Trinkwasser

Innovation / Projekte

Integrierte Mikrosystem der Versorgung - Dynamik, Nachhaltigkeit und Gestaltung von Transformationen in der netzgebundenen Versorgung

Umfeldanalyse zu Strukturreformen in der Siedlungswasserwirtschaft

Privatisierung und Nachhaltigkeit im Wassersektor


Integrierte Mikrosystem der Versorgung - Dynamik, Nachhaltigkeit und Gestaltung von Transformationen in der netzgebundenen Versorgung

Kurze Beschreibung des Projekts
Das Projekt „Integrierte Mikrosysteme der Versorgung“ ist ein vom deutschen Forschungsministerium (Bmbf) gefördertes Schlüsselprojekt, das gemeinsam mit Praxispartnern zukünftige Strukturen in den Versorgungssektoren Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation entwickelt. Grundannahme ist, dass die Veränderungen in den einzelnen Sektoren Ähnlichkeiten aufweisen und sich gegenseitig beeinflussen, wodurch eine rein sektorspezifische Betrachtung nicht ausreichend wäre.
Im Bereich der Siedlungswasserwirtschaft findet zuerst eine Erhebung der sektorspezifischen Dynamiken aus organisatorischer, regulatorischer und technologischer Sicht statt. Neben Fragen der Privatisierung und neuen Aufgaben für Kommunen und Staat stehen hier auch technologische Entwicklungen im Vordergrund, die den Sektor revolutionieren könnten. Bestimmte Ansätze wie die Grauwasseraufbereitung in Verbindung mit der dezentralen Nutzung des Schwarzwassers in Biogasanlagen zur Energieerzeugung könnten eine grössere Unabhängigkeit von den bisherigen zentralen Versorgungsstrukturen mit sich bringen. Gleichzeitig müssten sich Wasserversorgungen mit der Herausforderung einer stark abnehmenden Wassernachfragen auseinandersetzen.
In sektorübergreifenden Szenarioworkshops entwickeln die Praxispartner (Unternehmen, Kunden, Regulatoren) zukünftige Strukturoptionen, die dann einer Nachhaltigkeitsbewertung unterzogen werden.

Funktion der EAWAG
Beteiligung an der Projektleitung
Durchführung der Sektorstudie Wasser/ Abwasser
Entwicklung des Transformationskonzeptes
Beteiligung an der Szenarienentwicklung
Durchführung von Fallstudien mit Unternehmen

Projektpartner
Öko-Institut, Freiburg
Forschungszentrum Jülich, Programmgruppe Mensch-Umwelt-Technik
Energiewirtschaftliches Institut an der Universität Köln
Wissenschaftliches Institut für Kommunikationsdienste, Bad Honnef
Society and Technology Research Group der DaimlerChrysler AG, Berlin.

Kontakt
Dr. Bernhard Truffer
+41 41 349 2115
bernhard.truffer@eawag.ch

Projektdauer
08.2002 – 07.2005

Finanzierung
bmbf

Links
www.cirus.ch
www.mikrosysteme.org


Umfeldanalyse zu Strukturreformen in der Siedlungswasserwirtschaft

Kurze Beschreibung des Projekts
Nachdem lange Zeit die technischen Fragestellungen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im Vordergrund standen, stellen sich den Verantwortlichen in diesen Bereichen vermehrt Fragen aus dem ökonomischen und organisatorischen Bereich. Eine Umfeldanalyse, für die zwanzig Akteure aus der Siedlungswasserwirtschaft befragt wurden, zeigte die zunehmende Bedeutung der Fragen der Organisationsform, der Wasserpreise oder der Investitionsfinanzierung. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass zur Versachlichung der häufig emotional geführten Diskussion eine deutlichere Unterscheidung der Begriffe “Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung” erforderlich ist. Diese wird im Rahmen dieses Projektes geleistet.

Funktion der EAWAG
Projektleitung

Projektpartner
-

Kontakt
Dieter Rothenberger
+41 41 349 2182
dieter.rothenberger@eawag.ch

Projektdauer
01.2002 – 12.2002

Finanzierung
EAWAG interne Mittel

Weitere Informationen
Rothenberger, D.: Neue Tendenzen im Versorgungssektor – ein Blick über die Grenzen. In: Thema Umwelt, 2/2002. Zürich, Schweiz.
Rothenberger, D.: Optionen für die Deregulierung der Siedlungswasserwirtschaft. In: Kommunalmagazin 6/2002. Schlieren, Schweiz.
Rothenberger, D.: Strukturreformen in der Siedlungswasserwirtschaft – Deregulierung, Flexibilisierung, Regionalisierung. In: gwa (special issue), 9/2002, Zürich, Schweiz.
Rothenberger, D.; Moosmann, L.; Boller, M.: (2002): EAWAG-Workshop „Reformen in der Siedlungswasserwirtschaft“ – Ein Rückblick. In: gwa (special issue), 9/2002, Zürich, Schweiz.
Rothenberger, D.: Herausforderungen in der Wasserversorgung – Die zukünftige Rolle der Gemeinden. In: Die Schweizer Gemeinde, 11/2002, Uternen-Schönbühl, Schweiz.

Links
www.cirus.ch


Privatisierung und Nachhaltigkeit im Wassersektor

Kurze Beschreibung des Projekts
In den letzten 10 Jahren kann eine deutliche Zunahme von Privatisierungsprojekten weltweit festgestellt werden. Dies gilt auch für die Siedlungswasserwirtschaft. Diese Projekt untersucht die Treiber für diese Entwicklungen und bewertet die unterschiedlichen Optionen, die sich von der formellen Privatisierung über das Auslagern klar umgrenzter Dienstleistungen bis hin zu jahrzehntelange Konzessionsverträgen und der materiellen Privatisierung erstrecken. Aus Sicht der Nachhaltigkeit steht insbesondere die Frage der Durchsetzung gesellschaftlicher Interessen sowie die Reversibilität der Privatisierung im Fokus. Hierzu werden die Erfahrungen aus dem europäischen Ausland und teilweise aus Entwicklungsländern bei der Umsetzung von Privatisierungsvorhaben mit Hilfe der Institutionellen Ökonomie und der Evolutorischen Ökonomie analysiert.

Funktion der EAWAG
Projektleitung

Projektpartner
t.b.c.

Kontakt
Dieter Rothenberger
+41 41 349 2182
dieter.rothenberger@eawag.ch

Projektdauer
vorauss. 03.2003 – 12.2005

Finanzierung
EAWAG interne Mittel, evtl. EU

Links
www.cirus.ch

 



©EAWAG, last update 14.01.2003, Manuela Frei, back to top