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Zebrabärblinge - Sensoren in der Ökotoxikologie

Zebrabärblinge - Sensoren in der Ökotoxikologie

Eawag News 64, März 2008

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gesamtes Heft [pdf]


Editorial: Zebrabärbling – die aquatische Maus
Rik Eggen



Zebrabärblinge stehen Modell
Martina Bauchrowitz
Vor gut 8 Jahren wurde in der Abteilung Umwelttoxikologie die Forschung an Zebrabärblingen gestartet. Ein aktives Team rund um den Molekularbiologen Rik Eggen arbeitet seither mit diesem neuen Modellorganismus. Nun ist es an der Zeit, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Wort kommen zu lassen. [pdf]


Gut versorgt
Karin Rüfenacht und Kerstin Dannenhauer
Ungefähr 600 kleine Zebrabärblinge (Danio rerio) werden in den Aquarien der Eawag gehalten. Sie liefern die befruchteten Fischeier, die tagtäglich für die ökotoxikologischen Experimente gebraucht werden. [pdf]


Der MolDarT – ein neuer Toxizitätstest
Jane Muncke
Viele Toxizitätstests arbeiten mit adulten Fischen und nutzen die Letalität als einziges Kriterium, um die Giftigkeit einer Substanz zu beschreiben. Wo die einzelnen Stoffe jedoch genau angreifen, bleibt unklar. Wir haben deshalb einen Test entwickelt, der Auskunft über die molekularen Effekte der Schadstoffe gibt und zudem auf adulte Fische verzichtet. [pdf]


Rätselhaft: missgebildete Thunersee-Felchen
Anja Liedtke
Seit 2000 zeigen viele Felchen im Thunersee veränderte Geschlechtsorgane. Trotz intensiver Forschung weiss man bis heute nicht, woran das liegt. Als Ursachen kommen u.a. genetische Veränderungen, Pathogene und Umweltschadstoffe in Betracht. Derzeit testet die Eawag die Schadstoffhypothese und wendet dabei erstmals auch den in ihren Labors entwickelten Zebrabärbling-Biotest an – ein Zwischenbericht. [pdf]


Rolle der Östrogene in der Organentwicklung
Rik Eggen
Schlüsselenzym der Östrogen-Biosynthese ist die Cytochrom-P450-Aromatase. Sie katalysiert die entscheidende Reaktion, nämlich die Umwandlung der Androgene in Östrogene und bestimmt so die Höhe des Östrogenspiegels. Anhand von Zebrabärblingen untersuchten wir, ob die Aromatase die Entstehung der Geschlechtsorgane und des Seitenlinienorgans steuert. [pdf]


Zebrabärblinge ohne Östrogenrezeptoren
Mirjam Fröhlicher
Weibliche Geschlechtshormone, die Östrogene, können ihre Wirkung erst ausüben, wenn sie von Östrogenrezeptoren erkannt werden. Doch was geschieht, wenn die Bildung der Rezeptoren unterdrückt wird? Dies untersuchten wir an Zebrabärblingen. Ein besonders auffälliges Merkmal dieser «Knock down»-Fische war ihr Verhalten, ständig im Kreis zu schwimmen. Ihnen fehlte das Seitenlinienorgan, mit dem sie sich normalerweise orientieren. [pdf]


Östrogenähnliche Wirkung von Dioxinen
Ksenia Groh
Dioxine sind weit verbreitete Umweltschadstoffe. Ähnlich wie die weiblichen Geschlechtshormone, die Östrogene, sind sie in der Lage, in das Hormonsystem wild lebender Arten einzugreifen. So beeinträchtigen sie z.B. die Fortpflanzungsfähigkeit von Fischen. Um die Risiken von Dioxinen auf Gewässerorganismen besser einschätzen zu können, untersuchten wir, ob sie die Expression eines normalerweise durch Östrogene regulierten Gens verändern. [pdf]


Veränderte Genaktivität durch Rohöl
Jules Kemadjou
Immer wieder kommt es zu Ölkatastrophen. Die akuten Schäden für die aquatischen Organismen sind meist dramatisch. Aber selbst Jahrzehnte später können das Öl oder seine wasserlöslichen Komponenten noch nachgewiesen werden. Unser Ziel war es deshalb, die Effekte von Rohöl auf Fische unter subakuten Bedingungen zu untersuchen. Mittels Zebrabärblingen als Modellorganismen identifizierten wir mehrere hundert Gene, deren Expression nach einer Ölexposition verändert ist. [pdf]



Proteinmuster zeigen Schadstoffbelastung an
Marc Suter
Die Proteomanalyse ist nicht nur in der Medizin eine Erfolg versprechende Methode. Seit knapp 10 Jahren wird sie auch in der Ökotoxikologie angewendet. Sie deckt auf, welche Proteine verstärkt ausgeschüttet bzw. unterdrückt werden, wenn Organismen Umweltschadstoffen ausgesetzt sind. An der Eawag ist das Verfahren nun für Zebrabärblinge etabliert worden. [pdf]


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