Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser

NADUF - Nationale Daueruntersuchung der schweizerischen Fliessgewässer

Die "Nationale Daueruntersuchung der schweizerischen Fliessgewässer" (NADUF) wird seit Beginn der siebziger Jahre gemeinsam durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU), das Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs (EAWAG) und - seit dem Jahr 2003 - die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) betrieben.

Mit dem Projekt NADUF werden Grundlagen zur Beurteilung des gegenwärtigen Zustandes der schweizerischen Fliessgewässer wie auch von mittel- und langfristigen Veränderungen geliefert. Zudem werden Daten als Basis zur Erforschung von Prozessen und Stoffkreisläufen in Gewässern erhoben. Das Messnetz dient ebenfalls als Basisinfrastruktur für ergänzende Projekte in den Bereichen Wissenschaft und Vollzug

Detaillierte Informationen

Auf folgender Seite finden Sie weitere Informationen zum Projekt NADUF.

Karte mit den NADUF Stationen (Stand 2019)

Daten

Rechtsgrundlage

Diese Daten dienen einzig zur Information. Sie sind nicht als verbindliche Rechtsauskunft zu verstehen und können die Konsultation eines Spezialisten im konkreten Fall nicht ersetzen. Die NADUF Gruppe (BAFU, EAWAG, WSL) haftet nicht für die Vollständigkeit und Richtigkeit der publizierten Informationen. Die NADUF Gruppe behält es sich ausdrücklich vor, Teile der Daten oder das gesamte Angebotan ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.
Der Benutzer oder die Benutzerin dieser Daten anerkennt, dass deren Gebrauch ausschliesslich auf eigene Gefahr erfolgt und, dass weder die NADUF Gruppe noch eine an der Erstellung der Informationen beteiligt Institutionen (BAFU, EAWAG, WSL), eine Haftung für direkte  oder indirekte Folgeschäden jedwelcher Art übernimmt. Die hier publizierten Informationen dürfen nicht ohne Quellenangabe frei verwendet werden.

Format und Struktur der Daten

Excelfiles

Die Excelfiles bestehen aus unterschiedlichen  Sheets und sind im PC-Datumsformat erstellt:

  1. "Rechtsgrundlagen"
  2. "Bemerkungen" mit Hinweisen zu speziellen Ereignissen.
  3. "Logsheet" alle Änderungen im Datenfile.
  4. "Konzentrationen_2W" der Konzentrationen in den zweiwöchentlichen (14tägig) Sammelproben
  5. "Sammelproben K": in der Regel werden die Proben kontinuierlich im 14tägigen Rhythmus (2 Wochen) gesammelt. Ausnahmen gibt es in folgenden Fällen:

    • Proben vor 1980 wurden in einwöchigem Rhythmus gesammelt (Thur-Andelfingen bis 1988).
    • Hochwasser: bei gewissen Stationen wurde in kürzerem Rhythmus gesammelt.
    • Geräteausfall bei der Probenahme: die verbliebene Sammelprobe konnten vom vorgesehenen Rhythmus abweichen.
    • nach 2010 werden kleine Flüsse wöchentlich beprobt.

  6. "Ansaugstelle" Beschreibung, wann und wo der Fluss beprobt wurde.

Datenfiles und Identifikation

Die Files enthalten je ein Sheet mit den gemessenen Konzentrationswerten im 14-tages Rhythmus und die gemessenen Konzentrationwerte im Originalrhythmus.

  • Kürzel: Jede Station hat ihren Kürzel (zwei Buchstaben).
  • Jahr, Datum, Uhrzeit (Ende der Sammelprobe).
  • Status: was ist über die Qualität der Probenahme, Probenhandling, die physikalischen Daten und die chemische Analytik bekannt.

    • 0 kein e Probe
    • 1 alles ok
    • 2 Probenahme leicht gestört
    • 3 Probenahem stark gestört, Unterbrüche über mehr als 25% der Sammelzeit
    • 4 chemische Messwerte nicht vollständig verlässlich
    • 5 chemische Messwerte stark unsichere
    • 6 physikalische Daten sind unsicher
    • 7 physikalische Daten müssen vom BAFU nachträglich berechnet werden
    • 8 ungenügende Probemenge
    • 9 Handling der Proben nicht korrekt
    • 10 kein oder unvollständiges Kontrollblatt
    • 11 Rhythmus geändert
    • 12 Misc hrechnung über die beiden wöchentlichen Proben muss noch gemacht werden.
    • Bemerkung: Details zu den Proben

Updates

Regelmässig Mitte Jahr werden die Files mit den Daten des vorhergehenden Jahres ergänzt. Details zu den Änderungen und Filesversionen erhalten Sie bei Ursula Schoenenberger.
Im Versionsfile werden zusätzlich alle Datenänderungen und Bemerkungen erfasst, die für den Benutzer interessant sein könnten.

