EAWAG news 50d (Dezember 2000)
Wissenschaft öffentlich gemacht (Gesamtes Heft)
Editorial (
en50d_edi.pdf, 52 KB)
Alexander J.B. Zehnder (alexander.zehnder@eawag.ch)
Leitartikel
Das Projekt CLEAR (
en50d_jag.pdf, 116 KB)
Carlo Jaeger
Die Erfahrungen mit dem Projekt CLEAR (Climate and Environment in Alpine Regions) zeigen, dass die Wissenschaftsgemeinschaft, die sich mit Umweltstudien befasst, der Analyse und Kommunikation von Unsicherheiten mehr Aufmerksamkeit widmen muss. Die Klimaänderungsforschung muss zudem den kurz- und langfristigen, kostengünstigen Möglichkeiten zur Reduktion des Energieverbrauchs mehr Bedeutung beimessen. Um die Meinung von Bürgerinnen, Bürgern und anderen Beteiligten in den Forschungsprozess einzubeziehen, scheint die Methode der Fokusgruppen vielversprechend zu sein.
ForschungsberichteBeteiligung der Öffentlichkeit an Entscheiden im Umweltbereich (
en50d_kas.pdf, 252 KB)
Bernd Kasemir (bernd.kasemir@eawag.ch, www.eawag.ch/~kasemir)
Im vorangehenden Beitrag wurde der allgemeine Ansatz des Projekts CLEAR beschrieben und begründet, warum Bürgerinnen und Bürger in «Integrated Assessments» komplexer Umweltphänomene einbezogen werden sollten. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass die Beteiligung der Bevölkerung nicht nur aus theoretischen Gründen, sondern auch aufgrund praktischer Probleme in der Entscheidfindung notwendig ist. Er geht detaillierter auf Design und Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung ein, wie sie im europäischen Projekt ULYSSES und im schweizerischen Projekt CLEAR zum Tragen kamen.Demokratie lebt von Verfahren - Bedingungen politischer Partizipation (
en50d_beh.pdf, 92 KB)
Jeannette Behringer (jbehringer@eawag.ch)
Diskursive Verfahren politischer Partizipation auf kommunaler Ebene gewinnen an Bedeutung, sind aber oftmals undemokratisch. Sie schaffen direkt oder indirekt Situationen der Ungleichheit, indem die Gestaltung es den Beteiligten nicht ermöglicht, ihre Meinungen adäquat einzubringen. Es können sich Ergebnissen einstellen, welche die Empfehlungen der Gruppe nicht korrekt abbilden. Mit Hilfe von Methoden der empirischen Sozialforschung lassen sich Gestaltungsbedingungen aus Sicht verschiedener AkteurInnen bestimmen und dadurch eine Demokratisierung der Verfahren erreichen.Bürgerperspektiven zum Klimawandel in der Schweiz - Wahrgenommene Handlungsbarrieren (
en50d_sto.pdf, ca.216 KB)
von Susanne Stoll-Kleemann (susanne.stoll@pik-potsdam.de)
Wie beurteilen informierte Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Verantwortung in Bezug auf einen möglichen Klimawandel? Sie bedienen sich einer Reihe psychologischer Mittel, um emotionale Konflikte zu rechtfertigen, die sie erfahren, wenn sie zur Veränderung stark bevorzugter Konsummuster und Lebensstile aufgefordert sind.Bilder der Wissenschaft - Wissenschaft aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger
(en50d_schib.pdf, 152 KB)
Daniela Schibli
Welche Bilder der Wissenschaft herrschen in den Köpfen der Bevölkerung vor? Welche Erwartungen werden an die Wissenschaft gestellt und wie wird Wissenschaft bewertet? Diese Fragen spielen eine zentrale Rolle in der Diskussion um politische, soziale und ökologische Themen, die mit Wissenschaft und Technik eng verbunden sind [1]. Das Wissen um die Bilder der Wissenschaft in der Öffentlichkeit ist wichtig für das Verständnis der Beziehung zwischen Wissenschaft und Bevölkerung und von grossem Nutzen für die aktive Gestaltung der Kommunikation.CLEAR geht zur Schule (
en50d_bues.pdf, 104 KB)
Martin Büssenschütt (martin.buessenschuett@eawag.ch, www.eawag.ch/~buessens)
Lehrerinnen und Lehrer in umweltrelevanten Fächern stehen heute vor einer schwierigen Aufgabe: Sie müssen up-to-date bleiben und die gegenwärtige Forschung überblicken, um in ihrem Unterricht den aktuellen Stand der Umweltforschung zu berücksichtigen. Die Forschung präsentiert sich jedoch nach aussen äusserst unübersichtlich: Die einzelnen Forschungsvorhaben und -ergebnisse sind sehr spezifisch, sehr genau, aber unzusammenhängend und selbst für einen naturwissenschaftlich gebildeten Menschen schwer verdaulich.Innovationen im Privatverkehr - wann werden sie angenommen? (
en50d_har.pdf, 116 KB)
Sylvia Harms (sharms@eawag.ch)
Die typischen Verkehrsteilnehmenden in westlichen Industrienationen sind im Auto unterwegs. Dieses besitzen sie und haben es mehr oder weniger permanent verfügbar. Ein derartiges Kollektivverhalten ist mit dramatischen ökologischen Folgen verbunden. Angesichts der steigenden Tendenz zum Autobesitz sind innovative Lösungen gesucht, die eine Umkehr des gegenwärtigen Konsumverhaltens ermöglichen.
Forum/In Kürze (en50d_forum.pdf, 168 KB inkl. Personelles und In Kürze)
Gewässerschutz im Wasserschloss Europas
Gewässerbelastungen sind die Folge sehr verschiedener menschlicher Aktivitäten wie Wohnen, Waschen, Landwirtschaft, Industrie, Energiegewinnung und -verwendung, und Tourismus. Diese verändern sich gegenwärtig in enormem Tempo. Was steht uns noch bevor, und ist die Schweiz für die zukünftigen Aufgaben vorbereitet?Personelles
Kurzmeldungen
Publikationen und Bücher
Wünsche und Anregungen sind an die EAWAG news Redaktion Martina Bauchrowitz zu richten.