EAWAG news 51d (Juni 2001)

Gewässer bewerten - Gewässer bewirtschaften (Gesamtes Heft)

 

Editorial (en51d_edi.pdf, 50 KB)
Renata Behra (renata.behra@eawag.ch)

Leitartikel

Integriertes Gewässermanagement als Perspektive (en51d_bun.pdf, 200 KB)
Ueli Bundi (bundi@eawag.ch)
Integriertes Gewässermanagement ist eine Perspektive für wirksame und effiziente Schutz- und Nutzungskonzepte. Es geht einerseits darum, die gewässerbezogenen Sachpläne - z.B. zur Entwicklung der Gewässerqualität und des Hochwasserschutzes in einem Flusseinzugsgebiet - gegenseitig abzustimmen und zu optimieren. Anderseits befasst sich integriertes Gewässermanagement mit der ökologisch-ökonomischen Optimierung spezifischer Nutzungen wie der Wasserkraftgewinnung. Im vorliegenden Artikel werden Grundprinzipien und Instrumente vorgestellt, die zur Umsetzung des integrierten Gewässermanagements beitragen können.


Forschungsberichte

Das Modul-Stufen-Konzept - Grundlagen für die Bewertung von Fliessgewässern
(en51d_pet.pdf, 170 KB)
Armin Peter (armin.peter@eawag.ch)
Das Modul-Stufen-Konzept bildet den Rahmen für die Untersuchung von Fliessgewässern und setzt sich aus hydrologischen, morphologischen, biologischen, chemischen und ökotoxikologischen Modulen zusammen. Es ermöglicht eine gesamtheitliche Bewertung der Fliessgewässer und ist ein wichtiges Instrument für das integrierte Gewässermanagement.

Wie können Schadstoffeinflüsse auf Fliessgewässer nachgewiesen werden?
(en51d_schweig.pdf, 160 KB)
Nina Schweigert (nina.schweigert@eawag.ch)
Im Bereich Ökotoxikologie der EAWAG ist ein neuartiges, zweistufiges Verfahren zum Nachweis von Schadstoffeinflüssen erarbeitet worden. Damit wird es möglich, eine grosse Anzahl von Wasserproben auf ihr ökotoxikologisches Gefahrenpotenzial zu untersuchen. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die Wasserproben auf alle heute relevanten toxischen Wirkmechanismen getestet werden. Das Verfahren wurde für das Modul-Stufen-Konzept entwickelt und eröffnet neue Perspektiven für ökotoxikologische Gewässerbeurteilungen.

Modelle im Gewässerschutz - wie Modelle und Expertenurteile zur Lösung von Umweltproblemen beitragen
(en51d_mei.pdf, 90 KB)
Werner Meier (werner.meier@eawag.ch)
Im integrierten Gewässermanagement spielen Modelle eine zentrale Rolle. Modelle helfen, natürliche Systeme besser zu verstehen und ihre Reaktion auf technische Eingriffe oder auf eine veränderte Umweltsituation abzuschätzen. Neben klassischen detaillierten Wasserqualitätsmodellen wurden in den letzten Jahren vermehrt auch vereinfachte Wahrscheinlichkeitsnetzwerke eingesetzt, um die Auswirkungen von Umweltschutzmassnahmen zu beurteilen. Optimierungsmodelle, bei denen die Wirkung von Massnahmen den Kosten gegenübergestellt wird, können zu einem effizienteren Einsatz finanzieller Mittel beitragen.

Vom Bachabschnitt zum Einzugsgebiet - die ökologische Bedeutung räumlicher und zeitlicher Heterogenität
(en51d_uehl.pdf, 130 KB)
Urs Uehlinger (uehlinger@eawag.ch)
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden wichtige Konzepte zur Struktur und Funktion natürlicher Fliessgewässer erarbeitet. Danach sind Flusssysteme hierarchisch strukturierte Landschaftselemente. Sie unterliegen einer hohen zeitlichen Dynamik. Bäche und Flüsse sind darüber hinaus in der lateralen, longitudinalen und vertikalen Dimension mit dem umgebenden Raum vernetzt und dadurch in ständigem Austausch mit Ihrer Umgebung. Diese räumlich-zeitliche Vernetzung bildet die Basis für eine ausgeprägte Heterogenität, die wiederum von zentraler Bedeutung für die Arten- und Prozessvielfalt in natürlichen Fliessgewässern ist.

Integrierte Wasserwirtschaft in Flusseinzugsgebieten (en51d_leent.pdf, 220 KB)
Jan Leentvaar
Im Jahr 2000 hat die Europäische Union in einer Richtlinie ein Gesamtkonzept für die europäische Gewässerschutzpolitik beschlossen. Diese Richtlinie schafft die Voraussetzungen für eine einheitliche Politik zum integralen Schutz von Oberflächengewässern und Grundwasser. Damit wird jeder Mitgliedstaat verpflichtet, sein Wasserwirtschaftssystem zu revidieren.

Gewässerschutz mit Marktinstrumenten - das EAWAG-Projekt «Ökostrom»
(en51d_brat.pdf, 190 KB)
Christine Bratrich (christine.bratrich@eawag.ch)
Ziel des Projekts «Ökostrom» war die Entwicklung eines Ökolabels zur Kennzeichnung und Förderung umweltfreundlich gewonnener Elektrizität aus Wasserkraft. Wasserkraftwerke, die ein solches Label tragen, erfüllen definierte ökologische Grundstandards und investieren darüber hinaus einen Teil ihrer Einnahmen aus dem Verkauf des «Ökostroms» in den Schutz, die Aufwertung oder die Sanierung der genutzten Einzugsgebiete.

Fische - Indikatoren und Gewinner (en51d_holm.pdf, 100 KB)
Patricia Holm (patricia.holm@eawag.ch)
In den letzten 10 Jahren haben die Fischfangerträge in schweizerischen Fliessgewässern massiv abgenommen. Untersuchungen zum Gesundheitszustand der Fische zeigen sehr häufig Abweichungen vom Normalbild. Das Projekt «Netzwerk Fischrückgang Schweiz», kurz «Fischnetz», sucht nach Ursachen und erarbeitet in den kommenden Jahren Vorschläge für Massnahmen.

Synergie von Hochwasserschutz und Gewässerökologie - der Raum als Schlüsselgrösse
(en51d_willi.pdf, 210 KB)
von Hans Peter Willi
Das Bundesgesetz über den Wasserbau besagt, dass Menschen und Sachwerte vor schädlichen Auswirkungen des Wassers zu schützen sind. Dies ist mit minimalen Eingriffen in die Fliessgewässer zu realisieren, wobei den Gewässern genügend Raum zur Erfüllung ihrer vielfältigen ökologischen Funktionen zu überlassen ist. Diese Grundsätze sollen zukünftig in umweltgerechten Hochwasserschutzkonzepten umgesetzt werden.


Forum/In Kürze (
en51d_forum.pdf, 150 KB inkl. In Kürze)
Der Dialog geht weiter- BürgerInnen und Forschende am zweiten Runden Tisch von «Science et Cité»
Im Juli 2000 hat das zweite Treffen des Runden Tisches am und auf dem Vierwaldstättersee stattgefunden. Für ein Dutzend BürgerInnen und ebenso viele Forschende stand für zwei Tage das Thema «Chemikalien im Wasser» im Zentrum der Diskussionen.


Publikationen und Bücher

 

Wünsche und Anregungen sind an die EAWAG news Redaktion Martina Bauchrowitz zu richten.


©EAWAG, last update 12.7.2001, Martina Bauchrowitz, back to top