Abteilung Umweltsozialwissenschaften

Foto: Dres Hubacher (Universität Bern)
Foto: Dres Hubacher (Universität Bern)

So könnte die Umweltpolitik aus der Krise kommen

10. Juni 2026

Umwelt- und klimapolitische Anliegen geniessen aktuell trotz ihrer Dringlichkeit keine hohe Aufmerksamkeit. Wie kann die Umweltpolitik wieder an Dynamik gewinnen? In einem Tamedia-Artikel gibt Karin Ingold Erkenntnisse zu dieser Frage und zeigt mögliche Wege zur Stärkung der Umweltpolitik im heutigen politischen Umfeld der Schweiz auf.

Umweltprobleme sollten nicht über klassische politische Wege wie Parteipolitik oder Volksabstimmungen angegangen werden. Denn Betroffenheit alleine reicht nicht mehr aus, um politische Dynamik zu erzeugen. Selbst direkt Betroffene setzen sich nicht automatisch für umfassende Schutzmassnahmen ein. Zudem sind die GegnerInnen umweltpolitischer Anliegen oft gut organisierte Akteure. Umweltfragen sollten daher wieder aus der Parteipolitik herausgelöst werden. Früher gab es zwar noch umweltpolitische Vorstösse aus dem rechten und liberalen Lager, die zunehmende Polarisierung hat das verändert.

Stattdessen könnten institutionalisierte Plattformen für die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und dem Bund helfen, die Herausforderung gemeinsam zu bewältigen und sich über Best Practices auszutauschen. Der Kanton Basel-Stadt arbeitet beispielsweise beim Rheinschutz erfolgreich mit den französischen und deutschen Behörden zusammen – vergleichbare Modelle seien auch interkantonal denkbar.

Link zum Tages Anzeiger Artikel