichsten unter ihnen, solche mit Mehrfach-Resistenzen, scheinen aber die Abwasserbehandlung unbeschadet zu überstehen oder von ihr sogar gefördert zu werden. Das haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter der Eawag im Genfersee vor Lausanne nachgewiesen. [...]

16. Februar 2012

Seendüngung bringt Fischarten zum Verschwinden
Die Überdüngung der Schweizer Seen hat die Zahl der einzigartigen einheimischen Felchenarten innert kurzer Zeit um fast 40% reduziert. Nur in tiefen und von der übermässigen Nährstoffzufuhr weniger betroffenen Alpenrandseen, wie dem Thuner-, dem Brienzer- oder dem Vierwaldstättersee konnten sich die historisch belegten Arten halten. Doch auch sie sind genetisch gesehen näher zusammengerückt. Das weist eine heute in Nature publizierte Studie der Eawag und der Universität Bern nach. [...]

25. Januar 2012

Keine Seen-Düngung für grössere Fische
Eawag-Experten lehnen ein «Phosphatmanagement» für den Brienzersee ab, wie es die Fischer zur Zeit mit politischen Vorstössen im Kanton Bern und auf Bundesebene fordern. Das aktive oder passive Düngen eines Sees – des von Natur aus sehr nährstoffarmen Brienzersees ganz besonders – degradiert diesen zu einer Fischzucht und gefährdet das Gleichgewicht der Interessen. Die Fischerei ist nur eine Nutzung unter vielen. Eine Reduktion oder eine Aufgabe der weitergehenden Phosphorelimination in den Kläranlagen würde das bewährte Vorsorgeprinzip in Frage stellen und einen der grossen Erfolge des Schweizer Gewässerschutzes aufs Spiel setzen. [...]

18. Januar 2012

Anerkennungspreis für Eawag und Kläranlage Opfikon
Wie sich aus Abwasser ein Dünger produzieren lässt und damit Rohstoffe und Energie geschont werden, zeigen Eawag-Forschende zusammen mit der Kläranlage Kloten/Opfikon. Das innovative Projekt erhielt gestern Abend einen Anerkennungspreis. Es war eines von drei für den Umweltpreis Schweiz nominierten Projekte. Gewonnen hat die Firma Neurobat mit der Entwicklung eines intelligenten Energiereglers für die Haustechnik. [...]

16. Dezember 2011

Strassensalzung: Neues Faktenblatt
71000 Kilometer umfasst das Schweizer Strassennetz. Jetzt steht die Zeit bevor, wo die Salzfahrzeuge des Strassenunterhalts wieder ausrücken. Bis zu 350‘000 Tonnen Streusalz werden jeden Winter in der Schweiz ausgebracht. Ist das problematisch für die Gewässer? Ein neues Faktenblatt der Eawag gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Strassensalzung. [...]

5. Dezember 2011

Eawag News 71: Geoinformationssysteme in der Umweltbeobachtung
Geografische Informationssysteme (GIS) sind aus der Umweltforschung und -beobachtung nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein wirkungsvolles Werkzeug, um abstrakte Sachverhalte verständlich darzustellen, und helfen im interdisziplinären Austausch sowie bei der Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Weitere Themen: das Potenzial der Wasserkraftnutzung im Hinblick auf einen Atomausstieg, Kröten brauchen mehr Raum und Altholz, Klimageschichte anhand von Eisbohrkernen. [...]

1. Dezember 2011

Den Kleinsten gefällts wieder im Zürichsee
Während andernorts das Artensterben beschleunigt abläuft, begünstigen die erfolgreiche Bekämpfung der Überdüngung und steigende Temperaturen im Zürichsee seit den 1970er Jahren offenbar eine wachsende Biodiversität beim Plankton. Ob sich das langfristig auch positiv auf die Fischvielfalt auswirken wird, ist offen. Genau unter Beobachtung stehen die neuen Arten bei der Wasserversorgung, denn unter ihnen sind auch Organismen, die giftige Stoffe produzieren können. [...]

24. November 2011

IWA Development Solutions Award 2011 geht an Sandec
Am 2. IWA Development Congress in Kuala Lumpur, Malaysia am 21. November 2011 wurde die Abteilung Sandec der Eawag www.sandec.ch mit dem IWA Development Solutions Award ausgezeichnet. Die IWA Development Solutions Award wird an Unternehmen vergeben, deren herausragende Innovationen und Beiträge in Wissenschaft und Praxis nachweislich zu Aufnahme, Wirkung und Einfluss auf nationaler, regionaler oder internationaler Ebene in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen geführt haben. [...]

