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Dendritisch verzweigtes Flussnetz. (Foto: Paul Bourke/Google Earth fractals)

Wie der Flussraum Artgemeinschaften beeinflusst

5. März 2018,

Flussnetze sind baumartig aufgebaut und haben eine physikalische Richtung. Wie diese räumlichen Voraussetzungen die Ausbreitung von Arten und die Dynamiken innerhalb Artgemeinschaften beeinflusst, ist seit einigen Jahren in den Fokus der Forschung gerückt. 

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse von Forschungsgruppen rund um den Globus, darunter auch solche der Eawag, sind im Januar in einer Sonderpublikation von «Freshwater Biology» erschienen. Co-Editor der Open-Access-Publikation ist Eawag-Forscher Florian Altermatt von der Abteilung Gewässerökologie.

Anhand verschiedener Artgruppen, von Kieselalgen bis zu Fischen, untersuchten die Forschenden in mehreren Projekten, wie sich das Flussnetz auf Prozesse wie Räuber-Beute-Beziehungen, Stofftransporte oder die Ausbreitung von Krankheitserregern auswirkt. Ein Beitrag der Eawag beleuchtet, wie die Dichte von Populationen in Flussnetzen verteilt ist. «Über alle Untersuchungen hinweg zeigt sich, dass die räumliche Struktur, die Vernetzung und die Dynamik in Flusssystemen wichtige Faktoren für die Verbreitung und die Funktion von Artgemeinschaften sind», so Altermatt.

Originalpublikation

(open access) : Metacommunities in river networks: The importance of network structure and connectivity on patterns and processes, Jonathan D. Tonkin, Jani Heino, Florian Altermatt: https://doi.org/10.1111/fwb.13045

Erstellt von Irene Bättig