Abteilung Umweltsozialwissenschaften

Sozio-ökologische Netzwerke und die Governance von aquatischen Ökosystemdienstleistungen

© Tambako TJ 2011

Ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Regelung von aquatischen Ökosystemen ist die gegenseitige Abstimmung sozialer und ökologischer Systeme. Eine solche Abstimmung ist dann gegeben, wenn von staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren gebildete Governance-Strukturen mit auf die Strukturen ökologischer Ressourcen abgestimmt sind. Da ökologische Ressourcen, welche durch Flussgebiete zur Verfügung gestellt werden, in grössere Einzugsgebiete eingebettet sind, bedingt eine gute sozio-ökonomische Abstimmung, dass Governance-Strukturen Nutzungsprobleme in Verbindung mit ökologischen Ressourcen auf Ebene des Einflussgebietes regulieren können. Dies beinhaltet eine Regulierung, welche geographische und sektorale Grenzen überspannt und beispielweise auch Forstwirtschaft, Wasserpolitik, Landwirtschaft und Tourismus und Erholungsgebietsleistungen miteinbezieht.  Allerdings ist noch wenig bekannt darüber, wie solche Strukturen sozio-ökologischer Abstimmung für gewisse Akteure Anreize und Beschränkungen für gemeinsames Handeln und die Entwicklung von allgemeingültigen Verhaltensregeln schaffen, oder wie sie die Qualität und die Effizienz des Managements von Ökosystemdienstleistungen oder den Schutz der natürlichen Ressource beeinflussen.  

Dieses Projekt geht diese Forschungslücke an und konzentriert sich auf Stakeholder, welche von einer durch ein Flussgebiet zur Verfügung gestellten Ressource abhängen oder sie nutzen oder regulieren. Es analysiert die Beziehungen zwischen Stakeholdern (Informationsaustausch, Koordination) sowie die Beziehungen zwischen Stakeholdern und den Ressourcen (Ressourcenabhängigkeit, Ressourcennutzen) mithilfe eines „building-block“ Ansatzes und Exponential Random Graph Modellen für soziale Netzwerkdaten.

Projektteam

Dr. Manuel Fischer Gruppenleiter, Cluster: PEGO Tel. +41 58 765 5676 E-Mail senden