1. September 2011

Damit die Schweizer Seen keine schwarzen Löcher bleiben
Ein internationales Forscherteam, unter Leitung des Wasserforschungsinstituts Eawag und des Naturhistorischen Museums Bern geht den Alpen- und Alpenrand-Seen im wahrsten Sinne auf den Grund. Systematisch wie nie zuvor werden im «Projet Lac» die Fischbestände wissenschaftlich erfasst. Bereits die ersten Untersuchungen – im Murtensee – haben Resultate zu Tage gefördert, die aus den bisher verwendeten Statistiken der Fischer nicht abgelesen werden konnten. [...]

19. Juli 2011

Die Toilette soll auch Wasserwerk sein
Die Toilette neu erfinden ­- kein geringeres Ziel hat sich ein interdisziplinäres Team unter Leitung der Eawag gesetzt. Produkt des Projektes soll eine Toilette sein, die Urin und Fäkalien für die weitere Behandlung separat sammelt und gleichzeitig Brauchwasser lokal recycelt. Das ehrgeizige Vorhaben wird nun von der Bill und Melinda Gates Foundation mit rund 400'000 US$ unterstützt. [...]

21. Juni 2011

Gesundes Wasser- Balanceakt zwischen Mensch und Umwelt
Welchen Aufwand will oder muss die Gesellschaft betreiben für sauberes Wasser und intakte Gewässer? Seit 75 Jahren leistet die Wasserforschung der Eawag in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und Gewässerökologie wichtige Beiträge, um Antworten auf diese Frage zu finden und wissenschaftlich abzustützen – sowohl im Wasserschloss Schweiz als auch international. Am Mittwoch, 22. Juni 2011 feiert die Eawag ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Infotag unter dem Titel «Gesundes Wasser – ein Balanceakt zwischen Mensch und Umwelt». [...]

31. Mai 2011

U-Boote unterstützen Forschung im Genfersee
Heute sind zwei russische MIR U-Boote in Le Bouveret am Genfersee angekommen. Ein internationales Team von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern, angeführt von der ETH Lausanne, wird dieses in den nächsten Monaten nutzen, um damit dem «Lac Léman» im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund zu gehen. Vier der Projekte stehen unter Federführung der Eawag. Ihr Fokus liegt auf dem Delta der Rhone. Hier haben sich über die Jahrtausende gigantische Kubaturen von Sedimenten abgelagert und unterseeische Canyons gebildet. [...]

29. April 2011

Neue Daten zur zunehmenden Sauerstoff-Verknappung in europäischen Gewässern
Die Klimaerwärmung trägt dazu bei, dass sich der Sauerstoffmangel in europäischen Gewässern verstärkt. Um einen Überblick über die Prozesse in den europäischen Binnengewässern und Meeren zu erhalten, sammeln Wissenschafter und Wissenschafterinnen aus 20 europäischen Forschungsinstitutionen und elf Ländern seit zwei Jahren Daten im Rahmen des EU-Projektes «HYPOX». Vom 3. bis 6. Mai treffen sie sich nun in der Schweiz am Standort der Eawag Kastanienbaum, um sich über die Erkenntnisse der verschiedenen Messstandorte auszutauschen. [...]

8. April 2011

Jubiläumsbroschüre 75 Jahre Eawag
Die Broschüre «Streiflichter auf die Eawag» gibt in sechs Kapiteln Einblick in die Wasserforschung von gestern, heute und morgen. Denn, wie Direktorin Janet Hering im Editorial schreibt, es war immer eine Stärke der Eawag, vom Gestern zu lernen, im Heute aktiv zu sein und für das Morgen zu planen. Die Broschüre in Deutsch, Französisch und Englisch kann direkt durchgeblättert (Flash-Version) oder als pdf-File (6.5 MB) heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können unter info@eawag.ch gratis bestellt werden. [...]

31. März 2011

Auszeichnung für klimafreundliches Eawag-Projekt
Die Zurich Versicherung hat das Projekt «Stickstoffrecycling mittels Luftstrippung auf der Kläranlage Kloten/Opfikon» der Eawag ausgezeichnet. Das Projekt, welches von der ARA Kloten/Opfikon und dem Team von Marc Böhler umgesetzt und vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich (AWEL) finanziert wurde, erhielt einen Sonderpreis im Rahmen der Verleihung des Zurich Klimapreises. [...]

