Abteilung Siedlungswasserwirtschaft

Urbanhydrologisches Feldlabor

Was ist ein ‚Urbanhydrologisches Feldlabor‘?

Das Feldlabor ist eine mittelfristig angelegte (5 Jahre) Initiative der ETH/Eawag, um ein wasserwirtschaftliches Messnetz in und um die Gemeinde Fehraltorf zu etablieren.

Damit möchten wir

  • nachhaltige Umweltforschung für Siedlungswasserwirtschaft & Gewässerschutz vorantreiben
  • aktuelle Fragen der Wasserinfrastrukturentwicklung untersuchen
  • erhöhte Transparenz rund um den urbanen Wasserkreislauf schaffen

Details zu wissenschaftlichen Fragestellungen findet man -> hier

Wie und wo sind wir aktiv?

Mit modernen Sensoren und innovativer Datenfernübertragung (-> LoRaMesh) zeichnen wir u.a. Niederschläge, Abflüsse, Pegelstände an verschiedenen Punkten in der Kanalisation, an den Auslässen in die Stadtgewässer, im Gewässer selbst und im Grundwasser auf, um Zusammenhänge zwischen Niederschlag (Antrieb) und damit verknüpfte Abflussprozesse (Antwort) im städtischen Raum besser zu verstehen. Darüber hinaus überwachen wir Abwasser-  und Gewässerqualität.

Übersichtsplan zu UWO-Messstellen (Januar 2018)

Wie kann man die Ergebnisse nutzen?

Die Messungen liefern räumlich verteilte Daten zu Wasser- und Stoffströmen im urbanen Wasserkreislauf, die in dieser Art einzigartig sind. Diese Daten dienen nicht nur der Forschung. Sie werden auch den Bürgerinnen und Bürgern frei zur Verfügung gestellt.

Mit den Erkenntnissen optimieren wir den Umgang mit Regen- und Abwasser und tragen so aktiv zum Gewässerschutz bei. Im Rahmen des Experiments werden neuartige Analysekonzepte (-> DIMES II) und Monitoringstrategien zur Echtzeit-Überwachung der Systemdynamik in städtischen Einzugsgebieten (LoRaMesh) entwickelt.

Angehende Umweltingenieure der ETH erhalten Einblick in die Entwicklung und den Betrieb des Feldlabors. Als Teil einer zukunftsorientierten Ausbildung können sie so mit hochmodernen Messmethoden und einem einzigartigen Datensatz studieren.

Regenmesser bei der Schule

Wer sind die Partner?

Die Etablierung des Feldlabors wäre nicht ohne die Unterstützung der Gemeinde und ihrer Bürger möglich! Unterstützung erhalten wir gleichsam von den umliegenden Gemeinden, sowie weiteren regional ansässigen Unternehmen. Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken!

News

10. April 2018 - Der UWO-DataPool wächst zurzeit um 37'000 Datenpunkte pro Tag! Insgesamt 57 verschiedene Sensoren (davon 48 LPWAN Sensoren) liefern ihre Messwerte kabellos vom Feld in das UWO Datenwarenhaussystem DataPool, auf welchem die Daten systematisch geprüft und archiviert werden.

Kontakt

Projektteam

Christian EbiTel. +41 58 765 5992E-Mail senden
Simon DichtTel. +41 58 765 6472E-Mail senden

Projektpartner