Detail zu den Messdaten

  • Einheiten
  • Gesamt-Stickstoff (1974-1986) wurde berechnet aus Kjeldahl-Stickstoff + Nitrit + Nitrat.
  • Hg-Proben wurden nur über je eine von 2 Wochen gesammelt. (italic)
  • Wenn weniger als 21 oder 80% Einzelmessungen (Konz. und Fracht) pro Jahr einen vernünftigen Messwert (über der Bestimmungsgrenze) haben, wurde kein Jahresmittel berechnet. Dies gilt nicht für die Jahresmittel der Ratios.
  • Weil das Jahr 1999 bei der Probensammlung grosse Ausfälle ergab, muss für x/y-Plots (Jahresmittelwert eines Messparameters gegen Jahresmittelwert Q) für jeden Messparamter der Q-Jahresmittelwert neu berechnet werden.
  • Liegt ein Messwert von Gesamt-Stickstoff (gemessen nach 2000) unter der Bestimmungsgrenze, wird sein Wert auf jenen von Nitrat angehoben, falls Nitrat über 0.25mg/l liegt.
  • Jahresmittel:

    • physikalische Messdaten und Sauerstoff werden arithmetisch gemittelt
    • alle anderen chemischen Messdaten werden zeit- und abflussproportional gemittelt.
    • ein Jahrsmittel wird nur berechnet, wenn mindestens 80% des Jahres Konzentrationsdaten über der Bestimmungsgrenze vorliegen.
    • Weil das Jahr 1999 bei der Probenahme aller Stationen grosse Ausfälle hatte, muss für x/y-Plots (Jahresmittelwert eines Messparameters gegen Jahremittel Q) für jeden Messparameter der Q-Jahresmittewert separat berechnet werden.

  • Einzelwerte:

    • chemische Messdaten: mindestens 75% der Zeit muss Probe gesammelt worden sein.
    • physikalische Messdaten: mindestens 50% der Zeit müssen Daten vorhanden sein.

  • Weil Ansaugstelle: detailierte Infos sind in den Excelfiles der Station vorhanden.
  • Brugg: ab 2008 wurden die Sammelproben in Basel (AUE) analysiert.
  • Rekingen und Weil: ab 2002 wurden die Schwermetallmessungen in Basel (AUE) gemacht.
  • Alpthaldaten: Vogelbach 20.6. bis 30.9.2007: in diesem Zeitfenster fehlen gemessene Daten für Mittleren Abfluss und Wassertemperatur. Die publizierten Daten sind deshalb durch Regression generierte Daten. (Details im File von Vogelbach)

NADUF auf Google Earth

Einzugsgebiet Appenzell Sitter

Google Earth ist ein freies Globus-, Karten- und geografisches Informationsprogramm. Download über: http://www.google.com/earth/index.html. Die beiden untenstehenden Files (NADUF.d.kml und EZG.kmz) können auf den Desktop herunterladen werden (Ordner in ZIP-Format) und lassen sich dann über Google Earth öffnen.

NADUF.d.kml : damit lassen sich die Stationen anzeigen. Clickt man auf den Map-Pin der gewünschten Station wird ein Infofenster geöffnet mit Angaben zur Station, zum Fluss und zum Einzugsgebiet:

Koordinaten, Höhe über Meer
Mittlerer Wasserabfluss, Flusslänge bis zur Station
Fläche, Mittlere Höhe, Mittlerer Niederschlag, Mittlere Neigung, Mittlere Exposition, Anzahl Einwohner, Landnutzung, Region, Landschaftstyp, Geologie, Geotechnik
Angaben zu Abfluss, Temperatur und chemischen Parametern (arithmetisches Mittel über alle Messjahre, Messinterval, Anzahl Messungen)

EZG.kmz: Dieses File generiert die Umrisse (lila) des entsprechenden Einzugsgebietes auf dem Google Earth Globus. Die Auswahl erfolgt links in der Auflistung der "Temporary Places" unter EZG.

Da die Darstellung der Einzugsgebiete sehr rechenintensiv ist, kann sich bei gleichzeitiger Darstellung mehrerer Einzugsgebiete das Programm extrem verlangsamen.
Wegen der Reduktion auf zwei Dimensionen lassen sich grosse Einzugsgebiet nicht ganz ohne Verzerrung darstellen.
Kleine Einzugsgebiete werden erst sichtbar, wenn man in die entsprechende Region hineinzoomt.
Download: NADUF_GoogleEarth (Dies ist ein Ordner in ZIP-Format. Falls nach dem Download nicht automatisch entzippt wurde, muss dies manuell gemacht werden.)