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Auch Bäche in landwirtschaftlichen Gebieten profitieren vom Biber

9 febbraio 2021 | Felicitas Erzinger, Andri Bryner

Biber sind Baumeister und verändern mit ihren Dämmen und Burgen die Gewässerlandschaften. Wo sie vorkommen, steigt beispielsweise die Artenvielfalt an Wasserlebewesen. Dass dies auch für Bäche in stark landwirtschaftlich genutzten Regionen gilt, zeigt eine Eawag-Studie aus dem Zürcherischen Weinland erstmals. Das macht die Nager zu interessanten Partnern für Gewässeraufwertungen.

Anfang des 19. Jahrhunderts ausgerottet, sind Biber heute landauf, landab wieder fast überall anzutreffen. Insbesondere im Mittelland und in den letzten zehn Jahren haben sie sich stark verbreitet, sodass aktuell schätzungsweise fünf bis sechstausend Biber in Schweizern Gewässern leben.

Wahre Baumeister

Die Nager sind bekannt dafür, dass sie die Morphologie aber auch die Hydrologie und Ökologie von natürlichen Fliessgewässern stark verändern und diese dadurch dynamischer und artenreicher machen. Unklar war bisher aber, ob dies in ähnlichem Mass auch auf urbane oder landwirtschaftliche Bäche zutrifft – just jene Bäche also, die die Biber heute vorwiegend besiedeln. Nun konnten Forschende der Eawag und der Universität Lausanne zeigen, dass dem so ist: Biberteiche erhöhten nicht nur die Artenvielfalt zweier landwirtschaftlich geprägter Bäche, sondern veränderten auch das Nahrungsangebot für die Wassertiere. Wie gross der Einfluss des Bibers aber war, hing stark von der Topografie ab.