25. Februar 2011

Was Wespen über Sex aussagen
Ob sich eine bestimmte Blattlauswespe sexuell oder asexuell vermehrt, darüber entscheidet ein einziges Gen. Diese neue Erkenntnis eines Forschungsteams für Evolutionäre Ökologie von Eawag, Universität und ETH Zürich, kann nicht nur helfen, eine zentrale Frage der Evolutionsbiologie zu beantworten, sondern ist auch für die biologische Schädlingsbekämpfung interessant. [...]

15. Februar 2011

Neuer Studiengang im Bereich Management von Wasserressourcen
In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Bern und weiteren Hochschulen sowie Non-Profit-Organisationen bietet die Eawag ab August 2011 den CAS Studiengang «Integrated Water Resource Management in the context of Developing and Transition Countries» an. [...]

17. Januar 2011

Millionen von Vietnamesen trinken arsenverseuchtes Trinkwasser
Gesundheitsgefährdende Konzentrationen von Arsen und anderen toxischen Elementen könnten laut einer Studie das Trinkwasser von sieben Millionen Bewohnern des Delta des Roten Flusses in Vietnam kontaminieren. Forschern ist seit über zehn Jahren bekannt, dass das Grundwasser in Teilen Südostasiens natürlich vorkommendes Arsen enthält, und zwar in Konzentrationen, die über dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegten unbedenklichen Maximalwert liegen. [...]

4. Januar 2011

Korallen belegen Veränderung der Meeresströmung durch Klimaerwärmung
Dank ihrer Jahrringe erlauben Tiefseekorallen Rückschlüsse auf die frühere Zusammensetzung ihrer Nahrung und somit auf die damaligen Wassertemperaturen. Ein Team von Forschenden von Eawag, Uni Basel und der Universität Neufundland (Kanada) hat sich dieses «Klima-Archiv» zu Nutze gemacht und einschneidende Veränderungen der Meeresströmung im Nordatlantik sei den 1970er Jahren nachgewiesen. Der Einfluss des kalten Labradorstroms nimmt gegenüber dem warmen Golfstrom kontinuierlich ab. Diese Änderung ist einzigartig für die letzten 2000 Jahre. Das belegt der Vergleich mit fossilen Tiefseekorallen, beschreiben die Wissenschafter in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «PNAS». [...]

8. Dezember 2010

Impulse für den Gewässerschutz
An einer Fachtagung in Bern haben Wasserbauer und Ökologen neue Perspektiven für die Revitalisierung von Bächen und Flüssen vorgestellt. Hintergrund der Veranstaltung ist ein grossangelegtes Forschungsprojekt und das revidierte Gewässerschutzgesetz, das am 1. Januar 2011 in Kraft tritt. [...]

22. November 2010

Zwei Auszeichnungen für Eawag-Wissenschafterinnen
Gleich zwei junge Wissenschafterinnen der Eawag wurden am vergangenen Wochenende mit Preisen für Nachwuchsforschende ausgezeichnet. Linda Roberts erhielt den Otto-Jaag-Gewässerschutz-Preis für Ihre Dissertation über Arsenbelastung in Reisfeldern von Bangladesh und Natacha Pasche wurde der Hydrobiologie-Limnologie-Preis 2010 für ihre Dissertation zum Thema Nährstoffkreislauf und Methanproduktion im Kivusee in Afrika ausgezeichnet. [...]

14. Oktober 2010

Urin als Rohstoff der Zukunft?
Die separate Sammlung von Urin erlaubt innovative Lösungen für Verbesserungen der Siedlungshygiene und das Recycling der Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium. Insbesondere an Orten, wo eine Schwemmkanalisation nach westeuropäischem Muster keine nachhaltige Lösung bietet, ist die Urinseparierung eine grosse Chance. Jetzt unterstützt die Stiftung von Bill und Melinda Gates mit drei Millionen Franken ein gemeinsames Projekt des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag und der Wasserversorgung eThekwini in Südafrika, das diesen Ansatz praxisnah weiterentwickelt. [...]

11. Oktober 2010

Stauseen als heimliche Klimasünder?
Nicht nur die grossen Stauseen in den Tropen, sondern auch Schweizer Fluss-Stauhaltungen produzieren beachtliche Mengen klimawirksames Methangas, vor allem im Sommer bei warmen Temperaturen. Das haben Forschende der Eawag am Wohlensee bei Bern nachgewiesen. Die Wasserkraft verliert damit ein klein wenig vom Nimbus der klimaneutralen Stromproduktion. [...]

