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Oberflächengewässer
Wasserkraftnutzung und Restwasser

Wasserkraftnutzung und Restwasser

Standortbestimmung zum Vollzug der Restwasservorschriften (Teilprojekt 1)

Das eidgenössische Gewässerschutzgesetz (GSchG) schreibt die Sanierung der Restwasserstrecken von bestehenden (Artikel 80 ff) und die gesetzeskonforme Umsetzung der Restwasserbestimmungen bei neuen und erneuerten (Artikel 29 ff) Wasserkraftkonzessionen vor. Die Umsetzung dieser Bestimmung in den Kantonen ist mit grossen rechtlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen verbunden.

Ziel des Projektes "Wasserkraftnutzung und Restwasser" war eine Standortbestimmung des Vollzugs der Restwasservorschriften nach 15 Jahren der Inkraftsetzung des GSchG zu erstellen und darauf basierend Handlungsoptionen zu erarbeiten und zu vergleichen. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit der Schweizerischen Greina-Stiftung (SGS) und der Eawag. Die Eawag ist federführend für die Standortbestimmung zum Vollzug in den Kantonen, die SGS erarbeitet juristische Grundlagen und Entschädigungslösungen für die Gemeinwesen. Die Erkenntnisse sollen als Grundlagen für Fachstellen, Politiker, Gemeinden und weitere Interessierte dienen.

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Visualisierung der Restwasserstrecken und Sanierungsbedarf (Teilprojekt 2)

Das revidierte Gewässerschutzgesetz ist im Januar 2011 und die Gewässerschutzverordnung im Juni 2011 in Kraft getreten. Im Hinblick auf die daraus resultierenden Arbeiten und Projekte dürfte ein geografischer Überblick über die Restwassersituation in der Schweiz von Interesse sein.
Die Restwasserkarte der Eawag dokumentiert den Stand des Vollzuges der Restwasserbestimmungen, indem sie alle Restwasserstrecken nach dem Anteil der Dotierwassermenge an der Mindestrestwassermenge gemäss Art. 31 Abs.1 GSchG kategorisiert und darstellt. Zur Visualisierung wurde eine Webkarte der Restwasserstrecken (Datenstand 2004) generiert. Als statische Karten liegen die Geodaten im pdf-Format für die ganze Schweiz im Massstab 1:900'000 sowie in vier Teilen im Massstab 1:500’000 vor.

Der dazugehörende Bericht dokumentiert die Methodik mit der die Karte erarbeitet wurde und fasst die wichtigsten Ergebnisse tabellarisch zusammen. Die Restwasserkarte kann als Ergänzung zum erarbeiteten Bericht «Standortbestimmung zum Vollzug der Restwasservorschriften» (2006) betrachtet werden. Die Karte zeigt, dass in 375 Restwasserstrecken (28% aller insgesamt 1318 Restwasserstrecken) kein oder nur sehr wenig Restwasser dotiert wird (Kategorie rot). Für 645 Restwasserstrecken (49%) fehlen Angaben zur Dotierwassermenge (Kategorie grau). In einer ersten Näherung kann man annehmen, dass ein beträchtlicher Teil dieser Restwasserstrecken bzw. Wasserfassungen ebenfalls kein Wasser dotiert.

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