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Rückblick auf die Wasserpolitik 2025

Die aktuelle Hitzeperiode lässt vergessen, dass schon 2025 im ersten Halbjahr grosse Trockenheit geherrscht hat und die Schneereserven aus dem Winter ebenfalls klein waren. Der Rückblick auf das wasserpolitische Geschehen von 2025 zeigt: Mehr als mit der Verfügbarkeit des Wassers, hat sich das Bundesparlament erneut mit der Nutzung der Wasserkraft befasst. Beim Thema Wasserqualität dominierten Fragen zur Festlegung von Grenzwerten für PFAS und Forderungen zur vereinfachten Zulassung für Pestizide.

Der soeben in der Zeitschrift Aqua&Gas erschienene Artikel zur Wasserpolitik 2025 gibt – zum neunten Mal in Folge – einen groben Überblick über politische Ereignisse und Debatten zum Thema Wasser und Gewässer im Jahr 2025. In der Online-Version des Beitrags sind die Vorstösse, Berichte und Urteile direkt verlinkt.

PFAS und Wasserkraft

Wie bereits 2024, standen auch 2025 zwei wasser- und gewässerrelevante Themen im Fokus der Debatten auf Bundesebene: der weitere und möglichst beschleunigte Ausbau der Wasserkraft im Rahmen der Energiewende und die Belastung der Gewässer mit Pflanzenschutzmitteln und den kaum abbaubaren PFAS. In beiden Bereichen treten Zielkonflikte zu Tage, die schwer lösbar sind. 2025 kam zudem bezüglich beider Themen zum Ausdruck, dass die Mittel, um Belastungen zu reduzieren oder frühere Schäden zu reparieren, begrenzt sind. Im Fall der Sanierung von ökologischen Folgen der Wasserkraft teilte der Bund den Kantonen offiziell mit, dass weder die gesetzliche Frist (2030) noch das Geld ausreichen werden, um die Ziele zu erreichen. Entsprechend standen auf der politischen Bühne neue, weniger anspruchsvolle Ziele und verlängerte Fristen zur Diskussion. Im Fall der Pflanzenschutzmittel und PFAS wurden neu auch das Gewässermonitoring und die von der Gewässerbelastung abhängige Überprüfung von Stoffzulassungen in Frage gestellt.

Trockenheit: Vor allem in der Verwaltung ein Thema

Nahezu die ganze Schweiz ist im Juni 2026 sehr trocken. Bereits im Juni 2025 stellten das BAFU, MeteoSchweiz und swisstopo die nationale Trockenheitsplattform vor; im Juni 2025 bezeichnete das BAFU die zunehmende Hitzebelastung als grösstes Klimarisiko für die Schweiz.
 

Screenshot www.trockenheit.admin.ch/de vom 29. Juni 2026.

Urteile pro Gewässerraum und Grundwasserschutz

Gleich mehrere Bundesgerichtsurteile von 2025 können als «gewässerfreundlich» bezeichnet werden. Kantonale Entscheide, welche zu kleine Gewässerräume festlegen oder auf Untersuchungen zu Risiken für das Grundwasser verzichten wollten, wurden zurückgewiesen.

Exemplarisch führt der Beitrag auch wasserrelevante Entscheide in den Kantonen sowie auf EU-Ebene an. Zudem gibt er einen kurzen Ausblick, welche Themen 2026/27 auf den Traktandenlisten im Bundeshaus stehen.
 

Titelbild: Das Kraftwerk Hagneck kurz vor dem Bielersee gilt seit seiner Neukonzessionierung als vorbildlich in Bezug auf die Minimierung der ökologischen Folgen der Wasserkraft und zieht viele Besucher*innen an. Doch andernorts stockt diese Sanierung. (Bild: Tourismus Biel Seeland, S. Weber)