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Punktuelle und diffuse Quellen von anthropogenen Schadstoffeinträgen ins Grundwasser: Industrie, städtische Abwässer und Landwirtschaft. (Quelle: Burri et al., 2019)

Menschliche Einflüsse auf die Grundwasserqualität

9. September 2019,

Das Bewusstsein für einen nachhaltigen Grundwasserverbrauch gewinnt aufgrund der sich verändernden Landnutzung und des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Folglich steigt das Interesse daran, natürliche und anthropogene Prozesse, die die Grundwasserqualität beeinflussen, besser zu verstehen.

In einem Übersichtsartikel haben Forschende der Eawag die wichtigsten anthropogenen Schadstoffe, die ins Grundwasser gelangen sowie deren Hauptverursacher identifiziert. Intensive Landwirtschaft, Zersiedelung, die pharmazeutische Industrie, unzureichende Abwasserinfrastrukturen, mangelnde Daten zur Wasserqualität sowie das fehlende Bewusstsein über die Bedeutung des Grundwassers als erneuerbare Ressource gehören demnach zu den dringendsten Problemen. Weil Grundwasserleiter sehr unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, sei es aber nach wie vor schwierig, den Transport der Schadstoffe zuverlässig zu verfolgen und ihre genaue Herkunft zu identifizieren, schreiben die Forschenden.

Im Artikel sind konkrete Fallstudien aufgeführt, um die Bedrohungen der globalen Grundwasserressourcen zu veranschaulichen – etwa die Nachwirkungen von Bergbau in Südafrika oder Nitratakkumulationen aufgrund intensiver Landwirtschaft in den USA.

Die Forschenden betonen die Wichtigkeit einer transdisziplinären Forschung und einer grenzüberschreitenden Kommunikation, um eine nachhaltige Grundwasserqualität weltweit zu gewährleisten.

Originalpublikation

Burri, N. M.; Weatherl, R.; Moeck, C.; Schirmer, M. (2019) A review of threats to groundwater quality in the anthropocene, Science of the Total Environment, 684, 136-154, doi:10.1016/j.scitotenv.2019.05.236, Institutional Repository
Erstellt von Stephanie Schnydrig