30. September 2010

Weltkarte zeigt Flüsse in der Krise
Erstmals zeigt eine Studie im globalen Massstab, wie stark Flüsse unter Druck sind. Bedroht ist nicht nur die wohl wichtigste Ressource der Menschheit, das Süsswasser, sondern auch die Biodiversität der Flusssysteme. Die heute in «Nature» publizierte Arbeit macht deutlich, wie die gute Wasserver- und Abwasserentsorgung in Mitteleuropa oder Nordamerika die Bevölkerung über die Realität der Gewässerbiodiversität hinwegtäuschen. [...]

1. September 2010

Neue Leiterin am Oekotoxzentrum
Am 1. September hat Frau Dr. Inge Werner ihre Stelle als Leiterin des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL angetreten. Inge Werner kommt von der University of California in Davis, USA, wo sie in den letzten 5 Jahren das Aquatic Toxicology Laboratory (ATL) leitete und sich als Adjunct Professor in der Lehre engagierte. Das ATL ist ein staatlich zertifiziertes Labor, das die Gewässerqualität und die Gesundheit der aquatischen Ökosysteme in ganz Kalifornien untersucht. [...]

26. August 2010

Internationaler Preis für Eawag und Wasserversorgung Zürich
Ein interdisziplinäres Team des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag und der Wasserversorgung Zürich hat den Muelheim Water Award gewonnen. Die international besetzte Jury hat unter 23 Bewerbungen das Projekt aus der Schweiz ausgewählt, weil mit ihm eine neue praxistaugliche Methode zur Bewertung von Trinkwasser erarbeitet wurde. [...]

28. Juli 2010

Geld und Energie sparen in der Abwasserreinigung
Die Kläranlagen haben in der Schweiz einen sehr guten Standard. Nach wie vor ist aber die Entfernung der Nährstoffe aus dem Abwasser ein energie- und kostenintensives Unterfangen. Nun hat das Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag ein biologisches Verfahren weiterentwickelt, welches die Stickstoffelimination aus dem Klärschlammwasser deutlich vereinfacht und in diesem Teilbereich des Reinigungsprozesses die Kosten halbiert. [...]

22. Juni 2010

Artenschwund ist Kapitalverlust
Der Verlust an Biodiversität ist ein Kapitalverlust für die kommenden Generationen. Gewässerökosysteme sind davon besonders betroffen. Unterschätzt wurde – so orientiert die Eawag an ihrem heutigen Infotag – dass die reduzierte Lebensraumvielfalt in Seen, Flüssen und Feuchtgebieten auch die Artneubildung unterbindet. Das beschleunigt die Negativspirale. [...]

15. Juni 2010

Eawag-Forscherin gewinnt Niederländischen Zoologie Preis
Die Eawag-Forscherin Martine Maan hat in der vergangenen Woche den Dutch Zoology Prize der Königlich-Niederländischen Gesellschaft für Zoologie (KNDV) erhalten. Der Preis zeichnet die besten Arbeiten im Bereich der integrativen Zoologie aus. Martine Maan wird damit für ihre hochstehende Forschung über Artbildung und sexuelle Selektion in Dendrobatidae und Cichliden geehrt. Ihre wissenschaftliche Publikation trägt den Titel «On the selective forces that drive the origin, maintenance and evolutionary consequences of animal colour diversity». [...]

7. Juni 2010

Sieben erfolreiche Doktorandinnen und Doktoranden
Im Mai 2010 konnten sieben Doktorandinnen und Doktoranden, welche an der Eawag den grössten Teil ihrer Doktorarbeiten gemacht haben, ihre Promotionsurkunde an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entgegen nehmen. Die Ausbildung der jungen Wissenschafter- innen basiert auf der engen Zusammenarbeit zwischen der Eawag und der ETH in Forschung und Lehre. [...]

25. Mai 2010

Einsichten in die Eawag-Forschung: Jahresbericht 2009
Als Kombination aus Geschäfts- und Forschungsbericht informiert der neueste Eawag Jahresbericht über die vielfältigen Arbeiten, die 2009 am Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs in Angriff genommen oder abgeschlossen wurden. [...]

