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Ergänzung zum Würmchen zählen für die Praxis

1 dicembre 2020 | Andri Bryner

Die immer besser etablierte Analyse von Erbgutbruchstücken und deren Zuordnung zu einzelnen Arten verändert die Auswertung der biologischen Vielfalt rasant. Eine Wasserprobe aus einem Gewässer erlaubt ein schnelles Biomonitoring aquatischer Lebensräume. Doch die Bestimmung von Umwelt-DNA hat auch ihre Tücken. Koordiniert vom Bundesamt für Umwelt hat daher ein Team von Expertinnen und Experten mit massgeblicher Beteiligung der Eawag Richtlinien erarbeitet, was von der Probenahme bis zur Interpretation der Werte in der Praxis zu beachten ist, um verlässliche Resultate zu erhalten.

Auch wenn die Erfassung von Umwelt-DNA (auch eDNA für «environmental DNA") das klassische Bestimmen und Zählen von Arten nie vollständig ersetzen kann, ist die neue Technik mehr als eine blosse Ergänzung dazu. Doch welche Vor- und Nachteile hat das Verfahren, welche Methoden stehen zur Verfügung, welche guten Praktiken und Routine-Standards sollten angewendet werden? Solche Fragen beantworten die nun (in Deutsch, Französisch und Englisch) vorliegenden Richtlinien «Anwendung von eDNA-Methoden in biologischen Untersuchungen und bei der biologischen Bewertung von aquatischen Ökosysteme».