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Fördergeld für nachhaltige Insektenzucht mit Abfällen
16 marzo 2023 |
Die Forschungsgruppe der Abteilung Siedlungshygiene und Wasser für Entwicklung (Sandec), die sich mit Siedlungsabfällen befasst, und ihre Partner in Uganda und Malawi werden im Rahmen des Programms SOR4D für drei Jahre mit total knapp einer Million Franken gefördert. Das macht es möglich, dass Kleinlandwirtinnen und –landwirte und KMUs in Uganda und Malawi mit der Zucht der schwarzen Waffenfliege (englisch: BSF für Black Soldier Fly) Abfälle nachhaltig verarbeiten können. Über 50% des Budgets werden in den betroffenen Ländern eingesetzt. Etwa 20% werden in Information, Kapazitätenausbau und Öffentlichkeitsarbeit investiert.
Das Programm SOR4D – Solution-oriented Research for Development – wird gemeinsam vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) getragen. Mit dem Programm sollen neue innovative Ansätze entwickelt werden, um Armut zu reduzieren und die Agenda 2030 in Entwicklungsländern umzusetzen. Damit transdisziplinäre Projekte für eine Förderung ausgewählt werden, müssen sie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Mit dem Projekt «Sustainable Waste-based Insect Farming Technologies» (SWIFT) werden gleich drei wichtige Herausforderungen im Bereich der nachhaltigen Entwicklung angegangen: Nahrungsmittelsicherheit, Schaffung von Arbeit und Existenzgrundlagen und Umweltschutz. Der Fokus liegt vor allem auf der gemeinsamen Entwicklung (zusammen mit Kleinlandwirtinnen) angepasster Anbausysteme im Sinne der Kreislaufwirtschaft, um mehr Nachhaltigkeit in der Produktion von Tierfutter und Nahrung zu erreichen. Das Projekt soll die Aufbereitung organischer Abfälle optimieren und damit auch den Ausstoss von Treibhausgasen reduzieren. Die Zielgruppe für die Fliegenzucht sind vor allem Frauen, junge Landwirtinnen und Landwirte sowie Kleinunternehmerinnen und –unternehmer.