Minimierung der Bildung von Bromat während der Ozonung von Trinkwasser

Ozon wird in der Trinkwasseraufbereitung zur Desinfektion und Oxidation eingesetzt. Ozon ist ein ausgezeichnetes Desinfektionsmittel und die Oxidationseigenschaften werden zur Entfärbung, Elimination von Geschmacks- und Geruchsproblemen und zur Verminderung von unerwünschten Spurenstoffen eingesetzt. Durch die mit diesen Prozessen einhergehenden Reaktionen von Ozon mit der Wassermatrix werden auch unerwünschte Nebenprodukte gebildet. Das wichtigste dieser Produkte ist Bromat, welches bei der Ozonung von bromid-haltigen Wässern entsteht. Bromat gilt als potenziell kanzerogen, weshalb im Trinkwasser ein tiefer Toleranzwert angesetzt wurde. Da die Bromatbildung mit zunehmend besserer Desinfektion/ Oxidation ansteigt, steht man insbesondere bei der Inaktivierung von ozon-resistenten Mikroorganismen vor dem Dilemma, einerseits ein hygienisch einwandfreies Wasser zu produzieren, andererseits den Toleranzwert von Bromat nicht zu überschreiten. Deshalb ist es in gewissen Wässern notwendig, Massnahmen zu ergreifen, die bei gleichbleibender Desinfektionsleistung zur Verminderung von Bromat führen. Die gängigen Methoden sind Absenkung des pH Wertes oder Zusatz von Spuren von Ammoniak. Gegenwärtig wird ein weitergehender Prozess (Vorchlorung gefolgt von Ammoniakzugabe) untersucht.

Projektpartner
Suez Lyonnaise des Eaux, Frankreich

Kontakt EAWAG
Urs von Gunten
Wasserressourcen und Trinkwasser
+41 1 823 52 70
vongunten@eawag.ch

Projektdauer
08.2001-06.2003

Funktion EAWAG
Projektleitung

Finanzierung
Suez Lyonnaise des Eaux

Weitere Informationen
U. Pinkernell and U. von Gunten (2001) Bromate minimization during ozonation: mechanistic considerations. Environ. Sci. Technol.,
35, 2525-2531.

A. Driedger, E. Staub, U. Pinkernell, B. Marinas, W. Köster, U. von Gunten (2001) Inactivation of Bacillus subtilis spores and bromate formation during ozonation. Water Res., 35, 2950 – 2960.



©EAWAG, last update 26.09.2002, Manuela Frei, back to top