Abteilung Siedlungswasserwirtschaft

CSO Impact: Praxistaugliche Konzepte zur Bewertung neuartiger Schadstoffe in MWE

Dieses interdisziplinäre Projekt der beiden Eawag-Abteilungen SWW und SURF untersucht die Auswirkungen von Mischwasserentlastungen (MWE) auf die Qualität von Oberflächengewässern mit Fokus auf Mikroverunreinigungen (MV) und antimikrobielle Resistenzen (AMR). MV können aquatische Organismen bereits in geringen Konzentrationen schädigen, während AMR die Verbreitung resistenter Bakterien und Resistenzgene in Gewässern fördern und damit ökologische sowie gesundheitliche Risiken verstärken.

Da die Modernisierung der Schweizer Kläranlagen die Belastung durch MV reduziert und zur Eindämmung der AMR beiträgt, sind intermittierende Einträge aus MWE und Regenwassereinleitungen künftig die Hauptquelle für urbane Belastungen des Gewässers.

Gemeinsam mit verschiedenen Stakeholdern aus Vollzug und Praxis wird daher ein Konzept zur Überwachung und Bewertung der Risiken durch MV und AMR in MWE entwickelt. Als Modellsystem dient der Fluss Steinach in St. Gallen, der mehrere MWE, jedoch keine Einleitung aus einer Abwasserreinigungsanalage aufweist.

Mit einem praxistauglichen Überwachungs- und Bewertungskonzept schafft das Projekt die wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Richtlinien zur nachhaltigen Bewirtschaftung von MWE.

Projektziele

  • Entwicklung eines praxistauglichen Messkonzepts für MV und AMR in Entlastungen
  • Identifikation geeigneter Indikator-Substanzen für verschiedene urbane Schadstoffquellen
  • Erarbeitung neuer Kriterien zur Bewertung von Entlastungen

Kontakt

Dr. Helmut Bürgmann Gruppenleiter Mikrobielle Ökologie +41 58 765 2165 E-Mail senden