20. Mai 2010

Zwei Eawag-Forscherinnen erhalten Professuren an der EPF Lausanne
Der ETH Rat hat an seiner Sitzung vom 19. Mai 2010 zwei Forscherinnen der Eawag als ordentliche Professorin resp. Titularprofessorin an der EPF Lausanne ernannt. Dr. Janet Hering, Direktorin der Eawag und ordentliche Professorin der ETH Zürich, wurde zur ordentlichen Professorin für Umweltchemie an der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (ENAC) der EPF Lausanne ernannt. Und Dr. Kristin Schirmer, Leiterin der Abteilung der Umwelttoxikologie an der Eawag, wurde an der gleichen Fakultät Titularprofessorin. [...]

17. Mai 2010

Eawag-Forscher Eberhard Morgenroth hat Einführungsvorlesung an der ETH Zürich gehalten
Eawag-Forscher Eberhard Morgenroth, der designierte Nachfolger von Willi Gujer für die ETH-Professur Siedlungswasserwirtschaft, hat seine öffentliche Einführungsvorlesung im Auditorium Maximum der ETH gehalten. Das Video der Vorlesung findet sich hier. Im Interview erklärt er, warum er sich für diese Stelle entschieden hat, was er an der Eawag schätzt und warum er den ehemaligen Direktor der Eawag Professor Werner Stumm gerne kennen gelernt hätte. [...]

03. April 2010

Self Container durch Brand zerstört
Am Karfreitag, 2. April, nachmittags kurz nach 14.15 Uhr, ist der autonome Wohn- und Arbeitscontainer «Self» niedergebrannt. Das von Wasser- und Energieanschlüssen unabhängige Haus ist ein Gemeinschaftsprojekt von Empa, Eawag, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK und der Fachhochschule Nordwestschweiz. Der Container stand aktuell auf einer Wiese im Zürcher Kreis 5 vor dem Museum für Gestaltung. Die Rettungskräfte konnten den Brand zwar löschen, doch nicht mehr verhindern, dass der Container vollständig zerstört wurde. [...]

26. Januar 2010

Regen messen mit Mobilfunkantennen
Weil Regen das Mobilfunknetz stört, können Eawag-Forscher aufgrund von Daten des Telekomunternehmens Orange Regenfälle messen. Die neue Methode ist räumlich deutlich exakter als die traditionelle Regenmessung mit einzelnen Regensammlern. Kombiniert mit intelligenten Steuerungen im Kanalisationssystem soll sie künftig den Gewässerschutz in Siedlungsgebieten verbessern. [...]

11. Januar 2010

Dachwasser trinken und mit Abwasser duschen
Self ist eine energie- und wasserunabhängige Raumzelle zum Wohnen und Arbeiten. Das gemeinsame Projekt von Empa, Eawag und der Zürcher Hochschule der Künste wird morgen Dienstag, 12. Januar 2010, das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt – an der Swissbau in Basel. [...]

07. Januar 2010

Energiepreis Watt d'Or für Eawag
Ein nachhaltiger Umgang mit Wasser spart Energie. Mit dieser Botschaft hat die Wasserversorgung der Tessiner Gemeinde Gordola heute in der Kategorie «Gesellschaft» den renommierten Watt d’Or 2010 des Bundesamtes für Energie gewonnen. Mitbeteiligt an diesem Erfolg ist die Eawag – sie hat mit verschiedenen Forschungs- und Beratungsprojekten die Gemeinde in ihren Bestrebungen für eine moderne, dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtete Wasserversorgung unterstützt. [...]

22. Dezember 2009

Monsun entzieht den Äckern giftiges Arsen
Als Folge der Bewässerung mit arsenhaltigem Grundwasser kann sich das giftige Arsen im Boden von Reisfeldern anreichern und wird – bei hohen Konzentrationen – schliesslich auch in der Reispflanze eingebaut. Nun zeigen Forscher von Eawag und ETH Zürich in einem gemeinsamen Projekt mit Wissenschaftern aus Bangladesch in der renommierten Zeitschrift Nature - Geoscience, dass ein Teil des Arsens durch die Überflutung während des Monsuns wieder aus dem Boden entfernt wird. [...]

11. Dezember 2009

Neues Direktionsmitglied mit Fokus auf aquatischer Evolutionsbiologie
Der ETH-Rat hat auf Antrag von Prof. Dr. Janet Hering, der Direktorin des Wasserforschungs-Instituts Eawag und Mitglied des ETH-Rats, Prof. Dr. Jukka Jokela per 1. Januar 2010 als Mitglied der Direktion angestellt. [...]

