Abteilung Umwelttoxikologie

NRP-79-Projekt organisierte einen Expertenworkshop zum Thema „Mainstreaming von Fischzelllinien-Assays“

8. Mai 2026 | Marion Revel

Im Februar 2026 lud das Projekt NRP 79 (an dem Mitglieder der Abteilungen für Umwelttoxikologie und Umweltsozialwissenschaften beteiligt sind) sechzehn Experten aus Industrie, Aufsichtsbehörden, Wissenschaft, gemeinnützigen Organisationen und Forschungsdienstleistern zu einem zweitägigen Workshop ein, dessen Ziel es war, Wege für eine bessere Umsetzung von Methoden auf der Basis von Fischzelllinien in der Umweltrisikobewertung zu erörtern.

Ökotoxikologische Methoden auf Basis von Fischzelllinien haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht und bieten vielversprechende Alternativen zu In-vivo-Versuchen. Obwohl sie das Potenzial haben, den Einsatz von Tieren in der Toxikologie zu reduzieren, ist ihre Verbreitung nach wie vor begrenzt, was häufig auf regulatorische Herausforderungen zurückzuführen ist.

Bei diesem zweitägigen Workshop identifizierten die Teilnehmer zentrale Hindernisse und Chancen für eine breitere Anwendung dieser Assays. In den Diskussionen wurde auch das Konzept eines integrierten „Fish-Invitroom“-Rahmenwerks erörtert, das derzeit vom Utox-Team entwickelt wird und dazu beitragen könnte, deren Umsetzung zu beschleunigen.

Der Workshop brachte vielfältige Perspektiven aus dem gesamten Fachgebiet zusammen und förderte einen Wandel weg von gegenseitigen Schuldzuweisungen hin zur Identifizierung sowohl individueller als auch gemeinsamer Verantwortlichkeiten. Dies trug dazu bei, konkrete nächste Schritte zur Förderung neuer Bewertungsansätze wie Fischzelllinien-Assays zu definieren.