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Eawag schliesst sich der «Climate and Clean Air Coalition» der UNEP an

29. Februar 2024 | Bärbel Zierl

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) nimmt die Eawag als nicht-staatliche Partnerin der Koalition für Klima und Luftreinhaltung (Climate and Clean Air Coalition CCAC) auf. Die Eawag unterstützt die Koalition insbesondere mit Forschungsergebnissen rund um das Thema Emissionsreduktion von Sanitäranlagen, Abwasser und biogenen Abfällen.

Die Koalition für Klima und Luftreinhaltung wurde im Februar 2012 gegründet. Sie ist eine führende globale Multi-Stakeholder-Partnerschaft, die Staaten sowie zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen zusammenbringt, um die Herausforderungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung gemeinsam zu bewältigen. Das übergeordnete Ziel der Koalition ist es, kurzlebige Klimaschadstoffe wie Russ, Methan und Fluorkohlenwasserstoffe zu verringern. Das soll einen Beitrag zu den globalen Bemühungen leisten, das im Pariser Abkommen festgelegte 1,5 bis 2°C -Ziel für den Temperaturanstieg einzuhalten, die Ernteerträge zu verbessern und die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung zu verringern.

Bereits 2013 trat die Schweiz als einer der ersten staatlichen Partner der Koalition bei. Am jährlichen Treffen der UNEP vom 21. bis 23. Februar 2024 in Nairobi hat die Koalition nun das Wasserforschungsinstitut Eawag als nicht-staatliche Partnerin aufgenommen. «Die Eawag unterstützt die Partnerschaft mit angewandter Forschung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit», sagt Christian Zurbrügg, Gruppenleiter in der Eawag-Forschungsabteilung Sandec. «Wir erarbeiten neue Erkenntnisse im Bereich der Sanitärversorgung und Abfallentsorgung und unterstützen Politik- und Praxispartner bei der Umsetzung innovativer Strategien und Massnahmen, um kurzlebige Klimaschadstoffe zu reduzieren.»
 

Stefan Diener, der bis vor kurzem als Forscher bei Sandec tätig war und 2021 das Eawag-Spin-off Eclose mitgegründet hat, hat am 23. Februar die Technologie rund um die Schwarze Waffenfliege zur biogenen Abfallverwertung an der CCAC-Konferenz präsentiert. (Foto: CCAC)

Die Eawag-Forschungsabteilung Sandec entwickelt zum Beispiel neue Methoden, um dezentrale Sanitärsysteme und die Verwertung von Bioabfall durch die Schwarze Waffenfliege (Hermetia Illucens) zu bewerten und deren Potenzial, Treibhausgasemissionen zu mindern, zu messen. Mit Hilfe der Eawag wurde so im Rahmen des «Technology & Economic Assessment Panel» der CCAC der Bericht «Driving Innovation and Technology in the Waste Sector» über vielversprechende, innovative und unterfinanzierte Massnahmen zur Eindämmung kurzlebiger Klimaschadstoffe verfasst.
 

Titelbild: Auf der Konferenz Climate and Clean Air, die vom 21. bis 23. Februar 2024 in Nairobi im Rahmen der sechsten Sitzung der Umweltversammlung der Vereinten Nationen stattfand, kamen führende Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Politik und Praxis aus aller Welt zusammen, um drängende Fragen des Klimas und der Luftqualität zu erörtern. (Foto: CCAC)