Ressourcen Grundwasser
Oberflächenwasser
Ressourcenschutz
EAWAG ForschungDas Schweizer Trinkwasser stammt zu 80% aus dem Grundwasser. Quellen werden als natürliche Aufstösse des Grundwassers zu diesem dazugezählt und machen rund die Hälfte des Grundwassers aus. Die übrigen 20% des Trinkwassers stammen aus Oberflächengewässern, vorwiegend Seen. In ländlichen Gegenden wird der Trinkwasserbedarf hauptsächlich durch Quell- und Grundwasser gedeckt, beispielsweise in Schwyz (vgl. Wasserversorgung Schwyz). In städtischen Gegenden stammt Trinkwasser zum grossen Teil aus Oberflächengewässern, beispielsweise in Zürich: hier liefert der See 70% des Trinkwassers (vgl. Wasserversorgung Zürich).
Grundwasser
fliesst in den Hohlräumen von wasserdurchlässigen Schichten und Gesteinen des Untergrunds (z.B. Lockergesteinen wie Sand und Kies, in geklüfteten Kalk- und Granitgesteinen). Im Allgemeinen ist das Grundwasser wegen seiner Abgeschlossenheit relativ gut geschützt vor dem direkten Eintrag von unerwünschten Stoffen. Grundwasser wird hauptsächlich neu gebildet durch Niederschläge, infiltrierende Flüsse und Hangwasserversickerungen seitlich von Talsohlen. Zudem kann es künstlich angereichert werden. Grundwasser fliesst und erneuert sich sehr langsam. Verschmutzungen des Grundwassers, beispielsweise durch Industrie, Landwirtschaft und Verkehr können daher jahrelang erhalten bleiben.Oberflächenwasser
werden durch Niederschläge, Schmelzwasser und Grundwasseraufstösse neu gebildet. Sie stehen in direktem Kontakt mit der Atmosphäre und können durch Luftverunreinigungen beeinträchtigt werden. Einträge von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln aus der Landwirtschaft können Seen stark belasten.
Flüsse werden oft als Vorfluter verwendet, d.h. geklärtes Abwasser aus Abwasserreinigungsanlagen wird eingeleitet.Ressourcenschutz
Wasserressourcen, die für Trinkwasser genutzt werden, unterstehen einem strengen gesetzlichen Schutz, der hauptsächlich in der Eidgenössischen Gewässerschutzverordnung (SR 814.201) festgelegt ist. Für Grundwasser gelten rund um Fassungsanlagen herum nach der Fliessdistanz zur Fassung hin abgestuft verschiedene Bereiche mit Nutzungsbeschränkungen. In Seen wird der Eintrag von Abwässern geregelt; der diffuse, also nicht auf einen bestimmten Ort beschränkte Eintrag von Stoffen aus der Landwirtschaft oder dem Verkehr hingegen ist nur zum Teil gesetzlich geregelt.EAWAG Forschung + Beratung
Verschiedene Fragestellungen in Bereich der Trinkwasserressourcen werden an der EAWAG bearbeitet. Ein wichtiger Fokus ist die Entwicklung von Methoden, wie Grundwasser beobachtet (Radontracer und Umwelttracer) und der Erfolg von Massnahmen in der Landwirtschaft auf die Grundwasserqualtität gemessen werden kann (Nitratprojekt im Klettgau). Das Nationale Beobachtungsprogramm zur Grundwasserqualität in der Schweiz, NAQUA, ist ein wichtiges Überwachungsprogramm des Bundes. Die EAWAG nimmt innerhalb von NAQUA eine Beratungsfunktion wahr.
Die wichtigsten Flüsse werden im Rahmen der "Nationalen Daueruntersuchung der schweizerischen Fliessgewässer" (NADUF) seit Mitte der siebziger Jahre beprobt und untersucht. Die EAWAG analysiert die Proben und wertet die Daten aus.
Die nachhaltige Nutzung von Grundwasser wird am Beispiel des Thurtals untersucht. Durch natürliche Verwitterungsprozesse gelangt regional auch Arsen ins Grundwasser. Ein EAWAG Forschungsprojekt untersucht, wie die Situation für die Schweiz zu beurteilen ist (Arsen im Schweizer Grundwasser).Radon als Tracer für Grundwasser und Bodengas
Umwelttracer
Verminderung des Nitrateintragtes in landwirtschaftlich geprägten Gegenden
Grundwasserqualität in der Schweiz: NAQUA Trend – nationales Beobachtungsprogramm
Nachhaltige Bewirtschaftung des Thurtal-Grundwassers
Arsen im Schweizer Grundwasser
NADUF: Daueruntersuchung der schweizerischen Fliessgewässer
©EAWAG, last update 29.10.2002, Manuela Frei, back to top