19. November 2009

Fischereiberatung: Zukunft gesichert
Die Fortführung der gesamtschweizerischen Fischereiberatung FIBER ist gesichert. Das Bundesamt für Umwelt und das Wasserforschungsinstitut Eawag haben eine Verlängerung des entsprechenden Zusammenarbeitsvertrages beschlossen. Mitbeteiligt ist auch der Schweizerische Fischerei-Verband. Neuer Leiter der FIBER ist der Biologe Jean-Martin Fierz. [...]

19. November 2009

World Toilet Day: Urin als Wertstoff behandeln
Ein aktuelles Forschungsprojekt der Eawag aus Nepal illustriert am heutigen Welt-Toiletten-Tag (World Toilet Day), wie die Verbesserung der Siedlungshygiene mit einem wirtschaftlichen Nutzen kombiniert werden kann. Aus dezentral gesammeltem Urin wird ein lokal wieder verwend- barer Dünger produziert. Das Projekt – bisher aus Eawag Eigenmitteln finanziert – hat gezeigt, dass die Herstellung von Struvitpulver aus Urin tech- nisch machbar und für die Beteiligten ein Erfolg ist. [...]

17. November 2009

Membrantechnologie als Schlüsseltechnologie in der Wasseraufbereitung
Die Membrantechnologie spielt in der Trinkwasseraufbereitung eine immer wichtigere Rolle. Experten aus dem In- und Ausland diskutierten am 16. November 2009 in Dübendorf an einer vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW) und dem Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag durchgeführten Tagung über den Stand dieser Technologie. [...]

05. Oktober 2009

Geheimnisse am Grund des Lago Maggiore
Derart detailgetreue Geländeaufnahmen vom Grund Schweizer Seen gab es bisher nicht. Dank eines raffinierten Sonarverfahrens zeigen neue Bilder des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag Geschiebeablagerungen, unterseeische Rinnen und andere Strukturen auf dem Grund des Lago Maggiore in dreidimensionalen Abbildungen, in einer Genauigkeit im Zentimeterbereich. [...]

01. Oktober 2009

Bund gibt Strategie vor gegen Mikroverunreinigungen
Das Bundesamt für Umwelt hat heute den Medien den Synthesebericht zum Projekt MicroPoll vorgestellt, an welchem die Eawag massgeblich beteiligt war. Die oberste Umweltbehörde kommt darin zum Schluss, dass zum Schutz vor Mikroverunreinigungen aus der Siedlungsentwässerung in der Umwelt eine Nachrüstung von rund 100 Abwasserreinigungsanlagen die effizienteste Lösung ist. Ergänzend dazu sind aber auch Massnahmen zur Verringerung von Verschmutzungen an der Quelle nötig. [...]

29. September 2009

Arsen im Wasser - Eawag als heller Sern am Forschungshimmel
«Sternkarten» der besonderen Art erstellt ScienceWatch. Die Wissenschafts-Monitoring-Agentur von Thomson-Reuters erfasst aus publizierten Arbeiten und der Häufigkeit, wie sie zitiert werden Vernetzungsmuster. Daraus geht hervor, welche Artikel den Trend setzen im jeweiligen Forschungsfeld und wie diese untereinander zusammenhängen. Im April 2009 wurde das Thema «Arsenic Water Pollution» erfasst. Nicht ganz überraschend sind unter den 24 „core papers“ der Periode 2003-2008 nicht weniger als fünf an der Eawag oder mit Beteiligung von Eawag-Forschenden entstanden. [...]

25. September 2009

Eawag an der 3. Nacht der Forschung
Am 25. September um 17Uhr startet die diesjährige Nacht der Forschung. Sie dauert bis um Mitternacht. Eawag und Ökotoxzentrum sind mit 5 Ständen dabei. Juliane Hollender spricht auf dem Schiff über sich als Forscherin und ihre Arbeit. Die Zelte des Forschungsmarkts mit Ständen, Bühnen und Beizen sind um den «Bürkliplatz» thematisch gruppiert. Der Anlass findet gleichzeitig auch in anderen Städten Europas statt und richtet sich an ein breites Publikum jeden Alters. In Zürich wird lebendige Forschung an über 90 Ständen gezeigt. [...]

