Abteilung Siedlungswasserwirtschaft
Integrierte Lösungen zur Überwachung und Reduzierung der städtischen Wasserverschmutzung (Urban M2O)
Das EU-Horizon-Projekt Urban M2O zielt darauf ab, die Überwachung der städtischen Wasserqualität zu transformieren und zu verbessern. Dazu werden intelligente, datengestützte Lösungen entwickelt, die essenzielle Daten für die Umsetzung risikobasierter Managementpläne liefern. Diese Pläne unterstützen nachhaltige städtische Wassersysteme und minimieren gleichzeitig die Auswirkungen der Verschmutzung auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.
Zu den Hauptzielen des Projekts gehören:
- Entwicklung KI-gestützter, ressourceneffizienter Überwachungstechnologien (WP2)
- Erstellung integrierter Wasserqualitätsmodelle und harmonisierter Datensysteme (WP3 & WP4)
- Aufbau frei zugänglicher Digitaler Zwillinge zur Identifizierung von Verschmutzungshotspots in Echtzeit (WP3 & WP4)
- Entwicklung umsetzbarer Leitlinien für Verantwortliche in der Siedlungswasserwirtschaft in ganz Europa (WP1, WP5 & WP6)
Industriepartner werden KI-gestützte Überwachungstechniken anwenden und diese mit modernsten Methoden zur Erfassung von Mikroverunreinigungen, mikrobiellen Verunreinigungen und Mikroplastik in städtischen Wassersystemen vergleichen, darunter Trinkwasser, Oberflächenwasser, Badegewässer, Abwasser, Grundwasser, städtisches Oberflächenabflusswasser und Abwasserüberläufe. Die Überwachungs- und Modellierungslösungen werden in drei Fallstudien aufgezeigt. Diese Fallstudien sind auf die Bedürfnisse verschiedener Interessengruppen abgestimmt und gehen diverse Herausforderungen im Bereich der städtischen Wasserwirtschaft an, wobei unterschiedliche Ressourcen, Datenverfügbarkeiten und zukünftige Anforderungen berücksichtigt werden.
Zwanzig internationale Partner arbeiten gemeinsam an der Bewältigung der Herausforderungen der städtischen Wasserverschmutzung
Das Konsortium wird von der Technischen Universität Kopenhagen (DTU) koordiniert und vereint zwanzig Partner aus zehn europäischen Ländern, darunter acht Industriepartner, sieben Endnutzer und Interessengruppen sowie fünf Forschungspartner.
Drei Fallstudienstandorte, die zu einem umfassenden Ansatz für das städtische Wassermanagement beitragen
Sant Adrià de Besòs, Spanien: Die Stadt ist aufgrund des Klimawandels mit einer kritischen Wasserknappheit konfrontiert. Alternative Wasserquellen wie Grundwasser und städtisches Oberflächenwasser sind durch Verschmutzungen aus dem Fluss Besòs, veraltete Infrastruktur und industrielle Einleitungen bedroht.
Kopenhagen, Dänemark: Starke Niederschläge, die über Mischwasserüberläufe abgeleitet werden, gefährden die Wasserqualität des Hafens und der Seen. Gleichzeitig kann die Infrastruktur zur Regenwasserbewirtschaftung auch als potenzielle Quelle für Grundwasserverschmutzung wirken.
Zürich, Schweiz: Bevölkerungswachstum und Klimawandel führen zu einem Anstieg des Volumens und der Häufigkeit von Mischwasserentlastungen [1]. Zwei Standorte sind Teil des Projekts:
- Fehraltorf: Ein Standort mit mehreren Entlastungen welche, im Rahmen der von der Eawag geleiteten Initiative „Urban Water Observatory“ (UWO, Eawag – Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz – Eawag) von 2016 bis 2022 umfassend dokumentiert wurde.
- Glattstollen: Ein 5,3 km langer Stollen, das Abwasser von Zürich Nord zur Kläranlage Werdhölzli leitet, wo der zunehmende Bevölkerungsdruck erhebliche Herausforderungen mit sich bringt.
Die Eawag leitet das Arbeitspaket 5 (WP5) und stellt Fachwissen zur Wasserqualitätsüberwachung sowie wirkungsbasierte Instrumente zur Verfügung.
Projektdauer: Juni 2025 – Juni 2029
Verfolgen Sie die Entwicklung des Projekts hier: https://mailchi.mp/watereurope/jafvubjayy-13317234