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Foto: Kiara Worth

Teilnahme am «Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung» der Vereinten Nationen

Roy Brouwer wurde eingeladen, Mitte Juli während der Tagung 2018 des «Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung» (HLPF) der Vereinten Nationen in New York an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Roy Brouwer ist Exekutivdirektor des Water Institute und Wirtschaftsprofessor an der University of Waterloo (Kanada) sowie Gastprofessor bei der Eawag.

Das HLPF ist die zentrale UNO-Plattform, die den Fortschritt bei der Umsetzung und die Überprüfung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) überwacht. Diese waren von den Staats- und Regierungschefs sämtlicher UNO-Mitgliedsstaaten im September 2015 angenommen worden. Das Thema der diesjährigen Tagung war «Transformation zu nachhaltigen und widerstandsfähigen Gesellschaften».

Roy Brouwer beteiligte sich an der Überprüfung der Umsetzung der SDG 15 – Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung beenden und den Verlust der Biodiversität stoppen. «Die Rolle des Wassers für das Funktionieren der Ökosysteme, einschliesslich den Erhalt der Biodiversität, ist ein Schwerpunkt in der Forschung der Eawag», sagte Roy Brouwer. Zusammen mit der ehemaligen Eawag-Postdoktorandin Paola Ovando untersuchte er unter anderem die Rolle der Waldbewirtschaftung in Wassereinzugsgebieten auf der ganzen Welt. Während der Podiumsdiskussion präsentierte Brouwer seine Forschung über die Abgeltung von Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Einzugsgebieten als Mittel, um die SDG 15 zu erreichen.

«Bei der Abgeltung von Dienstleistungen in Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Einzugsgebieten geht es darum, dass die flussabwärts ansässigen Wassernutzer die flussaufwärts positionierten Landbesitzer entschädigen, um die nachhaltige Bewirtschaftung flussaufwärts liegender Grundstücke und Wälder zu fördern. Die Schaffung eines solchen marktwirtschaftlichen Systems erfordert die Bereitschaft der flussabwärts gelegenen Wassernutzer, eine Abgeltung zu leisten, sowie die Bereitschaft der flussaufwärts befindlichen Landbesitzer, diese Zahlungen auch anzunehmen», erklärte Roy Brouwer. Er fügte an, dass «es trotz zunehmender empirischer Beweisgrundlagen noch immer kaum Daten über die Umweltauswirkungen aktueller Abgeltungssysteme in Zusammenhang mit Ökosystemleistungen gibt.»

Während der Podiumsdiskussion ergriffen über 50 Redner das Wort, darunter auch Bundesrätin Doris Leuthard, um die von ihren Regierungen und Organisationen unternommenen Anstrengungen zum Schutz und zur Verbesserung der Biodiversität aufzuzeigen.

Erstellt von University of Waterloo, Stephanie Engeli