19. August 2009

Solare Wasserdesinfektion auf dem Prüfstand
Mit ihren negativen Aussagen über die Solare Trinkwasserdesinfektion - eine Methode, die mit Hilfe von Sonnenlicht und PET-Flaschen verkeimtes Trinkwasser desinfiziert - hat eine kürzlich veröffentlichte Studie [1] des Tropeninstituts Basel eine beträchtliche Medien-Resonanz ausgelöst. Die Forscher berichteten, dass Durchfallerkrankungen in einer Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht signifikant reduziert wurden. [...]

06. August 2009

Trinkwasser für das 21. Jahrhundert
Im Querprojekt Wave21 hat die Eawag mit verschiedenen Partnern aus Privatwirtschaft und Wasserversorgung an der Zukunft der Trinkwasseraufbereitung geforscht. Jetzt ist der Schlussbericht «Wave21 - Drinking Water in the 21st Century» publiziert. Im Zentrum des integrativen Projektes stand die Versorgung aus Oberflächenwasser, besonders die Wechselwirkungen zwischen den Parametern des Rohwassers und den verschiedenen Aufbereitungsschritten. [...]

04. August 2009

Abwasser als Energiequelle
Abwasser ist eine noch wenig genutzte Wärmequelle. Doch die Wärmerückgewinnung aus Abwasser wurde in der Forschung lange stiefmütterlich behandelt. Eines der Probleme ist die Verschmutzung von Wärmetauschern. Sie hat dazu geführt, dass gut gemeinte Pionieranlagen bereits nach kurzer Zeit nicht mehr oder nur noch mit einem sehr schlechtem Wirkungsgrad funktionieren. Die Forschung, welche an der Eawag gemeinsam mit Partnern betrieben wurde zeigt nun, dass das Problem gelöst oder zumindest stark gemildert werden kann. [...]

31. Juli 2009

Sex hilft gegen Parasiten
Warum sich grosse Teile des Tier- und Pflanzenreichs zur Fortpflanzung mit Sex abmühen, ist eine der spannendsten Fragen der Biologie. Jetzt zeigt eine Arbeit unter Leitung des Wasserforschungsinstituts Eawag, dass die sexuelle Vermehrung für eine Population langfristig einen Vorteil bringt, um gegen Parasiten zu bestehen. [...]

23. Juni 2009

Risikostoffe im Wasser: Vermeiden - beurteilen - entfernen
Chemikalien und neuerdings auch Nanopartikel landen irgendwann unweigerlich im Wasser, wo sie zu den Risikofaktoren zählen. Am Informationstag des Wasserforschungsinstituts Eawag zeigen Wissenschafterinnen und Wissenschafter heute auf, dass pauschale Grenzwerte als Vorsorge nicht genügen und dass besonderes Gewicht auf das Vermeiden von Schadstoffeinträgen gelegt werden muss – die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis zeigt in diesem Bereich Erfolge. [...]

16. Juni 2009

Erfolgreiche Abwasserbehandlung mit Ozon
Wird Abwasser mit Ozon behandelt (Ozonung), kann ein breites Spektrum von Mikroverunreinigungen entfernt werden. Ein von der Eawag im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) durchgeführter Pilotversuch in der Abwasserreinigungsanlage Regensdorf/ZH hat gezeigt, dass diese Technologie erfolgreich in die bestehende ARA integriert werden kann. [...]

02. Juni 2009

Wasserversorgung 2025 - Schlussbericht verfügbar
Im Rahmen eines Vorprojektes für das Bundesamt für Umwelt (Bafu) haben zahlreiche Expertinnen und Experten der Eawag eine aktuelle und sehr breite Übersicht erarbeitet über die Schweizer Trinkwasserversorgung. Nun haben Bafu und Eawag den Schlussbericht «Wasserversorgung 2025» publiziert. [...]

19. Mai 2009

Einsichten in die Eawag-Forschung: Jahresbericht
Der Eawag Jahresbericht 2008 informiert als Kombination aus Geschäfts- und Forschungsbericht aktuell und neu noch reicher bebildert als bisher über die vielfältigen Arbeiten, die 2008 am Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs in Angriff genommen oder abgeschlossen wurden. [...]

07. Mai 2009

Druckfrisch - Eawag News Partikelanalyse
Partikel gibt es nicht nur in der Luft, sie schweben auch im Wasser. Im Partikellabor der Eawag macht man sich von den Winzlingen mit Hilfe modernster mikroskopischer Techniken ein genaues Bild. Im Fokus der neuesten Eawag News stehen daher Forschungsprojekte aus dem Partikellabor. Daneben bietet die Eawag News einen Mix aktueller Resultate aus verschiedenen anderen Gebieten: So geht um das Selbstreinigungspotential von Gewässern, ein neues Simulationsmodell für Fliessgewässer, die Verbreitung der solaren Wasserdesinfektion (Sodis), Nitrosamine in Schweizer Trinkwasserressourcen, den Abbau der hormonaktiven Nonylphenole, und zuguterletzt um das Thema Wasserknappheit und die Strategie des virtuellen Wassers. [...]

