EAWAG news 48d (November 1999)

Strategien in der Siedlungswasserwirtschaft

 

Editorial (en48d_zeh.pdf, 60 KB)
Alexander J.B. Zehnder (alexander.zehnder@eawag.ch)

Leitartikel

Auf dem Weg zu neuen Strategien in der Siedlungswasserwirtschaft (en48d_sch.pdf, 125 KB)
Roland Schertenleib und Willi Gujer (roland.schertenleib@eawag.ch, willi.gujer@eawag.ch)
Die wichtigsten Funktionen der Siedlungwasserwirtschaft (SWW) sind die Vermeidung von wasser- und fäkalienbezogenen Krankheiten, die Verhinderung von Überschwemmungen in Siedlungsgebieten sowie die Sicherstellung der ökologischen Integrität von Oberflächengewässern. Durch den systematischen Auf- und Ausbau von konventionellen Entwässerungssystemen mit Ableitung und Behandlung des Abwassers in zentralen Kläranlagen war es in den Industrieländern des Nordens bis heute möglich, diese Funktionen weitgehend zu erfüllen. Das Konzept widerspricht allerdings wichtigen Kriterien der Nachhaltigkeit.

Forschungsberichte: Bereich der Industrialisierten Länder

Massnahmen an der Quelle - auch im Haushalt (en48d_lar.pdf, 90 KB)
Tove A. Larsen (tove.larsen@eawag.ch)
Mit Massnahmen an der Quelle könnte der Reinigungsvorgang vereinfacht werden, gleichzeitig würden heute fast unlösbare Probleme einer Lösung zugeführt. Solche Massnahmen haben aber auch ihre Kosten und sind heute nur noch in Ausnahmefällen konkurrenzfähig. Um ein System zu entwerfen, das vom Konzept her sowohl in unseren Breitengraden als auch in den Entwicklungsländern Zukunft hat, müssen verschiedenen Massnahmen an der Quelle in Betracht gezogen werden.

Handlungsauswirkungen abschätzen - Früherkennung struktureller Probleme
(en48d_til.pdf, 150 KB)
Donald Tillman (donald.tillman@eawag.ch)
Wie wirken sich die verschiedenen Handlungsmuster der Beteiligten technisch und finanziell auf das System Trinkwasserversorgung aus? - Mittels Analyse und Modellierung dieser Verhaltensweisen und Interaktionen können wir die Wirksamkeit und die potentiellen Risiken heutiger Ingenieur- und Managementstrategien frühzeitig erkennen.

Schwermetalle sind im Dachwasser unerwünscht (en48d_ste.pdf, 115 KB)
Michele Steiner (michele.steiner@eawag.ch)
Bei der Versickerung gelangen die Schwermetalle im Dachwasser, vor allem Kupfer, Zink, Blei und Cadmium, in die Sickerschicht und möglicherweise ins Grundwasser. Bis Massnahmen an der Quelle diese Belastungen verringern, sollen diese Stoffströme kontrolliert in Versickerungsanlagen zurückgehalten werden.

Forschungsberichte: Bereich der Entwicklungsländer

Zurück zum Haushalt - auch in der Wasseraufbereitung (en48d_weg.pdf, 175 KB)
Martin Wegelin (martin.wegelin@eawag.ch)
Das Trinkwasser in Entwicklungsländern, entnommen vom Wasserhahn oder geschöpft aus einer zweifelhaften Wasserquelle, ist möglicher Träger von Krankheitskeimen. Die öffentliche Wasserversorgung in den Städten funktioniert vielfach schlecht, in ländlichen Gebieten fehlt sie oft gar gänzlich. Die Haushalte sind in diesen Fällen gefordert, ihr Trinkwasser selbst zu beschaffen bzw. zu behandeln.

Abfallmanagement in Armenvierteln (en48d_zur.pdf, 205 KB)
Chris Zurbrügg (christian.zurbruegg@eawag.ch)
Die meisten Behörden rasch wachsender Städte in Entwicklungsländern sind nicht in der Lage, eine befriedigende Abfalleinsammlung und -entsorgung zu gewährleisten. Vor allem die schlecht erschlossenen städtischen Randgebiete, oft Lebensraum der armen Bevölkerungsschicht, bleiben ohne Abfalleinsammlung.

Wo Städte keine Kanalisation haben (en48d_str.pdf, 125 KB)
Martin Strauss und Agnès Montangero (martin.strauss@eawag.ch, agnes.montangero@eawag.ch)
In den Städten von Entwicklungsländern (EL) werden Fäkalien nicht wie bei uns über die Schwemmkanalisation entsorgt, sondern mehrheitlich als Fäkalschlämme (FS) aus Klär- und Latrinengruben abgesaugt und wegtransportiert. Technologien für die kostengünstige, nachhaltige Behandlung solcher Schlämme fehlen noch weitgehend und werden darum zusammen mit Partnern in EL vom Forschungsbereich für Siedlungshygiene in Entwicklungsländern entwickelt.

Forum / In Kürze

BürgerInnen diskutieren über die Tätigkeit der EAWAG
Die Stiftung «Science et Cité» fördert die konstruktive Auseinandersetzung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Interview mit Prof. Hermann H. Hahn
(en48d_hah.pdf, 95 KB)
Interview mit Prof. Herrmann H. Hahn
Prof. Herrmann H. Hahn betreut am Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Universität Karlsruhe (D) auch viele ausländische Studierende. Wir sprachen ihn auf die Entwicklung in seinem Fachgebiet an.

EurAqua
Die EurAqua ist ein europäisches Netzwerk von Wasserforschungs-Institutionen, in welchem 16 Institutionen aus 16 Ländern zusammengeschlossen sind. Die EAWAG vertritt die Schweiz in der EurAqua.

Der Tianjin-Schweiz «Ping-Pong-Kurs» - Ein Pilotprojekt für partnerschaftliche Weiterbildung
Ende 1997 erhielt die EAWAG eine Anfrage des Tianjin Environmental Protection Bureau (TEPB), für eine Delegation von 20 chinesischen Umweltfachleuten einen 20-tägigen Kurs «Water Environmental Management and Monitoring Training Program» zu organisieren. Die Anfrage kam von Frau Yang Jienan, der Vize-Direktorin der Abteilung für internationale Kooperation des TEPB. Sie war einige Monate zuvor mit einer Gruppe Chinesen bei der EAWAG zu Besuch und hatte vom Weiterbildungsprogramm PEAK erfahren. Ihre Anfrage war der Anstoss, einen auf partnerschaftlichem Austausch von Wissen basierten Kurs zu organisieren.

Spuren von Pestiziden in Gewässern (en48d_mul.pdf, 80 KB)
Siegrun Heberle, Heinz Singer, Gerrit Goudsmit, Andreas Gerecke, Christian Leu, Michael Berg, Stephan Müller (Projektleiter)
In der Schweiz werden jährlich 1800 t Pflanzenschutzmittel (PSM) ausgebracht. Diese sogenannten Pestizide werden nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch entlang von Strassen und Bahnanlagen, auf Sport- und Golfplätzen sowie in Gärtnereien und Hausgärten eingesetzt. Trotz vermehrtem integrierten und biologischen Landbau und dem Einsatz neuer, wirksamerer Mittel in den letzten zehn Jahren werden nach wie vor PSM in Gewässern gefunden.

Zum Hinschied von Prof. W. Stumm
Publikationen 2353-2624, Bücher
Veranstaltungen und Hinweise

 

Wünsche und Anregungen sind an die EAWAG news Redaktion Martina Bauchrowitz zu richten.


©EAWAG, last update 19.1.2001, Anja Pauling, back to top