Trinkwasser Quantitative Aspekte
Qualitative Aspekte
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Die Erde ist zu 2/3 mit Wasser bedeckt, schätzungsweise rund 1,4 Milliarden km3. Von diesen Wassermengen ist aber lediglich etwa 2,5 % Süsswasser und davon nur etwa 1/3 als Trinkwasser nutzbar – der Rest ist in den Polargebieten, als Gletscher, Bodenfeuchtigkeit und in Feuchtgebieten gelagert (siehe Abbildung 1).
Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Obwohl sie nur 0.4% der europäischen Fläche ausmacht, lagern hier 6% der europäischen Süsswasserreserven. Wichtige europäische Flüsse, die als Trinkwasserressourcen genutzt werden, haben ihren Ursprung in den Schweizer Alpen (Rhein, Rhône, Ticino, Inn). Bei der Nutzung der Süsswasserressourcen ist es wichtig, die natürliche Erneuerungsrate nicht zu übersteigen. Diese wird bestimmt durch Niederschläge und Zuflüsse abzüglich Verdunstung und Abflüsse. In der Schweiz ist die Erneuerung der Süsswasserreserven deutlich grösser als ihr Verbrauch. Durchschnittlich fallen in der Schweiz jährlich 1'500 mm Niederschläge (1'500 L/m2 bzw. 60 km3), davon werden gesamthaft etwa 3 km3 oder 5 % genutzt. (siehe Abbildung 2).Global gesehen ist die Situation anders. Die potentielle Wasserverfügbarkeit ist in den verschiedenen Regionen der Erde sehr unterschiedlich (siehe Abbildung 3). Ein zusätzliches Problem stellt die Übernutzung der vorhandenen Reserven dar. Durch die Bevölkerungszunahme und den erhöhten Wasserverbrauch wird voraussichtlich in den nächsten Jahrzehnten das Wasser vielerorts zum knappen Gut (siehe Abbildung 4).
Qualitative Aspekte des Trinkwassers
Damit Wasser als Trinkwasser genutzt werden kann, muss es verschiedenen Reinheitsanforderungen genügen. Für die Schweiz sind diese festgelegt in der Fremd- und Inhaltsstoffverordnung (SR 817.021.23) und der Hygieneverordnung (SR 817.051) (vgl. auch Übersichtstabelle Schweiz: Grenz- und Toleranzwerte für Trinkwasserinhaltsstoffe, PDF Datei, 120KB). Internationale Trinkwasserrichtlinien werden von der WHO unverbindlich festgelegt (vgl. WHO Informationsbroschüre zur Festlegung von Richtlinien und Trinkwasserstandards der USA und EU).EAWAG Forschung
Woher stammt unser Trinkwasser? Wo und wie bewegt sich das Grundwasser im Boden? Wie wird es in den natürlichen Reservoirs gelagert und gereinigt? Welches sind wichtige Verunreinigungen des Trinkwassers, und woher stammen sie? Welche technischen Aufbereitungsschritte sind nötig, bevor Wasser aus Grundwasser, Quellen oder Seen zum Trinkwasser wird? Verschiedene Forschungsprojekte der EAWAG beschäftigen sich mit diesen Fragen. Die trinkwasserrelevanten Forschungsgebiete können in die Bereiche Ressourcen, Selbstreinigung, Aufbereitung, Verteilung, Verbrauch und Innovation unterteilt werden. Schwerpunkte der EAWAG Forschung sind die Bereiche Aufbereitung und Ressourcen. Detaillierte Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten der EAWAG sind bei den jeweiligen Bereichen zu finden.Links rund ums Trinkwasser
©EAWAG, last update 27.01.2006 , Manuela Frei, back to top