10. März 2009

Vietnamesische Ehren-Medaillen für Eawag-Mitarbeitende
Für ihre Verdienste im Bereich Trink- und Abwasser haben vier Wissenschafter der Eawag heute Ehren-Medaillen von der vietnamesischen Regierung erhalten. Ausgezeichnet wurden sie für «hervorragende Leistungen in Lehre und Berufsbildung in Vietnam». Mit finanzieller Unterstützung des Bundes ist es ihnen gelungen, die Forschungskapazität von zwei Hochschulinstituten in Nordvietnam zu stärken und die dortige Wasserversorgung sowie das Abwassermanagement zu verbessern. [...]

10. März 2009

Jurassic Park aus dem Greifensee
Vom Menschen verursachte Umweltveränderungen haben Einfluss auf die natürliche Artenvielfalt. So hat die Überdüngung des Greifen- und Bodensees in den 1970/80er-Jahren dazu geführt, dass eine Wasserflohart genetisch verändert und schliesslich verdrängt wurde. Sie ist trotz der heute deutlich besseren Wasserqualität nicht wieder zurückgekehrt. Das haben Forschende der Eawag gemeinsam mit den deutschen Universitäten Frankfurt und Konstanz durch Erbgutanalysen von bis zu 100 Jahre alten Eiern des Wasserflohs nachgewiesen. [...]

09. März 2009

Schwall und Sunk - Fachtagung in Solothurn
Die bedarfsgerechte Stromerzeugung aus Wasserkraft­nutzung führt zu Abflussschwankungen in den genutzten Fliessgewässern – dem Schwall und Sunk. Die dadurch verursachten Probleme sind eine Herausforderung für den Gewässerschutz und die Wasserwirtschaft. An einer Fachtagung in Solothurn haben heute Experten aus der Wissenschaft, der Wasserkraftnutzung, dem Gewässer­schutz und der Verwaltung über die Problematik, mögliche Verbesserungsmassnahmen und Erfahrungen aus der Praxis berichtet. [...]

23. Januar 2009

Eawag Forum Chriesbach: Ökologisch bauen zahlt sich aus
Ein fünfstöckiges Büro- und Forschungsgebäude für 220 Personen, das kaum mehr Energie von aussen für Wärme und Kälte benötigt als ein bis zwei Einfamilienhäuser? Das Forum Chriesbach des Wasserforschungs-Instituts Eawag schafft das. Gut zwei Jahre nach seiner Einweihung ziehen Architekten, Planer und die Bauherrschaft heute an einer Tagung eine positive Bilanz, auch in Bezug auf die Kosten. Schon heute gilt das international beachtete Haus als Vorbild für eine neue Gebäudegeneration, auch wenn es Optimierungspotential gibt. [...]

15. Januar 2009

Forum Chriesbach: Vision und Realität
Am 23. Januar findet im Atrium Forum Chriesbach die Veranstaltung Forum Chriesbach: Vision und Realität statt. Zwei Jahre nach der Einweihung wird eine Bilanz gezogen: Wie gut decken sich Planung und Ist-Zustand? Was hat man wirklich erreicht? Wo gibt es Schwachpunkte? [...]

08. Januar 2009

Neue Ergebnisse der Klimaforschung mit Eisbohrkernen
Die Analyse eines 139 m langen Eiskerns aus dem sibirischen Altai liefert neue Erkenntnisse zur Klimaforschung. Anhand von Sauerstoffisotopen im Eis wurden die Temperaturen der letzten 750 Jahre im Altai rekonstruiert. Die Forschenden fanden einen starken Zusammenhang zwischen den regionalen Temperaturen und der Sonnenaktivität in der Zeitperiode von 1250 - 1850 und schliessen daraus, dass die Sonne eine wichtige Triebkraft für Temperaturschwankungen im Altai war. [...]

 

25. April 2014
08:30 Uhr
ETH Zentrum, Universitätsstrasse 16
 
28. April 2014
11:00 Uhr
Eawag Kastanienbaum
 
30. April 2014
14:00 Uhr
Eawag Kastanienbaum