Abteilung Siedlungswasserwirtschaft

Urbanhydrologisches Feldlabor

Im Rahmen dieses langfristigen Experiments werden neuartige Analysekonzepte und Monitoringstrategien zur Echtzeit-Überwachung der Systemdynamik in mittelgrossen städtischen Einzugsgebieten entwickelt. Die Methodenentwicklung gründet hauptsächlich auf forschungsbezogenen Aspekten mit experimentellem Charakter („Plattform“ zwecks Verbesserung des Systemverständnisses), aber auch auf realitätsnahen Herausforderungen des täglichen Betriebs (z. B. Sicherstellung betrieblicher Stabilität und Datenverlässlichkeit, Bereitstellung von Infrastrukturen für Echtzeitanwendungen).

Wichtige Fragen, die beantwortet werden müssen, sind:

  • Ist es möglich, eine einfache und robuste Sensortechnologie einzusetzen, um räumlich differenzierte Informationen für eine bessere Kalibrierung von Prozessmodellen zu erhalten?
  • Wie lassen sich die Emissionen neu aufkommender Substanzen auch in hochdynamischen ,Situationen wie z.B. währen Regenereignissen, messen, um Massenbilanzen zu schliessen?
  • Wie können dezentrale Datenerfassungsgeräte (Logger), Technologien für die Datenfernübertragung und zentrale Serverlösungen für einen flächendeckenden Zugang zu Daten in Echtzeit effizient integriert werden?
  • Wie kann ein flexibles Datenmanagementsystem dazu beitragen, dass alle Stakeholder auf die Daten zugreifen können und der Wartungsaufwand für Sensornetzwerke auf ein Minimum reduziert wird?

Studenten der ETH Zürich sind direkt am Aufbau der Beobachtungsstelle beteiligt und werden in Zukunft Gelegenheit haben, nicht nur Forschungsprojekts durchzuführen, sondern auch praxisrelevante Fragen mithilfe der neuesten Analysemethoden zu beantworten. Dieses Projekt fördert somit aktiv den Austausch zwischen Wissenschaft, universitärer Ausbildung und Praxispartnern im Umweltbereich.

Das Projekt wird unter Federführung der Abteilung für Siedlungswasserwirtschaft an der Eawag in enger Zusammenarbeit mit wertvollen Forschungs- und Industriepartnern durchgeführt:

  • Die Gemeinde Fehraltorf als Eigentümerin/Betreiberin der Entwässerungsanlage
  • Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), (Dept. InES)  als Entwicklungspartner
  • Verschiedene Sensorhersteller und Lieferanten technischer Ausrüstungen, z.B. DecentLab, LoriOT

 

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